"Tauschgeschäft" Politik

Posten sind Schweine

Gastkommentar | 29. Dezember 2011, 10:26

So muss man Österreichs Innenpolitik lesen, dann macht sie Sinn - Von Michel Reimon

Niko Pelinkas Karrieresprung regt auf. Die Wutbürger schimpfen wieder auf die Politik. Natürlich zu recht. Aber aus Sicht eines kleinen Lokalpolitikers muss ich auch sagen: Leute, ihr macht es euch zu leicht damit.

Welches Schweinderl hätten Sie gerne?

Der Politologe Francis Fukuyama erzählt in "The Origins of Political Order" eine interessante Geschichte: Papua Neu-Guinea ist eine immer noch in Stämmen, Wantoks genannt, organisierte Gesellschaft. Jeder Wantok wird von einem Big Man geleitet - der Titel ist nicht erblich, er muss erworben werden. Erworben, indem man sich um die Mitglieder des Wantoks kümmert, vor allem, indem man sie mit Schweinen, Muschelgeld und anderen Luxusgegenständen des Stammeslebens versorgt. Um ein Big Man zu werden, muss man also schon vorher reich sein und man muss reich bleiben - denn wenn jemand im Stamm mehr Schweine und mehr Muscheln zu verteilen hat, ist man Big Man gewesen. Als Papua Neu-Guinea in den 70ern in die Unabhängigkeit entlassen wurde, richteten die abziehenden Australier ein parlamentarisches System ein, das sich an ihrem eigenen orientierte. Parteien wurden gegründet und man ging davon aus, dass ein Wettstreit der Ideologien und Ideen bald ein ähnliches System wie in den meisten westlichen Demokratien ergeben würde. Das Ergebnis war pures Chaos: Die Menschen wählten nicht nach weltanschaulichen Überzeugungen, sondern ihren Big Man. Und der kümmerte sich als Abgeordneter nicht um das Wohl des Staates, sondern um die Umverteilung von Ressourcen aller Art an seinen Stamm und dessen Mitglieder. In den Augen der westlichen Politikberater und der ins Land geholten ausländischen Investoren war das offene Korruption. Für die Einwohner von Papua-Neu Guinea war das eine gute alte Tradition. Ein Politiker hat doch die Erwartungen seiner Wählerschaft zu erfüllen, oder? Oder?

Österreichs Stämme

Was sind diese Erwartungen in Österreich? Sehr oft diese: Einen Job für den Neffen am Gemeindeamt, oder einen für die Tochter in der Kammer, oder zumindest einen Sommerjob für die Frau vom Freund vom Bruder der Oma bei irgendwelchen Sommerfestspielen. Und wenn das nicht geht, halt irgend einen anderen Gefallen.  Je "näher dran" an den Menschen die Politik ist, desto stärker tritt dieser Effekt ein. In den Ländern stärker als im Bund, in den Gemeinden stärker als auf Landesebene, in Dörfern stärker als in der Großstadt. Das Prinzip ist überall das Gleiche, nur die Gewichtung zwischen Rot und Schwarz wechselt. Und am Schlimmsten ist wohl in Kärnten, denn die Blauen aller Schattierungen wissen nur zu gut, was ihre Leistung zu sein hat.

Ein Lehrbeispiel

Die Freiheitlichen und ihre Splittergruppen sind ein Paradebeispiel, wie das System funktioniert. Jörg Haider, der als Kämpfer gegen rot-schwarzen Postenschacher begann, sammelte Österreichs größten Haufen von Opportunisten um sich. Er hat den Postenschacher nicht beendet, sondern umgelenkt. Die Revolution der Strache-Leute war dann ja auch der Aufstand derer, die keinen Posten bekamen.

Im Zuge der internen Machtkämpfe wurde auch Manfred Kölly, freiheitlicher Landtagsabgeordneter und Bürgermeister des burgenländischen Deutschkreutz, aus der FP ausgeschlossen. Um das zu begründen, wurde von seinen "Parteifreunden" ein Vertrag veröffentlicht. Kölly und der SP-Landesgeschäftsführer hatten für den Freiheitlichen einen gut bezahlten Job in einem Landesunternehmen ausgepackelt. Mit roter und blauer Unterschrift. Die FP-internen Widersacher konnten dieses Dokument natürlich nur gegen Kölly verwenden, weil sie davon wussten...

