Arbeitsmarkt-Schulungen

Grüne: Frauen bekommen weniger AMS-Geld als geplant

29. Dezember 2011, 08:55

Die Hälfte des AMS-Geldes soll laut Regierungsprogramm in Maßnahmen für Frauen fließen - Laut Grünen fehlten allein im Vorjahr rund 12 Millionen Euro

Wien - Die Grünen fordern Verbesserungen für Frauen sowohl was den Arbeitsmarkt betrifft als auch im Sozialbereich. Frauensprecherin Judith Schwentner verwies darauf, dass die Zielvorgabe, wonach 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen zur Verfügung stehen, "regelmäßig" unterschritten wird. Schwentner pochte deshalb auf die "strikte Einhaltung" der Quote. Außerdem forderte sie eine Entkoppelung der Notstandshilfe vom Partnereinkommen.

Die Hälfte der Gelder vom Arbeitsmarktservice (AMS) sollte laut Regierungsprogramm in Maßnahmen für Frauen fließen. Tatsächlich wird diese Quote aber seit Jahren unterschritten: 2008 waren es laut Schwentner 49,4 Prozent, 2009 48,4 Prozent und im Vorjahr 48,8 Prozent. 2010 seien Frauen dadurch 12,25 Millionen Euro entgangen, meinte Schwentner und auch für 2011 rechnet die Grüne Abgeordnete damit, dass die Vorgabe um ein Prozent unterschritten wird. Weiters sei festzustellen, dass Männern höherwertige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gezahlt werden als Frauen. "Die Investition in die Aus- und Weiterbildung der Frauen muss dem AMS genau so viel wert sein", forderte Schwentner.

Probleme bei Notstandshilfe

Probleme ortet Schwentner auch bei der Notstandshilfe, wo im Gegensatz zur Arbeitslosenunterstützung auch das Einkommen des Ehepartners oder Lebensgefährten berücksichtigt wird. Bei etwa 80 bis 90 Prozent der Personen, die aufgrund des Partnereinkommens keine Notstandshilfe bekommen, handle es sich um Frauen, führte sie an. Nachdem aber viele Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt wurde, empfinden es die Betroffenen "demütigend", nun finanziell komplett auf den Partner angewiesen zu sein, kritisierte die Grünen-Mandatarin. Sie fordert deshalb eine Entkoppelung der Notstandshilfe vom Partnereinkommen.

Vor diesem Hintergrund ein vorzeitiges Anheben des Pensionsantrittsalters von Frauen zu diskutieren, sei "nicht seriös", so Schwentner. Zwar sei sie nicht grundsätzlich gegen eine frühere Angleichung - dies jedoch erst bei einer Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt. Das vorzeitige Anheben würde nur die Kosten von der Pensions- in die Arbeitslosenversicherung verlagern, fordert die Grüne Abgeordnete, sich die Situation von Frauen "ganz genau" anzusehen. (APA)

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atomkraft neindanke
00
26.1.2012, 22:45
Einfach ungerecht!

in der Regel ist es so, dass Frauen kaum Notstandshilfe bekommen, wenn sie in einer Partnerschaft leben, dies ist demütigend, schließlich hat man einbezahlt u 20 Wochen Arbeitslose sind im europ. Durchschnitt sehr kurz, es denkt auch niemand daran, dass Kinder davon betroffen sind, wenn das Familieneinkommen geschmälert wird u eigentl unbeteiligte Dritte dann vom Skikurs zu Haus bleiben müssen..Natürlich sind mehr Frauen davon betroffen, weil Männer generell mehr verdienen, Wird also der Mann arbeitlos, bleibt ihm trotz Partnerin der Notstand, denn ihr Einkommen ist sowieso nicht ausreichend, der Mann behält so seine Position, die Frau verliert ihr eigenes Einkommen.
Das viele Frauen nicht freiwillig "nur" Teilzeit arbeiten, wird ignoriert!

jeff5
00
30.12.2011, 15:40
die profis lassen sich scheiden und melden einen anderen wohnsitz an....

die verheirateten bleiben wieder einmal über...

