Tausende Arbeiter streiken für höhere Löhne

28. Dezember 2011, 09:59

Angestellte von südkoreanischem Konzern legten Arbeit nieder

Shanghai - Aus Protest gegen zu niedrige Gehälter sind im Osten Chinas tausende Arbeiter des südkoreanischen Technologiekonzerns LG in den Streik getreten. Wie die in New York ansässige Organisation "China Labour Watch" am Mittwoch mitteilte, wehren sich rund 8000 chinesische Angestellte der LG Group mit dem am Montag begonnenen Ausstand dagegen, dass ihre Kollegen aus Südkorea zum Jahresende höhere Bonuszahlungen erhielten als sie selbst. Der Streik verlief demnach bisher weitgehend friedlich, in der Kantine des Unternehmens seien Möbel umgeworfen worden.

In China hatten seit November landesweit zehntausende Angestellte die Arbeit niedergelegt und höhere Löhne gefordert. Die Regierung in Peking sieht die Streiks mit Argwohn, duldet sie in ausländischen Unternehmen aber eher als in heimischen. Die Führung befürchtet vor allem, dass ihr die Kontrolle innerhalb der betroffenen Firmen entgleiten könnte. Ein von China Labour Watch verbreitetes Video zeigt eine Versammlung bei der LG Group, in der chinesische Angestellte die Arbeit der offiziellen Gewerkschaften in Anwesenheit eines Behördenvertreters als "nutzlos" kritisieren. Vertreter des in Nanjing (Nanking) ansässigen Werks wollten sich auf Nachfrage nicht zu den Vorgängen äußern. (APA/AFP)

meresi
00
30.12.2011, 03:30
na hoffentlich wird sich der kreis

bald schließen...dann ist wieder qualität gefragt und nicht der ramsch den angelernte kräfte herstellen...weil geiz geil ist...

Andreas W
07
28.12.2011, 14:14
Na sowas, da werden aber die kapitalstischen Wohltaeter des Westens bald neue Billigstlohnlaender erschlieszen muessen!!!

Natuerlich auf Kosten der Konsumenten - gleicher Preis noch schlechtere Qualitaet!

Martin Müller10
 
15
28.12.2011, 14:11
Wie wurden Arbeiterrechte bei uns durchgesetzt? In China

passiert das gleiche nur im Zeitraffer. Ich wünsche allen Chinesen Wohlstand und die Weisheit nicht gleich ein Auto zu kaufen.

hart_aber_fair
04
29.12.2011, 14:44

was für ein bullshit. die arbeiterrechte hier werden schrittweise abgebaut, und nähern sich den anfängen des kapitalismus. nur hier werden die menschen mit asi-tv und billig-fast-food ruhig gestellt... die propaganda- und verblödungsmaschinerie und der schrittweise abbau der arbeiterrechte lässt hier keinen aufstand zu. die schere zwischen arm und reich wird hier immer größer, millionen menschen hier arbeiten für einen hungerlohn... leiharbeit ist auf dem vormarsch, was wollen sie uns hier also erzählen? westen gut, china böse? ersparen sie sich die propaganda.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.