Wehrpflicht

Rekordzahl an Zivildienern im Jahr 2011

28. Dezember 2011, 12:24

Mehr als 14.000 Zivildiensterklärungen - Bedarf der Trägerorganisationen zu 97 Prozent abgedeckt

Wien - Der Zulauf zum Zivildienst war im auslaufenden Jahr 2011 so stark wie noch nie in seiner mittlerweile 36-jährigen Geschichte. Mehr als 14.000 Wehrpflichtige haben sich heuer laut Innenministerium durch die Abgabe einer Zivildiensterklärung für den Zivildienst entschieden, über 13.500 junge Männer wurden zu Organisationen im Rettungswesen, in der Sozialhilfe, der Behindertenbetreuung und zu vielen weiteren Einrichtungen zugewiesen. Durchschnittlich waren heuer 9.644 Zivildienstleistende gleichzeitig im Einsatz.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Zuweisungen zum Zivildienst um rund sechs Prozent erhöht. Seit Mitte der 1990er-Jahre haben sich die Zuweisungszahlen bereits verdoppelt. Die seit 2006 kürzere Dauer des Zivildienstes und Anpassungen bei den gesetzlichen Grundlagen führten nach Angaben des Innenministeriums zu einer schnelleren und effizienteren Abwicklung der Zuweisung.

Einsatzspektrum breit gefächert

Auch die Abdeckung des von den Trägerorganisationen gemeldeten Bedarfs an Zivildienern wurde weiter erhöht: Von 94 Prozent im Jahr 2010 auf über 97 Prozent heuer.

Mit der Rekord-Zuweisung 2011 wurde auch für jedes einzelne Bundesland ein neuer Höchststand erreicht: Die meisten Zivildiener wurden in Wien zugewiesen (3.007; plus 0,8 Prozent), gefolgt von Oberösterreich (2.580; plus 6,1 Prozent), Niederösterreich (2.472; plus 5,6 Prozent), der Steiermark (1.735; plus 3,7 Prozent), Tirol (1.133: plus 3,3 Prozent), Salzburg (891; plus 6,6 Prozent), Vorarlberg (723; plus 0,8 Prozent), Kärnten (600; plus 9,3 Prozent) und dem Burgenland (369; plus 3,7 Prozent).

Mikl-Leitner: "Zivildienst wichtiger Motor"

Das Einsatzspektrum von Zivildienern ist sehr breit gefächert: Die meisten Zivildiener (5.925) wurden im Rettungs- und Krankentransport eingesetzt, in der Behindertenhilfe unterstützen 2.584 Zivildiener die hauptberuflichen Mitarbeiter. Aber auch in Bereichen wie dem Umweltschutz, der Betreuung von Drogenabhängigen, der Landwirtschaft oder beim Dienst in inländischen Gedenkstätten verrichten Zivildiener ihre Dienste.

Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) belegen der immer größere Bedarf an Zivildienern und die gleichzeitig steigende Zahl junger Männer, die sich für den Zivildienst entscheiden, "dass der Zivildienst ein wichtiger Motor des österreichischen Soziallebens" ist. "Ohne Zivildiener müssten viele Trägerorganisationen ihr umfangreiches und qualitativ hochwertiges Dienstleistungsangebot reduzieren oder könnten dieses ihren Klienten nicht in der gegenwärtigen Form zur Verfügung stellen." (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 56
1 2
world-citizen
21
29.12.2011, 21:40
Aufruf an alle Jungmänner!

Seid wehrhaft! Wehrt euch gegen Diebstahl von einem Teil Eures Lebens und verwendet die Zeit für etwas Vernünftiges, wie etwa einen Auslandsaufenthalt!

http://www.the-worldcitizen.blogspot.com/2011/05/m... immen.html

http://the-worldcitizen.blogspot.com/2011/02/b... g-als.html

nipes
10
29.12.2011, 09:23
Das ist eine unfaire Ausbeutung...

unserer Jugendlichen durch die Alten!
Wie wäre es mit:

"Zwangsarbeit für Frühpensionisten"

Da würden die rotblaugrünschwarze Lobby laut schreien.
Bei den Jugendlichen geht das locker durch und alle freuen sich

Reich sein muss sich lohnen!
01
29.12.2011, 09:19

Und wie viel Wehrpflichtige waren es insgesamt?
Diese Zahl fehlt mir hier.
Also wie viel Prozent der Wehrpflichtigen entscheiden sich für den Zivildienst?

ravenna
11
29.12.2011, 08:49

Es wird Zeit, dass Frauen auch ihren Beitrag leisten.

more more
20
29.12.2011, 09:53

Ihr Beitrag ist die Reproduktion.
Aber: Das die Nichterfüllung folgenlos bleibt, ist durchaus bedenklich.

