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Wahnsinn, was sich heuer zu Weihnachten in Sachen Demokratie und Meinungsfreiheit tat. In Ungarn ketteten sich verzweifelte Intellektuelle öffentlich an, um gegen das Ende nationaler Demokratie zu protestieren. In Russland gingen Zehntausende zur Verteidigung demokratischer Rechte auf die Straße, auch auf die Gefahr hin, in Gefängnissen eingelocht zu werden. Dort träumen Journalisten von einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen TV- und Radiostation. In Österreich exerziert ein öffentlich-rechtlicher Medien-Generaldirektor politischen Abhängigkeitsmurks vor. Mir nichts Dir nichts geht hier ganz öffentlich und wie geölt demokratiepolitischer Anstand vor die Hunde.
Haar-Gel am Morgen bringt Kummer und Sorgen
Haar-Gel am Morgen bringt Kummer und Sorgen. Das musste schon Deutschlands Edelplagiator Guttenberg zur Kenntnis nehmen, der seit seinem politischen Absturz sein zuvor schmieriges Outfit wieder natur belassen zur Schau trägt. Könnte sein, dass der umstrittene Polit-Laureat Niko Pelinka, der am 2. Jänner seinen Job als Büroleiter des ORF-Generaldirektors antreten soll, ebenfalls diese Erfahrung wird machen müssen.
Laut Medienorgelchef Wrabetz ist der 25-Jährige - wohl aufgrund langjähriger Erfahrung - höchstqualifiziert. Dennoch könnte dessen Neujahrs-Dienstantritt am Küniglberg rutschig werden. So es dem Nikolaus überhaupt noch gelingt, vor dem Dreikönigstag die ORF-Kurve zu kratzen. Erst heute wurde der Job - trotz hohen Dienstgrades auch für Frauen! - ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist endet am 10. Jänner.
Gut schaut es für den roten hoch Gelobten nicht aus. Schützenhilfe hat er ORF-intern bisher nur aus dem bläulichen Eck bekommen. Noch dazu von einem ORFnik, der ebenfalls nur über die politische Schiene einen nicht nur hoch dotierten, sondern darüber hinaus auch noch überflüssigen Posten zugeschanzt bekam.
Der Betriebsrat überprüft den für den jungen Mann vorgesehen Dienstvertrag, die RedakteurInnen schäumen und brüllen ihren Ärger heraus, auf derStandard.at posten Tausende zum Thema Pelinka und Postenschacher: süffisant, zornig, traurig. Niko Pelinka wurde schwuppdiwupps zum Synonym für Demokratieabbau und die endgültige politische Abhängigkeits-Erklärung des öffentlich-rechtlichen ORF. Armer Bub.
Der ORF-General macht die Schotten dicht
Dabei hatte seine Karriere so gut begonnen. Wie es heißt, ein postgraduate-Studium gleich nach der Matura. Im Gegensatz zu 08/15-Twens, die an der Uni für einen akademischen Abschluss büffeln, schon im Jünglingsalter ministerialer Pressesprecher. Dann im Nu politischer Oberkungeler im ORF-Aufsichtsrat am Küniglberg samt gut dotierter Einkommensschiene bei der Staatsbahn. Schließlich die geniale ORF-Weichenstellung für den Jahresbeginn. Und nun das: Dort will ihn, abgesehen vom Generaldirektor, kaum jemand geparkt sehen.
Die Hasen in der Würzburggasse legen die Ohren an, der ORF-General macht die Schotten dicht, damit nicht einmal die Ratten das Schiff verlassen können - trotzdem tritt keine Ruhe ein.
Meinen doch manche ganz ungeniert, er, der General, habe sich seine sommerliche Wiederwahl samt Vermeidung eines eigenen Karriereknicks politisch zu teuer erkauft. Aufsichtsräte verschiedenen Couleurs wurden in Führungsposten gehievt, ein technischer Direktor ernannt, der so qualifiziert ist, dass er offenbar einen, vielleicht sogar zwei Vizes braucht, um den Laden zu schmeißen - und nun auch noch der Weihnachts-Nikolaus.
