Serbien will Nahrungs­mittel billiger machen

29. Dezember 2011, 11:08
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Die Regierung will dem Handel die Marge bei Grundnahrungsmitteln kürzen

Belgrad - Die serbische Regierung plant, dem Kleinverbraucher unter die Arme zu greifen. Medienberichten vom Donnerstag zufolge dürften die Handelsmargen für die grundlegenden Nahrungsmittel - Milch, Fleisch, Zucker, Mehl und Speiseöl - womöglich schon im Laufe des Tages auf 10 Prozent eingeschränkt werden. Derzeit bewegen sie sich bei Nahrungsmitteln auf 23 Prozent, bei anderen Produkten sogar auf bis zu 40 Prozent.

Die Reduktion der Handelsmargen dürfte zu Preissenkungen zwischen 10 und 15 Prozent führen, berichtete der Sender "B-92" unter Hinweis, dass man im heimischen Handel meist durch Preiserhöhungen gegen die Finanzschwierigkeiten vorgeht.

"Die Ausgaben für die Nahrung haben in Serbien bis zu 43 Prozent des Familienbudgets erreicht", stellte Vojislav Stankovic aus der Wirtschaftskammer fest. Er hält die Senkung der Handelsmargen für eine unerlässliche Maßnahme angesichts des sinkenden Lebensstandards und der Arbeitslosigkeit. Diese beläuft sich laut Amtsangaben auf 22 Prozent. Mancher Wirtschaftsexperte glaubt, dass sie in der Tat wesentlich höher liegt.

Verbraucher haben unterdessen auch andere Sorgen. Man befürchtet nämlich, dass die Reduktion der Handelsmargen zu einer Warenknappheit führen könnte. Die Erinnerungen an die späten 1980-er und 1990-er Jahre, als dies der Fall war, sind noch wach. (APA)

  • Neben Mehl könnten auch Milch, Fleisch, Zucker und Speiseöl billiger werden.
    foto: standard/hendrich

    Neben Mehl könnten auch Milch, Fleisch, Zucker und Speiseöl billiger werden.

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