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Wien - Gut gelaunt und in einem Anflug von nicht ganz ironiefreier Bescheidenheit hoffte Dirigent Mariss Jansons bei der Programmpräsentation, dass sein zweites Neujahrskonzert "nicht schlechter ausfallen wird als mein erstes". Das erste indes, im Jahr 2006, war ziemlich gut. Und da der Lette bekanntermaßen ein akribischer Vorbereiter ist, scheinen die Qualitätsrisiken für das nahende Neujahrskonzert eher gering.
Worum es für ihn bei diesem Treffen vor allem mit den Stücken der Strauß-Dynastie geht? Es gehe um "eine positive Energie, welche die gesamte Welt an diesem Tag" bekommen sollte, so Jansons.
Unter den ausgewählten Stücken finden sich jedenfalls wie jedes Jahr auch bisher in diesem Rahmen noch nie gespielte: Zu den Neujahrskonzert-Debütanten zählen etwa Hans Christian Lumbyes Kopenhagener Eisenbahn-Dampf Galopp (als Reverenz an die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Dänemark), der Vaterländische Marsch von Johann und Josef Strauß, die Rathaus-Ball-Tänze und Entweder-oder! von Johann Strauß sowie Panorama und Walzer aus Dornröschen von Tschaikowsky. Diesmal sind übrigens auch die Wiener Sängerknaben Teil des Konzerts.
Für die Übertragung des Events ist heuer Regisseurin Karina Fibich verantwortlich, die mit 13 Kameras arbeiten wird - darunter erstmals mit einer Schwebekamera, einer sogenannten Camcat. Acht Kameras wiederum kümmern sich um die drei Liveballetteinlagen aus dem Oberen Schloss Belvedere, wo das Corps de Ballet des Wiener Staatsballetts die Choreografie von Davide Bombana umsetzen wird.
Zu den Rahmenbedingungen: Die Zusammenarbeit mit dem ORF wurde bis 2017 verlängert; auch hat Rolex seine Sponsorverbindung zu den Wiener Philharmonikern bis 2017 ausgedehnt. Und: Insgesamt werden der Ausstrahlung Seher aus 73 Ländern beiwohnen. Die entsprechende Doppel-CD erwerben sie diesmal bei Sony, und das ist kein schlechtes Omen: Auch Karajans und Kleibers Walzerideen erschienen einst bei diesem Major-Label. (tos / DER STANDARD, Printausgabe, 29.12.2011)
Am 1. Jänner um 11.15 ORF 2; um 20.15 auf ORF 3 (auch am 2. Jänner, 15. 30) und am 2. Jänner auf 3sat (20.15)
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Stimmt, man walzert sozusagen auch für die Gesundheit.
Wichtig ist allerdings, daß der Herzschrittmacher mit dem Takt korreliert, denn der zentrifugale Druck auf die Kniescheiben der älteren Damen und Herren brächte sonst unerwünschte Ergebnisse.
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