Tracking

CameraTrace spürt gestohlene Kameras auf

28. Dezember 2011, 13:16
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Registrierung mit Seriennummer kostet 10 Dollar - Software warnt Besitzer bei Upload von Fotos

Jene, die eine Digitalkamera vom Christkind bekommen haben, oder auch davor schon eine hatten, sollten einen Moment innehalten und die Seriennummer des Geräts notieren. Die Firma GadgetTrak hat mit CameraTrace einen neuen Dienst zur Verfügung gestellt, der beim Auffinden einer gestohlenen Kamera hilft. 

Warnung bei unrechtmäßigem Foto-Upload

Die Registrierung auf der Website kostet zehn US-Dollar, wobei die Seriennummer der Kamera eingegeben wird. Nach einer Diebstahlsmeldung, wird man per E-Mail darüber informiert, wenn jemand versucht, Fotos von der Kamera hochzuladen. Zudem können NutzerInnen auch die CameraTrace Datenbank aus fünf Milliarden Bildern durchforsten. Unautorisierte Personen können so ausfindig gemacht werden. Auch Fotografen können so herausfinden, mit der Nutzung ihrer Bilder gegen das Urheberrecht verstößt.

Elf Millionen registrierte Kameras

Nach einer jahrelangen Beta-Phase startet CameraTrace nun offiziell mit einer Datenbank von elf Millionen Kameras und 300 Modellen. Die Bilder-Datenbank umfasst alle Fotos, die seit 2006 hochgeladen wurden. Diese Zahl wird durch den Kooperationspartner mit CPUsage Grid Computing Technology aktuell gehalten.

Gratis-Konkurrenz

Der ähnliche und kostenlose Dienst Stolen Camera Finder hat laut eigenen Angaben rund 14 Millionen registrierte Kameras in seiner Datenbank. Neben den Kosten gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen den Services: CameraTrace warnt die BesitzerInnen der Kamera beim versuchten Foto-Upload, beim Gratis-Dienst müssen Betroffene selbst suchen. 

Es funktioniert

Weitere Produkte des Unternehmens sind Tracking-Dienste für Smartphones und Laptops. Erfolgsberichte über CameraTrace gab es bereits unter anderem von Gizmodo, als ein Fotograf seine Ausrüstung im Wert von 9,000 US-Dollar zurückbekam.

Das Wichtigste bei beiden Services ist, dass man sich irgendwo die Seriennummer notiert hat. Eine Registrierung ist auch nach dem Verlust oder Diebstahl der Kamera möglich. (ez, derStandard.at, 28.12.2011)

Kommentar posten
15 Postings
banditsteve
21
28.12.2011, 19:06
Warum lädt man Fotos hoch ?

Warum laden Leute Fotos hoch und vor allem
wohin ?
Ich mach auch viele Bilder aber die habe ich alle bei mir auf meinem PC und net irgendwo im Netz.

Neuer Nick neues Glück
01
29.12.2011, 11:36

Das kann man nur verstehen wenn man Freunde hat.

Gerhard Müller
02
28.12.2011, 22:21
Wikimedia Commons zum Beispiel?

ist doch eine gute Sache!

Charlie Brown
02
28.12.2011, 21:16

Um sie Menschen zu zeigen, die nicht im Zimmer nebenan wohnen?

Die kritische Stimme
04
28.12.2011, 16:50
Jetzt dauert es vermutlich...

... noch 6 Monate, dann weiß jeder Dieb weltweit, dass er die EXIF-Daten vor dem Hochladen von Fotos löschen muss...

Was ich übrigens jedem empfehlen würde, denn die Seriennummer der Kamera z.B. (so überhaupt darin vorhanden) geht nämlich schon aus Datenschutzgründen die Milliarden unbekannten Internetuser nichts an. Außerdem könnte man aus den Fotos mit derselben Seriennummer so schön ein Persönlichkeitsprofil erstellen. Die CIA freut sich!

Ausnahmen sind natürlich EXIF-Datenfelder, die man behalten will, bzw. nachträglich ausfüllt, z.B. das Copyright für Profifotos.

znarfdwarf
00

Die EXIF-Makernote mit der Seriennummer kann relativ leicht aus dem Foto verschwinden (z.B. durch Konvertierung nach JPEG oder mit ExifTool).

Allerdings lassen sich EXIF-Metadaten heutzutage auch schon im Browser via Javascript auslesen, d.h. flickr könnte in seinem In-Browser-Uploader zuerst die Seriennummer bestimmen und dann erst das Foto verkleinern.

Ein weiterer Use-Case wäre, dass der Käufer einer gebrauchten DigiCam gezielt ein Foto hochlädt, um zu verifizieren, dass sie nicht gestohlen wurde.

Worauf der Artikel leider nicht eingeht, ist die Plausibilitätsprüfung beim Registrieren einer Kamera. Durch Ändern der Seriennummer im hochgeladenen Bild könnte ich mich ja als Eigentümer von 100en Kameras ausgeben.

Gummibam aus Surinam
00
29.12.2011, 07:59

Auch schreiben nicht alle Kameras ihre Seriennummer in die Exifdaten. Dafür schreiben manche SLRs die Seriennummern der Objektive auch hinein. Lässt sich alles mit Exiftool bearbeiten.

Herman Toothrot
00
29.12.2011, 11:12

der der eine kamera vom dieb kauft und nicht weiß dass es eine geklaute ist, weiß aber nicht dass er die exif daten entfernen muss (außer den ganz allgemeinen gründen)

Richard5253
02
28.12.2011, 14:01
Die Dienste überzeugen mich nicht

Habe seit 2009 ca 6000 Fotos auf Flickr hochgeladen und keiner der beiden findet auch nur eines.

znarfdwarf
00

liegt wohl daran, dass du deine Bilder vor dem Upload in JPEG konvertiert/verkleinert hast. Dabei geht meist auch die Exif-Metadaten verloren (zumindest die Seriennummer, weil die steht in einer proprietären Makernote).

Gummibam aus Surinam
00
29.12.2011, 07:50

Flickr behält die Exifdaten nur in den Originalbildern. Die kleiner gerechneten Ansichten haben keine. Und wenn man kein zahlender Pro-User ist, gibt es immer nur verkleinerte Ansichten.

znarfdwarf
00

Flickr speichert von den hochgeladenen Bildern sehr wohl EXIF-Daten (mit ExifTool), auf die programmatisch über die Flickr-API zugegriffen werden kann (ohne dass das Originalbild geladen werden müsste).

Allerdings setzt der Zugriff entsprechende Berechtigungen des Uploaders voraus, zudem ist die Anzahl der API-Aufrufe limitiert.

Mich wundert eher, dass die Schnarchnasen bei flickr noch nicht selber auf diese Idee gekommen sind, die Daten dazu hätten sie ja.

eristalis
00
28.12.2011, 16:15

Exif enthalten?

Das zeigt auch die Schwäche des Systems. Diebe müssen so blöd sein und Fotos mit Original-Exifdaten hochladen.

ManDi77
00
29.12.2011, 09:15

Erwischen wird es auch in erster Linien dann den Dodel, der eine gestohlene Kamera gekauft hat und seine Urlaubsfotos davon hochladet ....

Richard5253
00
28.12.2011, 18:47

Exif enthalten, aber nur sichtbar für den eingeloggten User (mich) oder einen guten Hacker, nicht aber die Suchmaschine

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