Anfragebeantwortung

Social Media-Auftritt Faymanns kostet jährlich 37.010 Euro

28. Dezember 2011, 13:47

Zwei Mitarbeiter im Bundespressedienst betreuen Kanzler-Accounts - Einmalige Pauschalentgelte 84.498 Euro

Die laufenden, jährlichen Kosten für den Social Media-Auftritt von Bundeskanzler Werner Faymann belaufen sich auf 37.010 Euro. Zum Start wurden insgesamt 84.498 Euro etwa für die Implementierung oder das Design ausgegeben, heißt es in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des BZÖ. Zwei der insgesamt acht Mitarbeiter des Bundespressedienstes kümmern sich um Faymanns Profile. Neue Planstellen seien hierfür nicht geschaffen worden.

Die einmaligen Pauschalentgelte bei Auftragsvergabe beliefen sich laut Anfragebeantwortung auf insgesamt 84.498 Euro. 3.965 Euro davon entfielen auf die Beratung der Social Media Policy und Guidelines. 4.680 Euro wurden für Design Styleguides aufgewendet. Für die Implementierung der Anwendung wurden 54.535 Euro gezahlt, für Mobile Tagging 12.650 Euro. Die Kosten für die Integration des 3D-Rundgangs beliefen sich auf 4.668 Euro, jene des Behördenfinders vom Modul Help.gv.at auf 4.000 Euro.

Monatlich fallen für die Wartung und den Betrieb des Moduls Bundeskanzler 1.640 Euro an, jährlich sind das 19.680 Euro. Für den Betrieb der Anwendung Help.gv.at sind es monatlich 240 Euro (jährlich 2.880 Euro). Das jährliche Pauschalentgelt für das Projektmanagement kommt auf 14.450 Euro. Die jährlich laufenden Kosten betragen somit insgesamt 37.010 Euro.

Zwei Mitarbeiter im Bundespressedienst betreuen Kanzler-Accounts

Laut Kanzleramt betreuen zwei Mitarbeiter des Bundespressedienstes Website, App, Facebook und Twitter. An Wochentagen (Montag bis Freitag) versieht jeweils eine Person von 8 bis 15 Uhr bzw. von 15 bis 22 Uhr Dienst. An Wochenenden und Feiertagen ist ein Mitarbeiter von 10 bis 18 Uhr tätig. An Wochentagen ist zwischen 9 und 17 Uhr zusätzlich ein Chef bzw. Chefin vom Dienst im Einsatz. Eine Vorgabe für die Anzahl von Tweets gibt es nicht.

Der Satire-Account "Werner Failmann" ist dem Bundeskanzleramt zwar bekannt, doch nicht, wer sich dahinter verbirgt: "Dies zu erforschen gehört auch nicht zu den Aufgaben des Bundeskanzleramtes." Dass dieser Account zahlreiche Leser verzeichnet, "liegt in der Natur der Sache", zumal satirisch-kritische Seiten bei einzelnen Zielgruppen höhere Attraktivität aufweisen, als Sachinfo dies tue.

Vorwürfe in Zusammenhang mit der Auftragsvergabe für den Kanzler-Auftritt im Web seien "nicht nachvollziehbar", das Vorgehen habe dem Bundesvergabegesetz entsprochen. Der Social Media-Auftritt sei jedenfalls für Information über Faymanns Funktion als Bundeskanzler vorgesehen. "Parteipolitische Aspekte, wie etwa Parteiveranstaltungen werden grundsätzlich nicht thematisiert", hieß es. Für seine persönlichen Postings auf Facebook verwendet der Kanzler übrigens ein iPad 2.

Der letzte Tweet auf Faymanns Twitteraccount stammt vom 22. November. Auf Facebook ist er hingegen tagesaktuell und berichtete zuletzt über das Arbeitsgespräch mit Vizekanzler Michael Spindelegger am Dienstag - und über den Besuch der Sternsinger, inklusive Bild. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 53
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darkwing
01
Ich habe....

....in meinem letzten Job so Zeug organisiert (Webauftritt, CMS, Facebook&Twitter, SEO,....)
wenn ich auch nur halb soviel Geld dafür rausgeworfen hätte - naja, dann hätte mein Chef mich auch rausgeworfen, und zwar im hohen Bogen, Und das zurecht.
HIER WERDEN STEURGELDER GROB FAHRLÄSSIG VERBRATEN!!!!

woifee 0.0
00

Wo wir schon bei Sachinfo sind:

http://derstandard.at/132548554... nterurlaub

Was soll denn das für eine Sachinfo sein?

Der Logik nach dürfte aber Wikipedia in Österreich auch kaum Aufrufe haben...

Dieses Posting wurde zensuriert
00
seine facebook-tante

war ja angeblich vorher halbtagskraft in einem fitnessstudio

aenema_lateralis
 
00
also..

...fuer sowas schnalle ich den guertel gern etwas enger!

soschl media ist wirklich wichtig, auch in zukunft!

the Uberist
00
30.12.2011, 12:00

Hr Faymann, ich machs um die Hälfte! ;)

Fernando Castro
02
30.12.2011, 05:54
Faymann ist rücktrittsreif! Sachverständiger und Staatsanwalt sind gefragt.

Das ist korrupt und Verschwendung von Steuergeld.
Erstens sollte sich Faymann die Webseite von richtigen Profis machen lassen.
Zweitens sind die genannten Preise eine Verschwendung von Steuergeld.
Denn Profis machen ein besseres Produkt zu einem Zehntel der genannten Preise.
Jährliche Kosten von 37 010 Euro. 84 498 Euro wurde für die Implementierung des Designs ausgegeben? Entweder ist Faymann Betrügern aufgesessen oder die Gelder sind für irgendwas anderes verschwendet worden. Das Produkt ist keinesfalls so toll, dass die Preise auch nur annähernd gerechtfertigt sind. Ein Sachverständiger sollte hier für Klarheit schaffen. Der wird feststellen, dass da etwas nicht stimmt.

young dracula bites twilight
01
30.12.2011, 20:47

5x die FB-Seite umbauen und der Betrag ist erreicht (5x Abriß und 5x Neuaufbau).

