Pelinka-Job Mittwoch ausgeschrieben

28. Dezember 2011, 11:21
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ORF: Ausschreibung vergangene Woche veranlasst, aber "bisschen komische Optik" - "Bei den Besetzungen werden Gesichtspunkte der Hebung des Frauenanteils besonders berücksichtigt", heißt es im "Amtsblatt"-Inserat - Organisationsanweisung in Arbeit

Mit Jänner soll Niko Pelina den Job des ORF-Bürochefs antreten, kurz vor Weihnachten tat der ORF dies kund. "Neuer Büroleiter wird der bisherige Stiftungsrat Nikolaus Pelinka (bisher im ORF-Stiftungsrat und bei den ÖBB).", hieß es in der Aussendung des ORF am 23. Dezember. Am Mittwoch wurde der Job in der "Wiener Zeitung" ausgeschrieben, gesucht wird dort "Redakteur/in (Leitung des Büros GD) (40 Wochenstunden) in Verwendungsgruppe 16 (Gehalt mindestens € 5.270,65 -(inkl. Sonderzahlungen und UDZ) mtl. brutto, höheres Gehalt abhängig von Erfahrung und Ausbildung) für die Generaldirektion." 

"Bei den Besetzungen werden Gesichtspunkte der Hebung des Frauenanteils besonders berücksichtigt", heißt es, Bewerbungen sind bis 10. Jänner 2012 an die ORF-Personalabteilung zu richten. Ebenfalls am Mittwoch ausgeschrieben wurden zwei weitere Jobs, gesucht werden "Redakteur/in (Assistent/in des Generaldirektors)" und "Redakteur/in (Büroleiter/in des Kaufmännischen Direktors)".

ORF: Ausschreibung vergangene Woche veranlasst 

ORF-Sprecher Martin Biedermann hat am Mittwoch betont, dass die Ausschreibung des Büroleiter-Postens von Generaldirektor Alexander Wrabetz bereits vergangene Woche veranlasst worden sei. Dass man die Personalentscheidungen am Freitag bekanntgegeben habe und die Stellenanzeige am Mittwoch darauf erschien, habe "bisschen eine komische Optik", räumte er ein. Doch grundsätzlich werde ordnungsgemäß vorgegangen.

Bei der Kritik daran, dass somit allerdings auch schon klar ist, wer die ausgeschriebene Stelle erhalten wird - nämlich der bisherige Stiftungsrat Niko Pelinka -, sei der besondere Charakter der Position zu bedenken, meinte Biedermann weiter. "Bei einer so engen Stabsfunktion ist das etwas anderes. Im konkreten Fall handelt es sich um den engsten Mitarbeiter des Generaldirektors. Da ist zwar formal eine Ausschreibung nötig, aber den sucht er sich persönlich aus und weiß auch, wer es werden soll." Die Ausschreibung als Redakteursstelle sei übrigens "auch keine Besonderheit: Auch Stäbe oder Referenten der Direktoren sind laut ORF-Arbeitsbilder als Redakteure definiert".

Organisationsanweisung in Arbeit

Was die Kritik des Redakteursrats an der Bestellung für Führungspositionen angeht, die noch gar nicht vorhanden sind, verweist Biedermann auf eine entsprechende Organisationsanweisung, die gerade in Arbeit sei. Konkret geht es um die Ansiedlung der Bereiche der bisherigen Online-Direktion in der Technischen Direktion, wo dann Thomas Prantner Vizechef wird. "Das wird dann natürlich auch ausgeschrieben", versichert Biedermann.

Alles in allem findet der ORF-Kommunikationschef die Aufregung über Pelinkas Wechsel auf den Küniglberg "ein bisschen übertrieben", vor allem "wissend, was der Job wirklich ist, weil ich ihn selber gemacht habe" (Biedermann war 2010 Wrabetz' Büroleiter, Anm.). Man sei mitnichten mit Machtfülle ausgestattet, sondern "in Wahrheit ein Referent und ein Zuarbeiter für den Generaldirektor". Pelinka sei mit seinem Background "genau dafür sehr qualifiziert", meint Biedermann. (red/APA)

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  • ORF-Stellenausschreibungen im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" vom 28. Dezember 2011
    screenshot amtsblatt

    ORF-Stellenausschreibungen im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" vom 28. Dezember 2011

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