Nicht alles lupenrein
Ziemlich viel demokratiepolitisches Porzellan ist da in Windeseile zerschmissen worden. Wie der ORF-Generaldirektor 2012 die Öffentlichkeit davon überzeugen will, dass im Staatsfunk politische Unabhängigkeit und Medienfreiheit herrscht, ist eine andere Sache. Autokratische Staatslenker jedenfalls schauen sicherlich mit Vergnügen diesem ORF-Treiben zu.
Liefert doch Österreich damit ein köstliches Beispiel, dass auch in einer traditionellen Demokratie nicht alles lupenrein sein muss. Weiterer Wortklau soll hier bei Werner Faymanns Gesinnungsgenossen und Staatskünstler Gerhard Schröder nicht betrieben werden. Happy New Year.
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Erfolg: Sein Posten wurde ersatzlos gestrichen. Ein Kommentar in der presse von den ÖBB, den ich in einem Dienstzeugnis wegen Rufschädigung beim Arbeitsgericht einklagen würde.
Warum soll man dem noch einen Versorgungsposten bezahlen.
Der soll einmal etwa leisten! Und auf einem WIRKLICHEN Job "professionell" arbeiten, wie er tönt!
Kein unangebrachtes Mitleid hier.
In welcher Nummer der ÖBB-Zeitung steht dieser Kommentar? Bitte helfen Sie der demokratischen Öffentlichkeit und den vor den Kopf gestossenen ORF-Mitarbeitern, indem Sie den LeserInnen diese Zitat-Angaben zukommen lassen. Danke im vorhinein!
http://derstandard.at/plink/132... id24214691
Vorletzter Absatz:
"Die ÖBB streuten ihrem ehemaligen Mitarbeiter in der Public Affairs-Abteilung, Niko Pelinka, zum Abgang Rosen: "Wir bedanken uns für seinen wertvollen Einsatz und wünschen ihm viel Glück", hieß es. Der Dienstvertrag werde zum Jahresende beendet, weitere Zahlungen über dieses Datum hinaus gebe es nicht."
.....sorry, wer die Bestellung Pelinkas durch Wrabetzs Gnaden fuer gut heisst, wuerde sich auch in Sofia oder Bukarest wohl fuehlen. Es reicht jetzt wirklich, leider ist der Haider zu frueh gestorben, jetzt muss halt das Volk vollenden was schon auf Schiene war. Koordinierter Stop der Beitragszahlungen an den ORF, durch einen Anwalt rechtlich abgesichert, das Ganze bis zur Entpolitisierung des ORF. Ich denk mir , in der Schweiz wuerde man schon fuendig wie das geht.
jetzt wäre ich schon Ihrer Meinung. Nur lassen Sie bitte den fiesen Machthaberer Haider aus dem Spiel. Der hat uns auch genug gekostet, auch sehr wenig gebracht.
Und Sie wollen ja nicht allen Ernstes behaupten, dass der Gott-sei-bei-uns des Postenschanerns und der Bestechung so ein Aufdecket war.
Pelinka dagegen ist wenigstens harmlos.
An Haiders Erbe knabbern wir noch die nächsten Jahre, da ist Belinda schon lange wieder Geschichte.
der selbstherrliche wrabetz kürt seinen persönlichen amigo zum bürochef und eine woche später erscheint die ausschreibung!
leute, lasst euch nur weiter verarschen!
keine stimme für diese korrupte baggage, keine stimme mehr für dieses system!
wird das endlich mal den Österreichern zuviel.
Seit Jahren ein Dahingewurschtel durch Postenschacher, Protektion, Bestechung, Begünstigung usw.
Trotzdem wählen wir brav Rot, Schwarz, Blau (und Grün). Wird uns das echt nie zu deppert? Immerhin zahlen sowas wir alle!
sondern es geht darum, dass vielleicht auch mal begriffen wird, dass eine Demokratie anders funktioniert. Der Staat ist kein Selbstbedienungsladen für profilierungssüchtige, machtgeile Typen, kein Versorger von politischen oder wirtschaftlichen Erben.