So weit, so übel. Aufschlussreich ist, wie die Geschichte weiterging: Kölly gründete die Liste Burgenland und zog mit einer Punktlandung, auf die Stimme genau, wieder in den Landtag ein. Das ist als Lehrbeispiel spannender als alle Postenschachereien der Großparteien. Die haben ja für die Wahl auch ein inhaltliches Programm, auf Grund dessen sie theoretisch gewählt werden könnten. Kölly hatte keines. Er wurde nur als Big Man gewählt. Jeder, der ihn gewählt hat, musste von seinem geplatzten Vertrag wissen und hat sich nicht daran gestört. Die meisten Stimmen hat er in Deutschkreutz gemacht. Und folgerichtig fragt Kölly nun bei jedem einzelnen Tagesordnungspunkt im Landtag: Was bekomme ich für Deutschkreutz, wenn ich zustimme? Was kann ich in meinen Wantok heimschleppen?

Sein Mitstreiter ist der ebenfalls Ex-Blaue Ex-Landesrat Wolfgang Rauter. Dessen Wantok ist Großhöflein. Dort wollen ein paar Großgrundbesitzer seit langem eine Umwidmung ihrer Flächen, bekommen sie aber nicht genehmigt. Nun steht im Burgenland ein großes Geschäft an: Der Stromversorger BEWAG und der Gasversorger BEGAS sollen fusionieren. Die BEGAS gehört über 100 Gemeinden, deren Anteile nun abgelöst werden sollen. Rauter droht, dieses Geschäft über eine Volksabstimmung in Großhöflein zu blockieren, wenn nicht die Umwidmungen für die Großgrundbesitzer genehmigt werden. Das eine hat mit dem anderen nicht das Geringste zu tun, aber das ist egal. Rauter ist ein Big Man, der Schweine verteilen muss. Die Geschichte hat noch eine besonders schöne Drehung: Der BEWAG/BEGAS-Deal soll jetzt binnen weniger Wochen blitzschnell durchgezogen werden. Im Herbst sind nämlich Gemeinderatswahlen. Hundert Bürgermeister sollen unmittelbar davor einen fetten Batzen Geld zu verteilen bekommen. Einer davon ist Manfred Kölly. Der braucht das Geld für seinen Wantok und seine Wiederwahl und will den Deal. Aber jeder Big Man ist sich selbst am nächsten...

Bei den Grünen andersrum

Ein Einwand kommt auf diesen Text sicher: Dass wir Grünen bloß nicht so heilig tun sollen, und dass wir schon genau so wie die anderen werden würden, wenn wir nur mal regierten... Nun, in Oberösterreich und Graz regieren wir schon lange und versorgen unsere Leute nicht serienweise mit Posten. Und das beste Beispiel ist Wien:. Bei der Wahl haben zwei Abgeordnete ihr Mandat verloren. Trotz Regierungsverhandlungen und erfolgreichem Abschluss wurde beiden kein Job besorgt.

Ein grüner Verhandler hat mir erst unlängst ganz belustigt erzählt, dass die SPler immer darauf gewartet haben, wann die Grünen endlich mit ihren Personalforderungen rausrücken... und am Ende ganz baff waren, als da nichts kam. Die Sache läuft für uns andersrum: Im Herbst wurde im Burgenland das erste Mal eine Grüne Direktorin einer Schule. Wie das ging? Sie war die einzige Bewerberin für die Stelle. Natürlich gab es heftige politische Interventionen: Die SP hat aktiv versucht, andere Lehrer zu einer Bewerbung zu bewegen, um den Job vergeben zu können. Dann hätten alle gesagt: "Na der hat den Job ja nur wegen der Partei."

Stammeslogik

Dieser oft gehörte Satz klang in meinen Ohren früher wie Kritik. Schließlich wertet man damit die Person völlig ab. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass viele Menschen die andere Bedeutungsebene hören: Der Satz wertet die Partei auf. In der Logik der Großparteien ist dieser Satz eine Festigung ihrer Machtbasis. Es hätte die SP nicht gestört, wenn alle gewusst hätten, dass die Partei den Direktorenposten besetzt hat. Das erklärt, warum der Fall Pelinka so plump eingefädelt wurde: Man findet nicht nur nichts dabei, die Logik funktioniert umgekehrt. In der SP sehen jetzt alle: Die Gefolgschaft von Laura Rudas steigt die Karriereleiter nach oben. Laura verteilt Schweine. Laura ist ein Big Man. Klingt komisch, ist aber so. Rudas wird durch den Fall Pelinka innerparteilich nicht beschädigt, sondern gestärkt. Welcher rote Funktionär, der es auf seiner Ebene ja nicht anders macht, sollte das anders sehen?

