Rückzieher in Japan

10.000 Touristen gehen leer aus

28. Dezember 2011, 13:45
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    foto: shuji kajiyama/ap/dapd

    So schön wär's gewesen, gratis nach Japan zu fliegen.

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    foto: koji sasahara/ap/dapd

    Für jene, die gehofft hatten, gratis nach Japan zu kommen, ist der Traum mit dem Budgetbeschluss der japanischen Regierung nun geplatzt. Die Tourismusbehörde bedauert und bittet um Verständnis.

Nachdem die japanischen Tourismusbehörde 10.000 Freiflüge für Touristen versprochen hat, macht die Regierung jetzt aus Geldmangel einen Rückzieher

Im Oktober 2011 versprach die japanische Tourismusbehörde 10.000 Freiflüge nach Japan, um den Tourismus nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 wieder anzukurbeln (derStandard.at berichtete). Jetzt macht Japan einen Rückzieher, nachdem bereits Menschen auf der ganzen Welt sich gemeldet haben, um das Angebot zu nutzen.

Kein Geld vorhanden

Das Budget für die Aktion "Fly to Japan!" wurde von der japanischen Regierung nun allerdings nicht genehmigt, wie die Tourismusbehörde meldet. Sämtliche Freiflüge sind somit gestrichen. Als Grund dafür werden die Arbeiten zum Wiederaufbau nach der Erdbebenkatastrophe genannt, die zwar dank internationaler Hilfe, gut voran gingen, aber noch immer andauern würden.

Tourismusbehörde bedauert

"Wie sind uns bewusst, dass diese Entscheidung tausende Menschen auf der ganzen Welt enttäuscht, aber wir hoffen auch, dass die Menschen verstehen können, welche immensen Kosten diese Freiflüge verursachen würden, während in den Städten und Dörfern noch immer die Aufbauarbeiten weitergehen. Die zur Verfügung stehenden Geldmittel müssen für den Wiederaufbau verwendet werden. Außerdem wollen wir nicht, dass die Menschen den Eindruck bekommen, dass die internationalen Hilfsgelder zum Wiederaufbau dafür verwendet werden, Freiflüge für Touristen zu finanzieren", erklärt Kylie Clark von der Tourismusbehörde in Japan.

Gäste sollen trotzdem kommen

Gleichzeitig bittet Clark darum, trotzdem nach Japan zu kommen und das Land zu besuchen. Man erwarte die Touristen noch herzlicher als je zuvor. Die populärsten Touristenziele, nämlich Tokyo, Kyoto, Hakone, Osaka, Hiroshima, Sapporo und Okinawa, lägen zudem außerhalb der Erdbeben- und Tsunamigebiete und es gäbe zahlreiche günstige Möglichkeiten, das Land zu bereisen. (red/derStandard.at/28.12.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 49
1 2
Aha103
05
29.12.2011, 13:35
Naja

mit so einem teuren Yen, und Fukushima Geldspenden fuer Walfang zu verwenden - wird halt nicht so gut werden

Der Kluge
00
30.12.2011, 20:34

Fukushima Geldspenden?

Der Sachschaden von 165 Mrd. Euro (Weltbank, wikipedia; 50.000 Häuser, 250.000 PKWs) hat sehr wenig mit dem AKW-Vorfall Fukushima zu tun, und sehr viel mit dem "Tohoku-Erdbeben".

Dass 20 Mio in die Unterstützung von Fischerei und Walfang fließen ist aus japanischer Sicht nur sinnvoll. Es geht nicht um Atom-paranoia sondern um Arbeitsplätze und Infrastruktur.

sh1182
22
29.12.2011, 12:37
So ein Blödsinn!

Versprochen wurde gar nichts, die 'Japan Tourism Agency' machte letztes Jahr nur einen Vorschlag mit den Freiflügen zwecks Ankurbelung des Tourismus.
Dass die internationalen Medien das Ganze jedoch gleich großartig anpreisen und sich unzählige Schnorrer aus aller Herren Länder gleich bewerben (obwohl es nicht einmal eine offizielle Seite zum Bewerben gibt), dafür kann aber nicht einmal die japanische Regierung etwas.

Keyser
00
30.12.2011, 01:59

In diesem Jahr. Noch ist hier 2011. :)

Fritz Meyer
00
29.12.2011, 07:27
Die armseligste Regierung...

die sich die dortige Lobby mit Geld kaufen konnte.

brezelbub
01
29.12.2011, 08:16
...zum Unterschied von unseren Unbestechlichen.....

Keyser
00
29.12.2011, 02:36

Zannen desu yo ne! Naja, muss ich halt selber löhnen, was wohl auch passiert wäre - hätte das tatsächlich stattgefunden. Bei meinem Glück und den tausenden zu erwartenden Bewerbern, hätte ich doch niemals da ein Ticket ergattert. Was solls. So ist das Leben, eben.

cyber ferkel
35
28.12.2011, 21:44
Rassismus pur!

"Man erwarte die Touristen noch herzlicher als je zuvor"

Aha, ich habe aber am eigenen Leib erfahren, dass "Westerners" nicht in jedes Restaurant und in jede Bar hineindürfen. Dort gilt meist: "Japanese only".

euroschilling
02
30.12.2011, 13:59
meinst?