Freigeistin1
00

Ja. Das hat so ein AMS wappler mal meiner Mutter empfohlen! Sie hat ihn zwar gleich beim Vorgesetzten gemeldet, aber er ist weiterhin dort beschäftigt.
Bzgl LG bin ich aber auch der Meinung dass da das partnereinkommen nicht zu 100% berücksichtig werden sollte- eine LG ist nuneinmal keine ehe u daher gibt's keine Unterhaltspflicht.

der schwitzbär der schwitzt sehr
32
29.12.2011, 22:19
Das nimmt demokratiegefährdende Formen an.

Die Förderung von Weiterbildung von Arbeitslosen muß sich doch bitte nach dem Verhältnis der Arbeitslosen richten und nicht nach dem Zumpferlkriterium!

Wenn Männer 70% der Arbeitslosen stellen, dann ist nur normal, daß 70% der Weiterbildungsbudgets für sie aufgewendet werden

Es kann doch nicht sein, daß man jetzt sogar schon die ärmsten der armen, die Hackenstaden, nach Geschlechtszugehörigkeit diskriminiert

Wer gibt unseren Politikern das Recht dazu, die Bürger nach chromosomenrassistischen Gesichtspunkten zu bevorzugen oder zu benachteiligen ?

Hallo ? Sind wir schon wieder soweit ?

eze eze
 
01

Laut Statistik für das Jahr 2010 sind nicht 70 (wie du es aus der Luft greifst) Prozent der Arbeitslosen Männer, sondern 57%. Außerdem ist eine Verteilung der Mittel nach diesem Verhältnis kein "Muss", sondern eine von mehreren Möglichkeiten, die alle nicht mathematisch, sondern letztendlich gesellschaftspolitisch argumentiert werden müssen. Auch wenn du meinst, mathematisch und gerecht zu argumentieren, klammerst du andere Tatsachen aus, die man mit gutem Grund als relevanter ansehen könnte. Z.B. sagt die reine Verteilung der Arbeitslosen nach Geschlecht sehr wenig darüber aus, wie groß die Chancen für Frauen/Männer am Arbeitsmarkt sind - es spricht viel dafür, auch die in Beschäftigung Stehenden mit in den Vergleich einzubeziehen.

Drudenfänger
30
30.12.2011, 08:02

Chromosomrassismus gefältt mir sehr. Tolle Wortkreation!

Ja, mir ist auch aufgefallen, dass nirgendwo steht, in welchem Verhältnis sich die Geschlechtsverteilung der Arbeitslosen wiederfindet.
Es ist nur wieder ein Versuch, den Frauen einzureden sie wären sooo benachteiligt, weil sie nicht bevorteilt werden.

eze eze
 
01

Das Verhältnis ist 57%:43%, was aber ohne weitere Informationen sehr wenig aussagt und sicher allein keine ausreichende Basis ist, um über eine gesellschaftspolitisch sinnvolle und zielführende Verteilung von Mitteln zu bestimmen, schon gar nicht nach dem Muster, dass die Mittel exakt im obigen Verhältnis zugeteilt werden müssten.

atomkraft neindanke
00
27.1.2012, 16:43
Subjektiv? ich weiß nicht, irgendwie auffällig jedenfalls!