Ein paar hundert Leute mögen sich ein paar Tage aufregen. Na und? Damit kommunizieren sie nur eines ins Land hinaus: Die Partei hat immer noch die Macht, dir zu helfen, wenn du was werden willst.
Das selbe in Blau: Glaubt wirklich jemand, dass Strache parteiintern kritisiert wird, weil zum ORF-Deal auch ein neu geschaffener Posten für den blauen Verbindungsmann Thomas Prantner gehört? Ganz im Gegenteil, Strache liefert endlich. Und er verspricht damit, nach der Nationalratswahl noch mehr zu liefern. Posten sind Schweine. So muss man Österreichs Innenpolitik lesen, dann ergibt sie Sinn.

Wechselwirkung

Die Frage, ob Politiker zuerst korrupt waren oder Wähler zuerst Gefallen erledigt haben wollten, ist müßig. Es ist eine selbstverstärkende Wechselwirkung. Beide Großparteien haben das System der gegenseitigen Gefälligkeiten seit Beginn der Zweiten Republik auf- und ausgebaut, und sie haben nicht gerade gegen breiten Widerstand aus der Bevölkerung gekämpft. Die Freiheitlichen und ihre Splittergruppen zeigen, dass das System immer noch ausbaufähig ist.

Die Pelinka-Bestellung ist Normalzustand in Österreich. Aufgrund der Marktmacht des ORF ist sie als Einzelfall demokratiepolitisch bedenklicher, als die alltäglich übliche Postenbesetzung in Gemeindeämtern, Behörden, Kammern, Schulen, öffentlichen Unternehmen und und und und. Sie ist die berühmte Spitze des Eisbergs, aber in Summe ist die Masse der unter der Oberfläche stattfindenden Fälle noch viel gefährlicher für die Demokratie.

Nur: Das, was da unter der Oberfläche geschieht, davon weiß ein großer Teil der Bevölkerung und das billigt ein großer Teil der Bevölkerung. Machen wir uns da nichts vor. Die SP lebt nicht von den ideologischen Sozialdemokraten. Wäre dem so, wäre ihre Politik eine andere. Sie lebt von den kleinen Niko Pelinkas. Die VP lebt von den kleinen Ernst Strassers. Und die FP lebt von den kleinen Meischis und Uwes. (Oder sind die inzwischen bei einer Splittergruppe? Egal.)

Für jemanden, der von außen drauf sieht, ist das alles Korruption. Für die drinnen ist es eine gute alte Tradition. Deshalb sind sie ja bei der Partei. Deshalb wählen sie ihren Big Man.
Es ist eh richtig, wenn Wutbürger nun wieder Politiker und Pelinkas beschimpfen, es reicht aber nicht. Das ist zu einfach. Und es bewirkt exakt gar nichts, solange diese Politiker wissen, dass sie genau dafür von anderen gewählt werden.

Fast jeder in Österreich kennt Leute, die solche Zustände wählen. Die solche Zustände WOLLEN. Dort muss man auch ansetzen, es geht um die Wechselwirkung. Man muss auch mit diesen Menschen streiten, selbst wenn - nein, gerade wenn - sie persönliche Freunde und Verwandte sind. Ja, es geht immer auch um unseren eigenen Wantok. Wir müssen ihnen in die Augen schauen, wenn sie von der kleinen Gefälligkeit erzählen, die der Bürgermeister oder der Bezirksrat unlängst für sie erledigt hat und die Sache beim Namen nennen: Schweinerei. (Michel Reimon, derStandard.at, 29.12.2011)

Autor

Michel Reimon MBA, ist Landtagsabgeordneter Landessprecher der burgenländischen Grünen;

www.reimon.net

www.facebook.com/michel.reimon

www.twitter.com/michelreimon

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 144
1 2 3 4
ArnoNimm
00
12.1.2012, 23:17
Auch Grüne sind so

Man denke an Blum und die anderen grünen Jobversorgten. Auch Anschober hat seine Freunde gut versorgt und Lisa Rücker hat in Graz ihre Freunde gut untergebracht. Keine Zeit für Glorifizierungen!