Die Politik soll ein Land wirtschaftlich und sozial weiterbringen und nicht hinunterwirtschften.
Pekinka ist mehr noch ein Zeichen der unfassbaren Dreistigkeit - man hat jedes MAß aus den Augen verloren und agiert, als sei der Staat ein Selbstbedienungsladen, in dem man Günstlinge unabhängig von jeder Qualifikation an prominenten Stellen unterbringt.
Er ist ein Zeichen der unfassbaren Heuchelei - wie hat die SPÖ doch (zu Recht) gejammert, der ORF müsse unabhängig bleiben.
Einfach ekelhaft!
in den letzten 65 jahren nie eine demokratie gewesen.
nach dem krieg folgte eine 1-parteien herrschaft, gefolgt von einer 2-parteien herrschaft.
unser land ist nach innen aufgebaut wie die ex-DDR. wenigstens die deutschen haben es geschafft, dieses nach-kriegs-system los zu werden.
wann schaffen wir es?
nie!
weil wir ausser obrigkeitshörig genau nichts sind u deswegen dieses system verdient haben. so einfach ist das in wahrheit.
da nützt auch ein gutgemeinter artikel nichts.
Wann gab es eine "ein-parteien-Herrschaft" wovon reden Sie - warum gründen Sie keine Partei, wenn Ihnen von den vorhandenen keine zusagt?
Wenn die Bewohner dieses Landes Sie nicht wählen, dann sind sie es scheint es doch, mehrheitlich zufrieden.
Was soll dieses übertriebene Gejammere.
Verteidige ich damit Pelinka?
Nein.
Aber Ihr Posting spricht ja auch von generellen Zuständen.
man muss selber keine partei gründen, um den posteschacher, die bückerei und kriecherei, die korruption und freunderlwirtschaft zum kotzen zu finden!
alle, die das 'kalt' lässt, die das relatvieren (es gibt schlimmere zustände woanders) und irgendwie schön reden, befürworten damit korruption und willkür, missbrauch und verrat demokratischer werte!
mir sind wutbürger allemal lieber als gleichgültige.
Haben Sie denn eine Vorstellung davon, wie es in der DDR zugegangen ist, mit Todesschüssen an der Mauer usw.? Ihnen fehlt offfenbar vollkommen Unterscheidungsvermögen, lieber Poster, eine schwere, postmoderne Krankheit.
Wer immer alles gleichsetzt (downsized), verniedlicht letztendlich Unrecht wie in der DDR, in der Nazizeit, unter Stalin.
Schöne Worte, aber letztendlich ändert das nichts an der Tatsache, dass der unreformierbare Parteifreunderl-Versorgerposten-Milliardengrab-Korruptionsverein ORF eliminiert - sprich privatisiert - gehört.
Der ORF ist eine demokratiepolitische und volkswirtschaftliche Gefahr für Österreich.
9 Bundesländer sind schon unerträglich genug, aber 9 Propaganda-Landestudios sind die reinste Geldverschwendung.
So Bewerbung soeben abgeschickt (personal@orf.at) - frist läuft noch bis zum 10.1. - wäre doch gelacht, wenn ich den Job nicht bekäme, bei der Konkurrenz...
...und ach ja, kann mich jemand erleuchten? Ich hab meine Diss schon ein Zeiterl fertig, aber wenn ich so nebenbei mal schnell wo eine zweite machen könnte, wär' ich nicht bös - wo muss ich mich denn da anmelden? Sieht so aus, als könnte ich den Hals nicht vollkriegen - ist auch so - ich denke ich liege voll im Trend.
je mehr qualifizierte Bewerber es gibt desto schwieriger wird es für Wrabetz rechtzufertigen wieso Niko den Posten bekommt. Ausserdem gönne ich den Posten absolut jedem der dafür qualifiziert ist und Parteiunabhängig einen guten Job machen kann.
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