Wenn man es pro Person runterrechnet, kriegen Männer die teureren und besseren Weiterbildungen, so versteh ich es zumindest und das wäre nicht gerechtfertigt,wenn es so ist.
Privat kenne ich Männer und Frauen ohne Arbeit und hatte immer den Eindruck, dass Frauen mehr schikaniert werden, vor allem, wenn sie kleine Kinder haben, zb just den Kursbeginn auf 1. Juli ansetzen, bei 8 Wochen Dauer und kleinen Kindern, die dann den ganzen Tag betreut werden müssen, ist bei einer Langzeitarbeitslosen sicherlich nicht in Ordnung, und zwar weil die Kinder ja nichts dafür können, wenn die Mutter keine Arbeit hat, oder?

die Männer, die ich kenne pfuschen fast alle nebenher und haben ein gutes Einkommen, müssen weniger oft" Bewerbungskurse" machen!

rosebud2
16
29.12.2011, 17:01
Sehr geehrte vorherige 2 Poster - Nahoit und Susanne B.

..sie verfügen über ziemlich vorurteilsbehaftete, antiquierte Ansichten, die mit dem heutigen Stand der Dinge schon überhaupt nichts zu tun haben. Herhalten müssen mal wieder, ach weil es ja soviele gibt in Österreich - Trutschn, Frauen von reichen Männern usw."Heutzutage" gehen die meisten Frauen arbeiten, entweder weil sie wollen, weil sie eine gute Ausbildung haben, es , möchten oder weil sie müssen, damit die Familie mit den Kindern durchkommt und weil man sich auch - pardon - einen Urlaub leisten möchte. In vielen Haushalten geht sich's ohne Zuverdienst der Frauen oft gar nicht aus.
80-90% Frauen sind von der Streichung der NOtstandshilfe betroffen. Und da frag ich mich schon, ob das noch so wär, wenn soviele Männer betroffen wären.

minski
01
30.12.2011, 13:59

Neonazis muss man nicht mit "sehr geehrte" anreden.

Hafniumcarbid
41
29.12.2011, 18:32
100% der Männer...

...sind von der Wehrpflicht betroffen. 100% der Männer sind vom späteren Pensionsantrittsalter betroffen. Trotzdem gibts beides. Also?

rosebud2
00
31.12.2011, 12:58
eimal kapieren bitte!

es geht nicht um Gleichmacherei, es geht ums Aufholen von etwas, daß einem (Frauen) schon lange zusteht.

100 % der Frauen durften bis ins vorige Jahrhundert nicht wählen ,nicht arbeiten, nicht studieren, hatten ledige Frauen mit Kind bis in die 60er Jahre die Fürsorge als Vormund usw. Gleiche Gehälter für gleiche Arbeit gibts noch immer nicht. Hol das alles auf, dann kannst zu 100 % Frauen beim Bundesheer haben. Die Verwandten auch die des Mannes werden immer noch von den Frauen gepflegt, 100 % Hausarbeit machen die Frauen - neben der Arbeit. Das aufholen, dann geh ma auch später in Pension.

Freigeistin1
20

Männer und Frauen sind eben unterschiedlich daher gibt's da nichts aufzuholen oder gleich zu machen. Es ist auch ein Schwachsinn dass Frauen weniger verdienen. Auf die Unterschiede kommt man nur beim gesamten lebenseinkommen- u da ist es logisch dass Frauen mit Kindern weniger Einkommen hatten. Daher wäre ein entsprechend hohes Kinderbetreuungsgeld auch sinnvoll.

Hubert Ungeist
 
20
Äh dann sollen die jetzigen Nachteile der Männer

eine Strafe sein für die Benachteiligungen die früher Frauen hatten?

Ist das IHre Form von Gleichberechtigung?

Gleiche Gehälter für gleiche Arbeit gibts bereits. Ad Verwandtenpflege, ja stimmt, aber auch das ändert sihc langsam und ist KEINE staatliche Verpflichtung wie etwa die Wehrpflicht der Männer.. 100% Hausarbeit machen heute nur mehr die wenigen Frauen die auch 100% zu Hause sind.

tignosa
23
29.12.2011, 21:57
Thema verfehlt, setzen!

Charlie-Brown
10
30.12.2011, 08:18
Wiso verfehtl?

Stimmts leicht nicht?

Hafniumcarbid
10
30.12.2011, 08:02
Wieso?