Anton Kuh
00
10.1.2012, 10:26
ich verbeuge mich....

klar, erfrischend und auf den punkt. ich habe etwas gelernt...danke

christine g.1
00
applaus

für diesen überraus lehrreichen artikel.

deswegen ist der mensch mit dem schwein nahe verandt.

das arme schwein,

wäre ich ein schwein würde mich für diese gentische verwandschaft zum menschen schämen.

a las barricadas
30
na ja

die grünen haben genau so leichen im orf-keller: pius strobl seinerzeitiger orf-kommunikationschef mit grünem sanktus ließ die orf-mitarbeiter bespitzeln, um sicher zu stellen, dass wabritz orf-chef bleibt und intern keine üble nachrede haben möge. jener pius strobl, der sich im hohen alter eine orf-mitarbeiterin zuerst als mätresse hielt, diese sendugsmäßig versuchte "unterzubrigen" und später heiratete. kann mich noch an das duliöh seiner grünen freindaln erinnern, als es hieß "pius mit 76 vater geworden, mutter 25". auch hier ein big man, der schweine verteilt hat :-)

la shishi
03
Auf den Punkt gebracht!

Ich finde den Artikel wirklich spitze und auf den Punkt gebracht: Es geht nicht (nur) um die Korruptionsanfälligkeit der Politiker, sondern darum, dass jede/r von uns mindestens eine Person kennt, die einen Job oder was auch immer aufgrund von politischen oder auch sonstigen Querverbindungen bekommen hat. Klientelpolitik und Freunderlwirtschaft sind und bleiben einfach Kavaliersdelikte in Ö. Keine Ahnung, ob's die Grünen - wären sie mit mehr Macht ausgestattet - anders machen würden, aber zumindest sind sie die einzigen, die immer wieder darauf aufmerksam machen, was bei uns im Lande falsch läuft und wie man es besser machen könnte. Das ist zwar noch lange nicht genug, aber mehr als alle anderen Parteien im Moment gemeinsam schaffen...

Weit haben wirs gebracht
10

Na klar, die heiligen Grünen. Pius Strobl. Punkt.

Almi66
01
31.12.2011, 08:15
Früher brachte der "Big Man" Jobs und Gemeindewohnungen....

Das gibt es lange nicht mehr. Der Autor hat schon recht: Wir (über)leben aus dem Drang der Selbsterhaltung heraus. Wir trachten danach, wer etwas für uns "machen" kann. So funktionierte das in der Vergangenheit, wen wundert es da, dass die SPÖ so viele Stammesmitglieder hatte, bei all den Schweinen, die es zu verteilen gab...

Heute verteilt die SP die Schweine nur untereinander, im innersten Machtcircle. Maximal irgendwelche Neffen von Landtagsabgeordneten schaffen den "Weg" ins Rathaus oder ins Ministerium.

Es waren in der Geschichte auch immer die zu kurz gekommenen, die die Revolutionen anzettelten. Für unsere Demokratie heißt das für 2013 nichts gutes...

sandor gjalski
50
31.12.2011, 02:37

noch so einer mit gekauftem titel der selbstverliebt heiße luft absondert und sich dabie gut vorkommt - wohl aus glawischnig schoß gekrochen

Joe_Chip
02

selbstgespräch?

a_ch
22
30.12.2011, 19:37
Ja, aber:

Anstatt zu erklären, wie die Grünen auf die Causa Pelinka reagieren, kühlt Michel Reimon MBA sein Mütchen an der Liste Burgenland (LBL). Dass er für die Grünen 2010 ein Minus von 1,2 % eingefahren und 4,2 % erreicht hat, während die LBL aus dem Stand auf 4,0 % kam, hat er wohl noch nicht verwunden.

Natürlich gibt es an Kölly und Rauter viel zu kritisieren. Aber man könnte auch von ihnen lernen: Etwa wie man Basisarbeit in den Gemeinden macht, wie man kritische Geister wie Gerhard Hutter (Sauerbrunn) oder Erich Stekovics (Frauenkirchen) ins Boot holt - und wie man Oppositionspolitik macht. Nämlich eher nicht so wie in Eisenstadt, wo die Grünen in der Regel abnicken, was die ÖVP beschließt.

Ad Grüne/ORF: Pius Strobl - auch ein Big Man?

Der Mensch der nachdenkt bevor er vordenkt
 
00
Basisarbeit...

Eben. Schweine verteilen.
Womit beweisen wäre, was Reimon sagte.
Basisarbeit klingt aber, zugegebenermaßen, besser.

mus1
10
30.12.2011, 18:34
Reimon

wälzt einen netten Naturvölker-Vergleich breit aus. Das demokratiegefährliche nennt er aber nicht beim Namen: dass die Kontrolle dieser Big Man durch den Wähler schon lange nicht mehr funktioniert. Das ist ja der Irrtum. Die Schweine ernähren die Schweine. die Idioten zahlen brav Steuern. Ein Saustall

Helmut71
03
30.12.2011, 17:44
Gut :)

Ich find den Artikel wirklich gut recherchiert und in vielen Bereichen treffend. Aber: gerade der Bereich Direktorenbestellung zeigt, was in Ö wirklich falsch läuft. Wieso ist der Autor so stolz darauf, dass auch mal ein Grüner einen Direktorenposten ergattert hat? Für mich wärs eher ein Grund zum feiern, wäre es ein Parteifreier gewesen....

