Mehrheit der Österreicher sieht 2012 skeptisch bis besorgt

30. Dezember 2011, 18:03
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Einfache, ungelernte Arbeiter sind besonders pessimistisch - Hoffnung auf baldigen Meinungsumschwung

Linz - Die Österreicher sind, was das kommende Jahr betrifft, im Stimmungstief. 57 Prozent sind skeptisch oder zumindest besorgt, nur 37 Prozent erwarten 2012 mit Zuversicht. Das ist das am Mittwoch veröffentlichte Ergebnis der traditionellen Silvesterumfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS. Befragt wurden diesmal Ende November/Anfang Dezember 1.004 Personen repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren.

Besonders pessimistisch blicken heuer die einfachen und ungelernten Arbeiter in die Zukunft. Insgesamt 70 Prozent erwarten das neue Jahr mit Skepsis oder Sorge. Ihnen steht die Seniorengeneration kaum nach; 68 Prozent haben Angstgefühle. Vergleichsweise unbeschwert ist die Stimmung zum Jahreswechsel dagegen wieder bei den Jungen sowie bei Maturanten und Akademikern.

Weil die Silvesterumfrage heuer zum 40. Mal durchgeführt wurde, liegen ausreichend Daten für Vergleiche vor. Demnach liegt der aktuelle Pessimismus-Wert neun Prozentpunkte Wert über dem langjährigen Durchschnitt, der Optimismus ist acht Prozentpunkte niedriger als in den vergangenen vier Dekaden.

Meinungsforscher rechnen mit Zuversicht

Am besten gestimmt waren die Österreicher in den 1980er Jahren. Einer tristen, von Firmenpleiten gekennzeichneten Anfangsphase folgte ein Umschwung in ein stark positives Lebensgefühl. Weniger Freude bescherten die 1970er und die 1990er Jahre sowie die ersten zehn dieses Jahrhunderts. In allen diesen negativen Perioden hat jedoch der Pessimismus gegenüber dem Optimismus nur knapp überwogen, bilanziert IMAS aus den historischen Daten.

Der Langfrist-Trend spende zudem Hoffnung: Abschwünge in Richtung eines pessimistischen Lebensgefühles seien zwar meist abrupt erfolgt, hätten aber nur eine geringe Lebensdauer gehabt. Die gravierenden Stimmungstiefs seien nach nur zwei bis drei Jahren wieder von einer neuerlichen Zuversicht abgelöst worden, analysierten die Meinungsforscher. (APA)

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    Die meisten Österreicher blicken mit wenig Zuversicht in die Zukunft.

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