Sunniten befürchten schiitsche Alleinherschaft

28. Dezember 2011, 21:08
Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Fritz Meyer
52
29.12.2011, 07:12
Die jahrelange systematische Aufhetzung...

der Besatzer und ihrer Verbündeten ist auf "fruchtbaren" Boden gefallen.

johannes schenk1
12
29.12.2011, 09:59
Genau. Bevor die Amerikaner da waren,

waren die Sunniten und die Shiiten in der ganzen Region und zu allen Zeiten ein Herz und eine Seele.
Aber zum Glück haben wir ja einen Hauptschuldigen an Allem.
Im Übrigen glaube auch ich nicht, dass der US Einsatz im Irak eine so gute Idee war - das heißt aber nicht, dass es dort ohne diesen Einsatz ok gewesen wäre, denn eine Leuchte der Menschenrechte war Saddam auch nicht - und wenn Sie mir jetzt sagen, dass ihn die USA Anfangs gegen den Iran unterstützt haben - das stimmt wohl - aber auch im Iran sitzen nicht nur Lämmchen.
Worauf ich hinaus will - die USA verbocken schon immer wieder was - aber sie sind nicht an allen Streitigkeiten der Region schuld - diese sind uralt.

Fritz Meyer
01
30.12.2011, 00:32
"in der Region"

Hier geht es übrigens um den IRAK.

NONE
22
29.12.2011, 01:57

Mal ein wenig Provokation:

(a) Entweder Muslime sind fetzendeppert, da sie sich beständig gegenseitig aufhetzen (Sunnit vs. Schiit ist der idiotischste Glaubenskonflikt überhaupt)

oder

(b) die "Politiker" im Irak sind genauso korrupt wie sonstwo in der Welt. Dann bilden sich unterschiedliche Interessensgruppen die am Kuchen der Macht mitnaschen wollen.

Wie auch immer, al-Maliki folgt Saddam's Spuren der Macht ...

GeorgH
13
29.12.2011, 14:12
Eine Frage der Zeit

Der Islam ist 500 Jahre jünger als das Christentum, und vieles was wir derzeit "am Islam" bekritteln finden wir in der Geschichte der christlichen Welt, wobei gerade ein Rückblick um 500 Jahre interessant ist.
Auf diesen Thread angewandt: was hatten wir ungefähr zu der Zeit: Beginn der Gegenreformation. Also "die Muslime" sind gleich fetzendeppat wie unsere Vorfahren.

Und Macht, klar, um Macht geht's doch immer, zumindest bei jenem Anteil der Menschheit, der es in die passenden Positionen schafft.

Der Kluge
00
29.12.2011, 20:00

Es gab in der islamischen Welt keine Reformation, auf die jetzt eine Gegenreformation folgen könnte und auch das Erstarken von Islamisten mit buchstäblichen Koran-Verständnis, die die Bräuche in der arabischen Wüste um 600 für ein göttliches Gebot halten und sie nachäffen, hat sehr wenig mit der Gegenreformation zu tun.

Diese historischen Vergleiche zeugen von sehr großer Unkenntnis. Die Annahme, dass jede Religion eine identen Verlaufsform hätten, ist indiskutabel.

In Wahrheit hält es sich bei diesen Vergleichen mit dem Christentum des finsteren Mittelalters aber um eine besonders verschrobene Variante des "Christentum und Islam sind eh gleich" Arguments.

johannes schenk1
00
29.12.2011, 10:04
zu (a): ich vermute, dass die religiösen Grenzen

zwischen Sunna und Shia mehrheitlich entlang von Gebietsgrenzen verlaufen und auch - zumindest früher mehrheitlich entlang von ethnischen, genauer: alten Stammesgrenzen. Das ist allerdings - siehe Überschrift - nur eine Vermutung.
Wenn etwa die Vorarlberger und die Tiroler in Ö nicht mitreden dürften, aber an die Ö Gesetze gebunden wären, dann hätten wir auch ein Problem (trotz mehrheitlich gleiche Religiosität oder treffender: A-Religiosität).
Die konkreten Unterschiede zwischen Shia und Sunna habe ich auch nie begriffen - historisch erkennen sie andere Kalifen als rechtmäßig in der Erbfolge nach Mohammed an - aber inhaltlich?

Subversive Revolte
13
29.12.2011, 09:21

Auch Christen sind nicht unbedingt weniger deppert:
Siehe Nordirland.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.