Flip
22
29.12.2011, 08:38

Da ich 9 Monate meines Lebens zwangsgespendet habe, werde ich NIE wieder in meinem Leben Blut oder Geld oder Zeit einer dieser sozialen Ausbeuter spenden.

ravenna
10
29.12.2011, 09:55

Quatsch. Für die Reproduktion wird ja gezahlt. Und zwar vom Staat und Männern.

Igor Gassner
20
29.12.2011, 08:56
Ach das wird eine tolle zeit

wenns öha geht mit dem westlichen Wirtschaftssystem und alle HS die hier posten freiwillig für nix malochen werden was sie heute in ihrer Selbstverliebtheit als Zwangsdienst sehen. Leute ihr werdet euch mit euerer selbstverliebten Einstellung noch wundern.

Die grausame Realität 2011
00
29.12.2011, 12:23
wenn es "öha" geht

wird (hoffentlich bald) ein neues Wirtschaftssystem folgen, in dem sich Leistung auch im Sozialbereich lohnt. Phantasieeinkommen und sinnlosen Reichtum können wir uns natürlich nicht leisten.

ANNOnymus
20
29.12.2011, 05:49

Was diese ZAhlen Überdeutlich Beweisen ist das es an der zeit ist dieses Wehrpflicht Kasperltheater aufzugeben.
DEN:
Alle gegen die wir uns verteidigen Könnten wollen uns definitv nichts antuen.
Und alle die eventuel einmal eine Bedrohung für den Sektor darstellen ( ich sehe da nach Russland ) könntne wir niemals Abwehren .

Also bitte Entacher setzten sie sich zur Ruhe und Basteln sie sich einfach Modelbaupanzer :
wie wärs damit : http://www.monkeytoys.de/dragon-ar... -1770.html ?

KEINE VERSKLAVUNG VON JUNGEN MÄNNERN MEHR !

nocolei gogol
36
28.12.2011, 20:42
Wehrpflicht ist sexistische Zwangsarbeit!

Männer müssen Wehrdienst leisten und Frauen verdienen dafür halt weniger. So argumentiert zumindest die Junge ÖVP. Und so lang es für so viele Menschen in Ordnung ist eine Ungerechtigkeit mit einer anderen zu rechtfertigen, wird ich hier auch nichts ändern.

Seine Durchlaucht
50
29.12.2011, 09:57
Man kann die Wehrpflicht als Pflicht sehen (was sie auch ist),

oder aber auch als Recht.

Die Wehrpflicht hat (neben dem Freiwilligenheer) einen großen Vorteil. Das Heer ist im Volk verankert und geht im Falle des Falles nicht gegen das Volk vor, bzw. schießt auf das Volk.

more more
20
29.12.2011, 09:51

Man muss halt was Zeitgeistiges sagen.
Es ist immens wichtig sich nicht von weublicher Zuverlässigkeit abhängig zu machen.
Frauen können nun mal keine Staaten gründen und beschützen, dafür sorgen sie für die ebenso wichtige Reproduktion.

nocolei gogol
00
29.12.2011, 15:54

Warum sollen Frauen nicht auch Staaten gründen und beschützen können? Heutzutage kämpft keiner mehr mit Schwert und Schild und eine AK47 kann auch von einer Frau bedient werden. Und außerdem kümmere ich mich gern um die Reproduktion daheim, während du an der Front dein Leben lässt ;)

ravenna
00
29.12.2011, 08:49

WO bitte argumentiert die Junge ÖVP so?

nocolei gogol
00
29.12.2011, 15:51

http://www.jvp.or.at/Detailans... a81b3d5df4

Zitat: LAbg. Eva Maria Gattringer, Landesgeschäftsführerin der OÖVP Frauen weist darauf hin: „Frauen haben durch Geburten ohnehin im Berufsverlauf viele Nachteile, die durch weitere Berufsunterbrechungen nicht noch größer werden sollen.“

Nur dass Frauen halt nicht ins Gefängnis kommen, wenn sie nicht schwanger werden wollen.

ravenna
00
29.12.2011, 16:09

Dieses Zitat hat auch überhaupt nichts mit Ihrer Behauptung zu tun.