Just N. Opinion
 
00
30.12.2011, 16:31
Grandios. Danke!

Und jetzt denken wir weiter: Angenommen, es bildete sich eine Partei, bestehend aus Menschen, die dieses System zum Speiben finden und es abschaffen wollen. Die sich sehnlich wünschen, dass nicht die Stammeszugehörigkeit, sondern Qualifikation entscheiden möge, wer welchen Posten bekommt.

Schwupps, wäre diese Partei selbst ein Wantok, das seinen Wählern irgendwas versprechen müsste, und sei es nur, ihnen ganz bestimmt nie einen Job, einen Vorteil oder eine Scheibtruhe Geld zu verschaffen. Das "Mitschneiden", langgepflegte österreichische Tradition, wäre plötzlich nicht nur öffentlich, sondern tatsächlich pfui.

Und jetzt wetten wir, wieviele Stimmen eine solche Partei in diesem unseren schönen, hoffnungslos verkommenen Land bekäme..

Der Kuhn
02
30.12.2011, 14:03
toller artikel!

und es läuft genau so.
schade, dass die sp so ihre ideologischen mitstreiterInnen verliert/vergrämt und stattdessen karrieregeile machtmenschen ans ruder lässt.
diesen parteien geht es leider um reinen machterhalt.

baneck08
123
30.12.2011, 11:14
aber sicher doch. alle menschen sind gleich (schlecht), nur die grünen sind natürlich (moralische) übermenschen

die stehen derart über allen, dass reimon auch entscheiden kann, wer ein echter sozi sein darf und wer nicht ...

mir persönlich -als normalmensch- ist diese grüne überlegenheit der übermenschen nicht sympathisch ...

KUL
00
Unschuldig

Die grünen sind bis jetzt wirklich die einzigen Unschuldigen...sie hätten sich eine Chance verdient!!!

Resilienzfaktor
12
30.12.2011, 13:39

Ich (als Nichtgrüne) find, dass sich Reimon genau in diesem Punkt *angenehmst* von den unterschiedlichsten anderen PolitprotagonistInnen (wurscht, welcher Couleur) abhebt: Er trifft in den erhobenen Kritikpunkten den richtigen Tonfall, kommz dabei aber ohne Präpotenz aus. Das zeichnet ihn, unabhängig seiner parteilichen Zugehörigkeit, als politische Persönlichkeit aus und würde der polit. Kasten in Österreich (auch hier wieder: wurscht welcher Couleur) ganz grundsätzlich nicht schaden.

Resilienzfaktor
00
30.12.2011, 13:41

"Kaste" meinte ich natürlich, nicht "Kasten" (und wenn, dann schon eher "Koffer" ;-)

Trollblume
20
30.12.2011, 13:05
haha 'grüne überlegenheit der übermenschen', der ist gut!

Wünschen Sie sich Anpassung nach unten? Was ist normal? Gibt es auch Untermenschen - wer sind die denn dann? Glauben Sie übrigens an fliegende Untertassen?
Ich sehe übrigens nirgends moralische Übermenschen;-)

Der Normannische Kleiderschrank
10
30.12.2011, 10:07
vielleicht ...

... tun die grünen sich in wien nur noch nicht bedienen, weil die roten sie (noch) nicht lassen (kolportiertes zitat eines hohen rathaus-roten an die grünen fraktion bei der besetzung eines interessanten, gerade ausgeschriebenen stadt-wien-posten: "vorschlagen dürft's keinen, ablehnen dürft's dann einen ...")?

Trollblume
00
30.12.2011, 13:27

ja vielleicht - aber sogar wenn, wäre es besser auszuhalten als wenn spö und övp das täten, wenn ich an deren personaldecke denke...

ravenna
04
30.12.2011, 09:48

Toller Artikel. Und leider 100% richtig.

Reich sein muss sich lohnen!
01
30.12.2011, 09:37
Wie wäre es mit einer Art Flash-Mob?

An dem Tag an dem der Pelikan seinen Job antritt lassen wir alle unsere Gis-Gebühren rückbuchen...

Reich sein muss sich lohnen!
00
30.12.2011, 09:39

Das sollte nicht hier rein. Sry.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 144
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.