"Ab dem ersten intelligen­ten Zähler positive Effekte"

28. Dezember 2011, 17:31

Energie AG reut Pionierrolle bei Smart Meter nicht

Wien/Linz - Die Energie AG Oberösterreich (EAG) war eines der ersten Unternehmen im Bundesgebiet, das auf intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter, gesetzt hat. Ein von fünf Haushalten, die von der EAG mit Strom versorgt werden, haben statt des alten, mechanischen Ferraris-Zählers bereits ein digitales Messgerät installiert. "Wir haben schon ab dem ersten intelligenten Zähler, den wir installiert haben, positive Effekte gespürt", sagte das für den Bereich Technik zuständige EAG-Vorstandsmitglied Werner Steinecker dem Standard.

"Unser Hauptmotiv war, Netzprozesse zu automatisieren. Zu dem Zeitpunkt war von einer EU-Richtlinie, die das Umstellen der Messgeräte auf Smart Metering vorschreiben würde, noch keine Rede", sagte Steinecker. Da es sich um ein offenes System handle, habe man kein Problem, die Messgeräte mit entsprechender Software zu bespielen und so im Rahmen der EU-Richtlinie zu bleiben.

Entwurf in Begutachtung

Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat inzwischen einen Verordnungsentwurf in Begutachtung geschickt. Dieser sieht vor, dass bis Ende 2018 eine 95-prozentige Abdeckung Österreichs mit den neuen Zählern sichergestellt wird.

Projektstart in Oberösterreich war 2005; mit dem Rollout der endgetesteten Geräte wurde 2010 begonnen. Inzwischen sind gut 100.000 der in Kooperation mit Siemens entwickelten Amis-Zähler (Amis steht für Automatisches Messen und Informationssystem) im Einsatz - schwerpunktmäßig im Umkreis von Gmunden, im Großraum Regau/Vöcklabruck sowie in den Bezirken Steyr und Schärding. 2012 sollen weitere 100.000 Amis-Geräte alte Ferraris-Zähler ersetzen; voraussichtlich 2016 werde man mit allen 500.000 auszuwechselnden Geräten durch sein, sagte Steinecker.

Die Kosten für den Rollout bezifferte der EAG-Manager mit 300 bis 400 Euro pro Gerät - periphere Kosten für den Datenweg inklusive. Die Branche macht Druck, dass die Auslagen über die Netznutzungsgebühren wieder eingespielt werden können.

Profitieren sollen auch die Kunden - mittels neuer Tarifmodelle. Steinecker: "Wer nicht ständig alle Geräte parallel verfügbar haben muss, steigt besser aus." (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.12.2011)

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Posting 1 bis 25 von 40
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Oddo Wolf
00
10.1.2012, 15:41

Habts keine schöneren Bilder?
Immer häufiger diese "Chartbüdln" welche völlig nichts sagend sind.

maggo22
00

Wieviel Eigenbedarf genehmigen sich denn diese Smarten meter?

Für €990,-/Monat könnte hier ihre Werbung stehen!
00
30.12.2011, 13:19
... positive Effekte d.h.

Ab dem ersten installierten Zähler können wir unsere Tarife profitmaximierend anpassen. Warum soll der Verbraucher Infos aus dem Zähler bekommen damit er seinen Verbrauch anpaßt und wir weniger verdienen - ha, sicher nicht!

lieber Realist als Träumer
00
29.12.2011, 17:13

Ich hätte gern so eine Box und würde auch mehr Info zur Verfügung stellen, da ich dann auch draufkommen kann was in meinem Haushalt Strom frisst.

Leider bietet es mein Anbieter nicht an...

johannes schenk1
01
29.12.2011, 10:11
Hab ich was übersehen, oder stimmt es, dass im

ganzen Artikel nicht erklärt wird, was "intelligente Zähler, sogenannte Smart Meter" eigentlich sind?
Was bringen Sie, Vorteile / Nachteile für Energieversorger/Verbraucher?
Schön, dass ich 2 verschiedene Begriffe für etwas bekomme, das ich nicht kenne. Geht der Autor davon aus, dass man das Wissen muss, oder gefälligst googeln soll?

M P8
15
29.12.2011, 10:26
" Vorteil "

ganz simpel :
Immer wenn Du deine individuelle Verbrauchsspitzen hast, wird dein Strom maßgeschneidert am teuersten.

Orwellsche Profitmaximierung in folio.