"meist" ganz sicher nicht! (Und falls doch mal, dann, zu 97%, wegen der fehlenden sprach- und kultur-kenntnisse der gai-jin. [z.b.: eingeseifter gai-jin springt ins heiße bad])

Klaus Stiefel
01
31.12.2011, 03:05
ja das sagen die Japaner auch immer

dass die poesen Gaijin selber schuld sind am Rasissmus gegen sie.

Rene Stangeler
19
28.12.2011, 22:10
Eigenartig, sie müssen

in einem anderen Japan als ich (wiederholt) war. Mir wurde in keinem Lokal ('Restaurants, Bars, Clubs) der Zutritt verweigert. Die einzigen Aufschriften "Japanes only" sah ich im Rotlichtviertel von Tokio. Dort gibts diese Schilder allerdings, wie mir eine japanische Freundin erklärte, nur deshalb da Touristen ohnehin nur zum "gucken" reinkämen, die Sprachbarriere meist unüberwindbar ist und es den Touristen ohnehin zu teuer sei die Dienste der Mädels in Anspruch zu nehmen. Kurz, man will sich das Gscher mit den Gaijin ersparen. Aber keine Bange, wenn sie japanisch sprechen lässt man sie auch in den Puff, Geschäft ist Geschäft.

miurakaigan
00

Das habe ich nur einmal in Wakkanai am nördlichsten Zipfel Hokkaidos erlebt. Grund waren die russischen Besucher dort oben. Wenn man etwas Japanisch kann und sich normal benimmt kommt man aber auch dort problemlos rein. Ja, selbst in die berühmten "Japanese only" Onsen.

Klaus Stiefel
24
30.12.2011, 12:11
nicht in jedem Restaurant

aber wirklich selten sind "Japanese only" Schilder sicher nicht. Plus, teilweise wird man auch ohne Schild abgewiesen oder in einen separaten Raum, bei halbleerem Restaurant, gesetzt.

Es handelt sich da ganz sicher nicht nur um Rotlichtestablishments.

Also, verstrahlt, rassisitisch, Hilfsgelder fuer den Wahlfang und jetzt falsche Versprechungen -> da muss man nicht hin.

euroschilling
21
30.12.2011, 14:01

was reden sie für einen stiefel. ich kann nichts davon bestätigen!

Klaus Stiefel
02
31.12.2011, 03:03
super Witz mit meinem Namen

zeugt von Niveau.

Hab 5 Jahre dort gelebt. Sie sollten vieleicht genauer hinschauen wenn Sie wieder mal dort sind.

cyber ferkel
12
28.12.2011, 22:21

Ich war/bin oftmals in Japan und weiß wovon ich rede...

hänk muhdi
04
29.12.2011, 19:46
Asoabledsinn!

Ich war/bin auch viel in Japan, von 2006 bis 2008 praktisch durchgehend, und ich bin noch nie irgendwo nicht reingekommen. Ich treib mich allerdings auch selten im Kabukicho herum ;)

bittemehrniveau
03
28.12.2011, 22:39

also ich hatte nie ein problem. kommt wohl aufs auftreten an. wenn a paar brocken einheimisch sprechen, kommens überal hin

Enrico Dal Vero
53
29.12.2011, 14:37
Richtig - gerade in Japan ist das benehmen wichtig.

Ich hatte weder alleine, noch mit meiner Frau Probleme in ein Restaurant zu "dürfen" und bin eher freudig bedient worden.
Allerdings lieben wir asiatische Küche und essen mit Stäbchen, besser als manche Einheimische.
Aber wenn man sich schon "cyber ferkel" nennt, benimmt man sich wahrscheinlich auch so.
Oder soll der Name nur lustig sein?

Heavyweather
01
30.12.2011, 15:32

Benehmen ist in Japan nur eine Umschreibung für die faschistoide Grundhaltung der Gesellschaft.

Aber was soll auch schon herauskommen wenn man so viele Menschen auf so kleinem Raum zusammenzwängt.

Heavyweather
02
30.12.2011, 15:31

Bei dem was man in Japan zu essen bekommt ist der Schachtelwirt sogar eine gute Alternative.
Ich bliebe immer im Hotel...da kommen die Nutten übrigens auch hin...

Die japanische Kultur ist nicht sehr offen oder einladend. Auf Urlaub müsste ich da nicht hin fliegen. Was würde man dort machen? Bissi Landschaft schaun und die Leute möglichst meiden?

stronsi
01
30.12.2011, 12:46

Echt? Sie können das? Mit Stäbchen essen? Toll!

Andreas Sturmlechner
02
28.12.2011, 20:58
Japan

ist ein sensationell schönes Land, hier sind viele Bilder für eine kurze Reise nach Japan im Kopf:
http://www.sturmlechner.at/fotos/japan
Viel Vergnügen!
A

miurakaigan
00

Kann das nur bestätigen. Außerdem hat Japan noch viel mehr zu bieten als Tokyo, Osaka, Kyoto und Hiroshima!

http://miurakaigan.blogspot.com/search/label/Japan

Rene Stangeler
04
28.12.2011, 22:18
Tolles Land, tolle Menschen

Werde im Herbst wieder ein paar Wochen das Land bereisen. Überlege nach der Pensionierung nach Japan zu übersiedeln.Ausserhalb der Ballungszentren ist das Leben nicht mal so teuer, da der Hauptbrocken, die hohen Wohnungsmieten wegfallen. Dinge für das alltägliche Leben sind nicht besonders teuer.

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