Sparpaket

Entacher warnt vor Einsparungen

28. Dezember 2011, 13:49

Generalstabschef sieht dreistelliges Sparvolumen auf Bundesheer zukommen

Wien - Der Anfang November wieder in seinen Posten zurückgekehrte Generalstabschef Edmund Entacher rechnet im Rahmen des anstehenden Sparpaketes mit starken Einschnitten für das Bundesheer. "Ich fürchte offen gestanden Arges", sagte er am Mittwoch im Ö1-"Mittagsjournal". Die Einsparungen werden das Verteidigungsressort "ganz erheblich" betreffen, so seine Prognose.

Entacher rechnet mit einer dreistelligen Millionen-Summe, die das Heer einsparen muss. "Da braucht man kein Prophet sein", sagte der Generalstabschef. "So wie es den gesamten Staat erheblich belasten wird, wird es uns noch mehr belasten."

Konkrete Zahlen konnte Entacher noch nicht nennen, dazu brauche es die endgültigen Zahlen. Wenn diese darliegen, dann "müssen wir das Budget auf den Kopf stellen" und "von Grund auf" neu planen, sagte er. Auf die Frage, ob das Heer damit weiter ausbluten werde, sagte er: "Zwingend, ja." Das Heer habe dabei nur die Möglichkeit, vom Sachaufwand wegzunehmen, das bedeute "weniger Investment, weniger Betrieb".

Schließung der Heerespitäler möglich

Nicht vorstellen kann sich Entacher, dass man - wie im Zuge der Debatte um das Sparpaket diskutiert - Heeresspitäler komplett schließen kann. "Gut vorstellbar" sei aber "ein ziemlich starkes Umstrukturieren", sagte er. Dies könne die Aufgabe von Bettenkapazitäten oder auch Stellenabbau bedeuten. Aber das Heer brauche "eine gewisse Substanz" auch in diesem Bereich, betonte er.

Zu seiner zwischenzeitlichen Absetzung durch Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) sagte Entacher, diese habe sich in der Arbeit nicht merklich ausgewirkt. Er habe in der Zusammenarbeit mit dem Ressortchef "keine Änderung feststellen müssen, wir arbeiten auf professioneller Basis, das ist bisher ganz gut gegangen." Darabos hatte den Generalstabschef im Jänner abberufen, nachdem dieser die Plänen des Ministers, die Wehrpflicht abzuschaffen, kritisiert hatte. Im November hob die Berufungskommission beim Bundeskanzleramt den Versetzungsbescheid auf. Darabos musste Entacher daraufhin wieder an seinen alten Posten zurückkehren lassen. (APA)

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Ingrid Goeschl
25
30.12.2011, 11:43

Entacher zum Thema Bundesheer zu befragen ist ungefähr so sinnvoll wie die Lehrergewerkschaft zu befragen, ob sie für Lohnerhöhungen für Lehrer ist.

Lünz
13
31.12.2011, 11:34
Und mit Darabos über das BH zu diskutieren ist so sinnvoll wie mit einer Kuh übers Schwimmen.

h 90
11

Sie werden doch nicht Kuehe mit Darabos vergleichen.
Ich werd Sie gleich bei Greenpeace melden. So eine Kuhbeleidigung.

straßenkehrer
01
31.12.2011, 17:47

Aber eine Kuh kann schwimmen.

straßenkehrer
11
30.12.2011, 12:41

Sehr richtige Aussage, aber möglicherweise hat ihn gar niemand gefragt.

Allerdings, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel im Kessel von Stalingrad, wo 150000 deutsche Soldaten entweder verblutet, erfroren oder verhungert sind, alle Generäle wieder unbeschadet in die Heimat zurückkehrten, kann man ihnen einen gewissen Instinkt für Prioritäten nicht absprechen.

Cpu
10
31.12.2011, 12:25
Schwachsinn,

Es sind einige Generäle in Stalingrad gefallen (z.B. General Karl Eibl und General Martin Wandel um nur 2 zu nennen) und der Kdt Paulus war 10 Jahre in russischer Gefangenschaft . Lernens Geschichte oder gehens wieder Straßen kehren bevors Ihren polemischen Müll hier absondern

straßenkehrer
02
31.12.2011, 16:08

General Karl Eibl aus Bad Goisern ist am 21.01.1943 bei einer Frontbesichtigung im Raum Kirovograd tödlich verletzt worden und General Martin Wandl ist am 14.01.1943 im Südabschnitt der Ostfront gefallen, diese von Ihnen genannten Generäle haben also mit meiner Feststellung, die sich auf den Kessel von Stalingrad bezieht überhaupt nichts zu tun.

Was GFM Paulus betrifft war der schon russischer Kriegsgefangenschaft allerdings mit Chauffeur und Swimmingpool und ist auch völlig unversehrt wieder nach Hause gekommen.

Ich weiß jetzt nicht aus welchen Gründen sie meinen Beitrag offensichtlich nicht verstanden haben, aber nur so viel - bei den Straßenkehrern würdrn Sie sichs schwer tun.