Sie schreiben: "Männer müssen Wehrdienst leisten und Frauen verdienen dafür halt weniger. So argumentiert zumindest die Junge ÖVP."

Lt K.....
11
28.12.2011, 20:42
<<<< stolzer Bundesheerler mit tollem Berufe

beste wo gibt ;-)

baroli
12
28.12.2011, 21:53

...und wie man sieht, nie nüchtern...

Lt K.....
01
28.12.2011, 22:10
ziehe von dannen

baroli
22
28.12.2011, 22:13

...na endlich...

Wu Seetang
13
28.12.2011, 20:01
Verpflichtendes soziales Halbjahr für alle. Jetzt.

... Für Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) belegen der immer größere Bedarf an Zwangsarbeitern und die gleichzeitig steigende Zahl junger Männer, die sich für die Sklaverei entscheiden, "dass die männliche Zwangsarbeit ein wichtiger Motor des österreichischen Soziallebens" ist. "Ohne Sklaven müssten viele Trägerorganisationen ihr umfangreiches und qualitativ hochwertiges Dienstleistungsangebot reduzieren oder könnten dieses ihren Klienten nicht in der gegenwärtigen Form zur Verfügung stellen."

NONE
39
28.12.2011, 19:25

Fällt der Zwangsdienst Wehrdienst fällt automatisch auch der Zivildienst.

Die ParteiFirmen würden gegen Gesetze verstossen würden sie Sklavenarbeit legitimieren und verpflichten wollen.

Die Bezahlung beim Zivildienst ist lächerlich niedrig.

Die einzige Lösung, die dauerhaft funktionieren wird ist:
- Abschaffen das Zwangsdienstes Wehrpflicht. Da fällt der Zivildienst automatisch weg.
- Ein angemessenes Gehalt für Pflegedienste.

Es wird Zeit das die Ausbeutung durch Caritas etc... endlich aufhört.

Die sollen gefälligst ordentliche Löhne zahlen.

Martin Dobes
 
37
28.12.2011, 19:48
ich kann nur vollkommen zustimmen

Die allgemeine Wehrpflicht in Staaten wie Österreich, abgesehen davon, dass sie vollkommen anachronistisch ist, entbehrt jeglicher Legitimierung.

Wenn Österreich sich wirklich als Sozialstaat (nach wie vor) versteht und sehen möchte, kommt man nicht umhin, den diversen Sozialberufen ihre entsprechende Entlohnung zu gewähren.

Selbst unter gänzlich kapitalistischer Sicht, haben die Sozialberufe ihre wirt. Bedeutung, ermöglichen sie es letztlich den Familienmitgliedern von sozial Bedürftigen ihrer Arbeit nachzugehen. Das natürlich ganz abgesehen von der moralischen Verpflichtung Menschen, die im sozialen Bereich eine oft gar nicht so leichte Arbeit erfüllen, entsprechend zu entlohnen.

Der Busfahrer
223
28.12.2011, 16:07
als ich noch jung war...

...wurde man (vor allem in ländlichen regionen, aber nicht nur dort) schräg angesehen, wenn man nicht seinen "dienst an der waffe" absolvierte.
heute ist der zivildienst der einzige grund, warum es überhaupt noch eine wehrpflicht gibt. denn woher sollte man sonst so billige arbeitskräfte für das sozialwesen herbei schaffen.
armselig...
gebt den jugendlichen lieber richtige jobs, statt ein geschlecht zu versklaven...und bei der entlohnung ist es sklaverei.
teurer als die sinnlosen €fighter (anschaffung + unterhalt) kann das auch nicht sein.

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