Der Vorposter hat unterstellt, dass wenn ein Unrecht Männer beträfe, es schnell beseitigt würde -> "Und da frag ich mich schon, ob das noch so wär, wenn soviele Männer betroffen wären."
Und, wirds das?

naihoit
53
29.12.2011, 13:17
Jetzt habe ich auch den Artikel bei "die Standard" gelesen und kenne mich überhauptnicht mehr aus.

Möchte die Frau Schwentner wirklich, daß Fabriks-, Bank - oder sonst welche Direktoren ihre Ehefrauen ein Jahr lang als "was weiß ich" (in der HBG, logo) anstellen, dann kündigen und das Familieneinkommen dann lebenslang über die sog. Notstandshilfe auffetten?
Verwecheslt sie eine (Arbeitslosen-) Versicherung mit einem Sparverein?
Oder möchte sie nun endlich wieder einmal in den Medien erwähnt werden, lieber für dumm gehalten als ignoriert?
Sonst bin ich ja nicht so pingelig, aber von den Grünen erwarte ich mir mehr.
Vor allem mehr Intellekt.

minski
20
30.12.2011, 13:58

Ja richtig, Sie kennen sich nicht aus.

Verdammt Coole Schreckschrauwe
16
29.12.2011, 15:13
Wir reden hier nicht von der berühmten "Unternehmersgattin", eine Vorzeige-am-Pranger-Frau,

sondern von tausenden von Frauen, die wegen einer "Partnerschaft" AUSGESTEUERT werden, sobald der Anspruch auf ALG erschöpft ist.

naihoit
00
17.1.2012, 09:15
Was meinen Sie mit "Partnerschaft"?

Eine Lebensgemeinschaft?
Eine Wohngemeinschaft?
Eine eheähnliche Gemeinschaft?
Oder was sonst auch immer?
Im Zusammenhang mit der NH-Verordnung wurde das schon bis in die letzte Instanz ausjudizidiert.
Das Ergebnis war u.a., daß nicht die Allgemeinheit zahlen soll für etwas, wovon nur Einzelpersonen profitieren.
Was daran mißfällt Ihnen?

Hubert Ungeist
 
01
30.12.2011, 06:26
Jetzt denkens noch einen Schritt weiter..

die oben erwähnten Bankesfrau hatten auch ein Arbeitsverhältnis (wenn auch kurz) und werden auch ausgesteuert sobald der ALG erschöpft ist. Und dann müssten sie nach IHren Kriterien Notstandshilfe bekommen wenn es ein gesetzlicher Anspruch ist.

Das Kriterium - Mann ist Millionär oder Banker als AUsschließungsgrund werdens da vorm VGH nicht durchbringen

Susanne_B
45
29.12.2011, 13:16

Ist den Grünen auch klar, dass die Entkoppelung der Notstandshilfe vom PArtnereinkommen dann auch bedeutet, dass die - PArdon - Trutschn, die sich vom Arztfreund aushalten lässt, Anspruch auf Notstandshilfe hat?
Die Notstandshilfe ist eben keine Versicherungsleistung wie das Arbeitslosengeld, sondern eine Unterstützung für diejenigen, die bedürftig sind.

Nixe
01
30.12.2011, 17:05

...dafür müsste die "Trutschen" aber beim AMS Hab Acht stehen und nachweisen dass sie nichts hat, Herr Besserwisser.

Was haben Sie nur für eine frauenfreidliche Ausdrucksweise?

alexanderletten
 
12
30.12.2011, 00:34

Die Entkoppelung ist längst überfällig.
Ob "Trutschn" Notstandshilfe beantragt oder nicht ist völlig wurscht, da die "Trutschn" kaum die Mehrheit stellen wird. Verschnitt gibt es sowieso überall.
Weiters fällt auch der Einkommensnachweis des Partners zur Bemessung der Notstandshilfe weg.

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