Ingrid Goeschl
00
30.12.2011, 13:39

Bingo!

tock tock tock
00
29.12.2011, 14:54

Wenn jemand *exakt* vorhersagen kann, wie es in der EU in 25 Jahren aussehen wird, dann könnte man ev. dran denken, das Heer abzuschaffen.

1x1
30
29.12.2011, 21:25

Das kann niemand. Entsprechend wäre es sicherer das Militär abzuschaffen, weil es (wie 2011 in vielen Beispielen ersichtlich) in den meisten Einsatzfällen gegen die eigene Bevölkerung losgeht.

tock tock tock
03
29.12.2011, 21:28
So, so ...

... wie oft ist das ÖBH auf die eigene Bevölkerung losgegangen und wie oft war es für die eigene Bevölkerung zur Stelle?

Ich finds nur mehr peinlich wenn Leut die Abschaffung des Heeres fordern. Das zeigt, dass diese Leute zwar irgendwelche Forderungen stellen, sich aber noch nicht mal ansatzweise Gendanken über Konsequenzen gemacht haben. (Oder "Wunschdenken" mit "Denken" verwechseln!)

albert bickel
00
30.12.2011, 09:17
So,So

einmal,1934.

Lünz
00
31.12.2011, 11:37

1934 spielte das Berufsheer aber eine eher bescheidene Rolle im Vergleich zu den Zahlnmäßig weit stärkeren Privatarmeen der Parteien.

Lazarus Long
11
30.12.2011, 13:08
Dabei handelte es sich auch um eine Berufsarmee.

Ein Umstand der derzeit nicht gegeben ist!

1x1
10
29.12.2011, 21:42

Ich hoffe, dass die Statistik positiv ausgeht. (Je nach Interpretation von "Österreich" und Ausblendung gewisser geschichtlicher Zeitabschnitte.)

Direkte Konsequenzen sehe ich momentan darin, dass es keine Zivildiener mehr gäbe. Und das wäre sofort spürbar. Ansonsten sehe ich keine Konsequenzen.

tock tock tock
00
29.12.2011, 15:14

Witzigerweise konnte hier aber keiner nicht mal ein Jahr im Vorraus den "arabischen Frühling" vorraussagen ...

1x1
30
29.12.2011, 21:51

"Arabischer Frühling" - klassisches Beispiel wofür das Miltär meistens verwendet wird: gegen die eigene Bevölkerung.

h 90
00

noja.....Das Militaer auf Seiten der Bevoelkerung, das Militaer zur Haelfte auf der einen, zur anderen Haelfte auf der anderen Seite und das Militaer auf Seite des Diktators.
Da gabs wohl alles. Wobei ja zb. Libyen auch mehr als die Haelfte der Bevoelkerung auf Seiten des Diktators war.

master_of_disaster1
03
30.12.2011, 13:58
Bei den Umstürzen in den...

arabischen Staaten wurde vernehmlich die Polizei von den Machthabern gegen die eigenen Bürger eingesetzt. Das Militär bezog meist eine neutrale Stellung oder stellte sich letztendlich auf die Seite des Volkes.

Folglich müsste man nach Ihrer Argumentation in Österreich die Polizei und nicht das Bundesheer abschaffen.

Also bitte - zuerst denken und dann schreiben! Und nicht vorschnell polemisieren!

sir osis of liver
 
01
30.12.2011, 14:03

wenn ich daran denke - WER in österreich in den letzten jahren für die polizei verantwortlich ist und war; oh wie recht sie haben.

Randalf X.
27
29.12.2011, 14:36
Interessant, daß die Poster nichts aus den letzten 60 Jahren gelernt haben

Da haben wir das BH 3 mal für militärische Zwecke und unzählige male für zivile Zwecke benötigt. Vor den letzten beiden militärischen Krisen waren die BH-Abschaffer schon voll dabei dieses zu demontieren und dann crash.

Die Österreicher vergessen sehr schnell.

Wenn das so weiter geht stehen wir eines Tages vor einer militärischen Krise ohne BH. Und dann gute Nacht.

1x1
31
29.12.2011, 21:32
Die Poster lernen schnell

Wir sind inzwischen von der EU umzingelt und brauchen das Heer definitiv nicht zur Verteidigung. (Die Nichtwahl von Strache und anderen Hetzpredigern vorausgesetzt.)
Die zivilen Einsätze wird man - so es kein Militär mehr geben sollte - zivil regeln.

Folgendes...
 
00

1990 waren wir auch von friedliebenden Nachbarstaaten umzingelt... 1991 waren wir recht froh, dass ein Militär da war.

Lünz
01
31.12.2011, 11:43

Sollte es jemals zu einer gesamteuropäischen Verteidigungsstrategie kommen, wird auch Österreich etwas dazu beitragen müssen (die österreichische "die anderen erledigen das eh für uns" Schnorrermentalität wird sich dann eher nicht durchsetzen)

Jukebox
21
29.12.2011, 14:23

Diese Armee hat mehr als genug Geld.

Das Problem der ganzen Entachers ist, dass es aufgrund gröbster Planungsfehler und Fehlentscheidungen vergeudet wird (zB Libanon-Einsatz).

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