Ph.E
01
Juhuuu

dann bleib ich lieber bei meinem überteuerten Durchschnittspreis bei dem ich sicher sein kann mehr zu zahlen als ich brauche und absolut nichts dagegen machen kann (ausser einem anderen Anbieter zuviel zu zahlen)
//Ironie ;)

somussesnichtsein
00
29.12.2011, 08:07
das ganze ist eine groß angelegt

industrieförderung, erreicht durch jahrelanges intervenieren und falschinformieren der ahnungslosen brüsseler politiker!!!!

somussesnichtsein
12
29.12.2011, 08:05
diese zähler sind total unnötig

es gibt zahlreiche internationale untersuchungen, dass durch diese zähler praktisch keinerlei energieeinsparung erfolgt.

der durchschnittsverbrauch eines österreichischen haushaltes liegt bei ca. 3000 kWh im Jahr!!!

des weiteren gibt es einige probleme die oben nicht erwähnt werden:
die systemsicherheit ist nicht gegeben! hacker können problemlos in das system eindringen.
der datenschutz ist vollkommen unzureichend.

da diese zähler die werte jede viertelstunde registrieren kann das verhalten der kunden rekonstruiert werden.

des weiteren sind die kosten gigantisch!
für österreich würde eine derartige umrüstung mehrere milliarden euro kosten!

Wolfgang Ullram
13
29.12.2011, 07:59
"Wir haben schon ab dem ersten intelligenten Zähler, den wir installiert haben, positive Effekte gespürt"

eh klar....denn die kassieren ganz schön happig für diese zähler
ersparen sich außendienst mitarbeiter zum ablesen

mehr arbeitslose

und der strom wird in spitzen teurer, aber in off zeiten nicht billiger

alles wird auf den konsumenten abgewälzt

klar dass sich die freuen

und datenschutz isz nicht gegeben....diese dinger sind offen für hackerattacken wie ein scheunentor.

keine hirngespinste sondern fakten aus europäischen testbetrieb.

dass die datenübertagung wie schon bei powerline den funkbetrieb und radioempfang als auch handies stört, ist da nur mehr itüpferl

pfui

die eu lobby -danke öttinger- wurde wieder mal bestens geschmiert von rwe, eon und vor allem den französischen atomstromlieferanten...

José Atento
12
29.12.2011, 01:52
Der nächste Schritt in den totalen Überwachungsstaat

Damitkann praktisch fast alles abgehört werden.
Z.B. wann jedes Gerät betrieben wird,... welches Fernsehprogramm gerade geschaut wird,...

Im April kommt dann die Vorratsdatenspeicherung.
...Bürgerfreiheit ade.

freigeist ungeist
00
29.12.2011, 10:05
Gegen Vorratsdatenspeicherung kann man unterschreiben

Vorratsdatenspeicherung

http://ohmscher-widerstand.blogspot.com/2011/12/s... erung.html

Walter Bimini
00
29.12.2011, 00:24
aus brüssel kommt selten etwas vernünftiges

staro brno
00
28.12.2011, 21:37

Und worin bestand nun der positive Effekt?

somussesnichtsein
01
29.12.2011, 08:07
es gibt keinen positiven effekt

aber es kostet milliarden....

Peter_23
17
28.12.2011, 21:48
-> Kunde hat bei gleichen Verbrauch eine höhere Stromrechnung

-> Das bedeutet mehr Gewinn für die EAG

-> positiver Effekt.

manniat
01
28.12.2011, 19:11

"Wir haben schon ab dem ersten intelligenten Zähler, den wir installiert haben, positive Effekte gespürt"

positiv für den Lieferanten oder den Kunden?

Peter_23
01
28.12.2011, 21:48
Lieferanten

Offensichtlich

Petra28
00
28.12.2011, 18:59
Kleine Unterschiede in den Kosten ...

"Die Kosten für den Rollout bezifferte der EAG-Manager mit 300 bis 400 Euro pro Gerät - periphere Kosten für den Datenweg inklusive."

im Vergleich zu
"Ein derartiges Gerät kostet derzeit zwischen 50 und 80 Euro pro Stück." gem. Aussage E-Control-Vorstand Walter Boltz

http://futurezone.at/future/55... edeckt.php

José Atento
00
29.12.2011, 01:56
Schon jetzt ist die Zählergebühr VIEL zu hoch.

Stromsparen zahlt sich für kleine Verbraucher nicht mehr aus, weil die Fixkosten bereits so hoch sind.

walter helfmann
01
29.12.2011, 00:59
der kunde darfs nicht kaufen, muss teuer mieten.

Der lachende Mann
00
28.12.2011, 21:06
Nur wenn es der Kunde selbst montiert

Waldorf and Statler
 
00
28.12.2011, 22:20

Eine halbe Stunde Arbeit wird dann mit 300 € verrechnet? Wusste nicht das SAP Berater auch Stromzähler tauschen.

Petra28
00
28.12.2011, 18:53
Dann hoffen wir mal das Beste ...

und lesen lieber nicht, was kritische Geister so schreiben ... das könnte den Positiveffekt vielleicht in ein anderes Licht rücken.

http://www.cybersecurityaustria.at/CSA/HOME_... it%202.pdf

Ruben Weil
03
28.12.2011, 18:50
Aus dem Verbrauchsprofil

lässt sich dann genau ablesen wann ich mich föne, die Pizza in den Ofen schiebe oder im Urlaub bin. Am besten die Daten gut vermarkten. Zusammen mit den GSM-Bewegungsdaten die bereits verkauft werden ein perfektes Instrument zur totalen Bürgerkontrolle!

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