Wegen Mangels an Beweisen
Sarajevo - Die Staatsanwaltschaft im kleineren bosnischen
Landesteil, der Serbischen Republik, hat nach zwei Jahren ihre
Ermittlungen gegen den derzeitigen bosnisch-serbischen Präsidenten
Milorad Dodik und weitere sechs Personen wegen angeblicher
Finanzmachenschaften wegen mangelnder Beweise eingestellt, meldete
der TV-Sender RTRS in Banja Luka. Der einstige Regierungschef Dodik
und seine Mitarbeiter, unter ihnen mehrere Ex-Minister, waren
verdächtigt, durch den Bau eines neuen Regierungsgebäudes in Banja
Luka und der Autobahn zwischen Banja Luka und Gradiska (Staatsgrenze
zu Kroatien) dem Budget der bosnisch-serbischen Republik einen
Schaden im Wert von 57,5 Mio. Euro verursacht zu haben.
Es gebe keine Beweise, dass die Verdächtigten dem Budget der
Serbischen Republik Schaden zugefügt hätten, teilte die
Staatsanwaltschaft laut dem TV-Sender mit. Die Strafanzeige gegen
Dodik und weitere Personen wurde im Februar 2009 von der bosnischen
staatlichen Ermittlungs- und Schutzagentur SIPA eingereicht. (APA)