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Oberstdorf 2006 (dritter Sieg im sechsten Weltcupversuch), Garmisch-Partenkirchen 2008 und 2010, Innsbruck 2010 sowie Bischofshofen 2007 - Gregor Schlierenzauer hat - etwa im Gegensatz zu Titelverteidiger Thomas Morgenstern, dem noch ein Erfolg im Garmischer Neujahrsspringen fehlt - alle Konkurrenzen der Vierschanzentournee zumindest schon einmal gewonnen. Allein, der statistisch erfolgreichste Skispringer der Gegenwart, der bisher rund 30 Prozent seiner Weltcupspringen siegreich einer Erledigung zugeführt hat, hüpft einem Gesamterfolg beim ersten Höhepunkt jeder Saison seit 1952 noch hinterher.
Am knappsten dran war der mittlerweile 21-jährige Stubaier 2007, als er 17,3 Punkte hinter dem Norweger Anders Jacobsen auf Rang zwei abschloss. 2008, als die Vierschanzentournee nach der witterungsbedingten Absage des Springens in Innsbruck mit zwei Konkurrenzen in Bischofshofen zu einer Dreischanzentournee mutierte, scheiterte Schlierenzauer in aussichtsreicher Position schon im ersten Durchgang des letzten Springens an der durch Regen aufgeweichten Anlaufspur. 2009 fehlten ihm als Gesamtdrittem hinter seinem Landsmann Wolfgang Loitzl und dem Schweizer Simon Ammann 36,6 Punkte auf den Triumph.
Vier seiner bisher fünf Tourneen hat Schlierenzauer zumindest als Mitfavorit in Angriff genommen. Lediglich in der Vorsaison hatten die Kollegen insgesamt nicht mit ihm zu rechnen, nachdem er wegen eines bei Materialtests in Seefeld erlittenen Innenbandrisses im rechten Knie nur langsam in Form gekommen war und die Springen in Oberstdorf und Garmisch auslassen musste.
Die 60. Tournee, die am Freitag auf der Schattenbergschanze im Oberallgäu anhebt, sieht Schlierenzauer erneut als ersten Anwärter auf den Gesamtsieg. Vor allem ihn meinen die österreichischen Trainer der Deutschen und Norweger, Werner Schuster und Alexander Stöckl, wenn sie behaupten, dass nach dem Drei- königsspringen in Bischofshofen eigentlich nur ein ÖSV-Athlet das Siegespodest zieren kann.
Fragezeichen Speed
Richard Schallert, Coach der Russen, nennt Schlierenzauer beim Namen, schränkt aber ein, dass dieser ein Geschwindigkeitshandicap in der Anfahrt abzulegen habe. "Wenn ihm das über Weihnachten gelungen ist, wird er nicht zu schlagen sein."
Schlierenzauer trägt seine Tourneebürde mit Würde. Es sei schließlich kein Staatsgeheimnis, dass er diesen Event einmal gewinnen wolle. Er vergisst aber auch nicht, auf Andreas Kofler zu verweisen, der schließlich vier der bisher sieben Saisonspringen für sich entschieden hat, während er selbst nur einmal, in der ersten Einzelkonkurrenz zu Harrachov, siegen konnte. Der Sturz zuletzt in Engelberg, sagt Schlierenzauer, spiele keine Rolle mehr. "Ich bin gut in Form und habe noch Reserven." Auch was seine Karriere als Ganzes betrifft. "Ich habe nie gesagt, dass der Tourneesieg jetzt passieren muss. Es kann jetzt oder in drei Jahren sein."
Simon Ammann eifert Schlierenzauer jedoch nur nach, was olympisches Einzelgold betrifft. In puncto Tournee empfiehlt sich das nicht. Der 30-Jährige geht zum 14. und wohl letzten Mal auf seinen ersten Gesamtsieg los. (Sigi Lützow aus Oberstdorf, DER STANDARD Printausgabe 29.12.2011)
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ich weiß nicht. während ich mich bei morgenstern, kofler oder loitzl über siege freuen kann, fällt's mir bei schlierenzauer schwer. im unterschied zu den anderen dreien ist er mir nämlich ziemlich unsympathisch. aber gut, das ist natürlich subjektiv.
sehe ich auch so! morgenstern grinst immer. egal ob schlecht oder gut. den finde ich richtig unheimlich. schlierenzauer hingegen ist einer der wenigen springer der sich traut den mund aufzumachen und auch mal kritische worte anschlägt. und er kann seine emotionen zeigen. positive wie negative. genau das macht ihn so speziell.
ich persönlich finde schlierenzauer sehr sympatisch, da er sehr direkt ist und auch diverse sachen anspricht und kritisiert. ich finde solche typen viel autentischer als jene-ohne namen zu nennen-die immer-auch bei niederlagen- freundlich in die kamera grinsen und sich dann im stillen kämmerlein halb tot ärgern. aber klar, das sei jedem selbst überlassen. ich mag schlierenzauer sehr, aber auch alle anderen ösv springer. mir ist die ganze truppe sehr sympatisch.
er gratuliert seinen kollegen sehr wohl und ich finde nichts dramatisches daran, dass er eher ein einzelkämpfer ist. skispringen ist kein mannschaftssport. und ich wüsste nicht, dass er den wind schon einmal als ausrede benutzt hat-, wie es des öfteren ein herr ammann tut, oder eine evensen usw...
wenn dem kerl nix passiert - ist er jetzt schon der skisprungguru für jahrzehnte...
er hat jetzt schon mit 21 jahren soviel weltcupspringen gewonnen wie der bisherige noch bis vor kurzem aktive leader... ahonnen
nur nykanen und und noch einer die seit jahrzehnten nicht mehr springen hatten noch mehr weltcup springen gewonnen...
schlierenzauer kann hier schon mit 21-22 ein neues all - time high aufstellen und dann noch locker 10 jahre in der weltelite mitspringen...
fast richtig, der "noch einer der seit jahrzehnten nicht mehr springt" ist adam malysz, und der war bis letzte saison noch sehr aktiv. aber ja, seine 39 siege und nykänens 46 wären für schlierenzauer noch zu schlagen. und wenn er sich nicht gröber verletzt sollte dem unterfangen nichts im wege stehn.
lieber standard ist es eigentlich so schwer diese ständig auftretenden fehler endlich mal zu beheben? wenn man selbst den aspruch hat eine qualitätszeitung zu sein hat, sollten doch fehler wie "Schlierenz-auer" oder letztens der "andreas koGler" doch eigentlich vermeidbar sein. falls nicht bewerbe ich mich hiermit als lektor. ;)
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