Funktioniert doch auch bei öffentlichen Bauten. :)

Natürlich alles zu Kosten des Kunden/Steuerzahlers.

pepe123
00
30.12.2011, 07:04

STIMMT GENAU !

Miles Edgeworth
01
29.12.2011, 18:37

3000€ im Monat ist nicht sehr viel für die Betreuung einer FB-Page, solche (und höhere) Beträge findet man auch in der Privatwirtschaft.

Bloß das Set-up sollte eigentlich fast nix kosten, vielleicht ein paar Tausender für Grafiken / Tabs. Da sind die Kosten total überzogen.

Ob es *sinnvoll* ist, ist eine ganz andere Frage. Aber es wird hier keinesfalls sehr viel höher als der Marktpreis eingekauft.

Neil McCauley
00
29.12.2011, 15:12
wenn man bedenkt,

dass in dieser Summe noch die Tantiemen fuer die Leute beinhaltet sind, die ihre Identitaeten an Faymann als "Freund etc." auf Facebook leihen, erscheint es mir sogar relativ guenstig :)))

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
29.12.2011, 14:52
Was wird erst mit den 250.000 Fluffies gemacht worden sein...

... für die "Homepageaffäre KHG"? Oder sind die mickrigen 120.000 Fluffies die Erklärung für Faymanns schlechte Performance über das Internet? (C;

gerry mandering
01
29.12.2011, 14:49

gibt es keinen Zwergen Rabatt

Bekka
 
11
29.12.2011, 13:40
84.498 Euro etwa für die Implementierung oder das Design ausgegeben

Man muss bedenken, dass man sich auf so einen Auftritt jahrelang gewissenhaft vorbereiten muss (inklusive Informatikstudium der Sachbearbeiter).

Die paar tausend sind da schnell weg.

labyrinth
05
29.12.2011, 13:29
frechheit

ich find das einfach eine frechheit, das soll sich jeder Politiker selber zahlen, gfälligst!

young dracula bites twilight
00
29.12.2011, 12:35

Wieviel wird wohl google+ kosten?

10.000, 20.000, 30.000? Wer bietet mehr?

lord sinclair
14
29.12.2011, 11:37
wie? was? wer?

mein facebook-auftritt kostet nix und genau gar nix!

wie schafft es failman knapp 40k an euros für diesen schwachsinn auszugeben?

es ist einfach nur mehr zum haareraufen wofür steuergelder ausgegeben werden.

so wie heute in der printausgabe: eine ganze seite werbung der önb für den euro...gehts noch? die währung haben wir sowieso - wofür noch werbung dafür machen?!?

ihr staatlichen einrichtungen habt nicht den geringsten verstand von marketing, aber werbung für euren schwachsinn machen...

*kopfschüttel*

Barney Gumble1
01
29.12.2011, 11:11
Vorbild Kanzler

Schaut´s her liebe Bürger, so geht´s das Sparen!

informelle Information
01
29.12.2011, 11:24

ein wirtschaftliches Verlustgeschäft namens Faymann

rollie63
11
29.12.2011, 11:10

gegenüber grassers (witz)homepage (283.424 €) ist das ja eh schon billig. die roten gehen schon verantwortlich mit unserm geld um.

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
29.12.2011, 14:54
Ups.

Ich habe so etwas ähnliches auch gerade geschrieben. Habe Ihr Post erst jetzt gelesen und wollte eigentlich für keine Wiederholung sorgen!

Der wilde Erwin
00
29.12.2011, 11:03

Irgendwie nervt diese Debatte rund um "Facemann" schon ein bisschen, andererseits ist die Geschichte herrlich entlarvend.

Unbezahlte Anzeige
03
29.12.2011, 10:36
Zu blöd ich?

"Die Kosten für die Integration des 3D-Rundgangs beliefen sich auf 4.668 Euro"
Das ist ein stinknormaler Link - oder verstehe ich es nicht?

Ich habe öfter mal mit solchen Sachen zu tun, und weiß auch, dass nicht immer alles so ganz einfach ist, und dass die realen Kosten unterschätzt werden.

Aber das sind Summen, die einfach jenseits sind.

Auch ein Bundeskanzler darf nicht 30€ für eine Wurstsemmel zahlen. Schlichtweg, weil er nicht grenzenlos dumm sein darf.

01052004
01
29.12.2011, 10:03
na bumm

das haben der niko und die laura aber gut gemacht: jetzt müssen sie dem werner nur noch beibringen, wie man das parteifördernd nutzt...

und lieber werner faymann, bundeskanzler: nein, du sollst nicht auf jeden button klicken, den du siehst...

Android1337
00
29.12.2011, 09:16
Für unseren geliebten Führer und Bundeskanzler darf uns nichts zu teuer sein!

Herbert Reinsch
03
29.12.2011, 09:12
passt

passt ganz gut zum gesamtauftritt unseres bundeskanzlers. dass er sich total lächerlich macht, fällt ihm nicht auf. wahrscheinlich hat ihm die lustige laura r. erklärt, dass er urcool wirkt, wenn er bei facebook & co einen account hat. dass das ganze urpeinlich wird war klar, dass das aber auch noch urviel kohle kostet, das ist schlimm. aber nehmen wir´s halt mit humor, denn sonst wäre es es zum weinen.

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