Schachboxen mit Miezekatze

27. Dezember 2011, 18:49
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Theorievortrag und Tanzpraxis: Iepe Rubingh und Ogris Debris am Donnerstag in der ARGEkultur

Arge und die Netzkulturplattform Subnet bieten am Donnerstag ein gemischtes Programm aus Theorievortrag und Tanzpraxis. Den Auftakt macht der Performancekünstler Iepe Rubingh, der 2003 den Hybridsport "Schachboxen" erfand. Zur Versöhnung von Körper und Geist, was sich auch in den künstlerischen Vorbildern des gebürtigen Niederländers widerspiegelt: Popchamäleon David Bowie, DJ Danger Mouse oder Enki Bilal, dessen Sciencefiction-Comic Froid Équateur die Inspiration für das Schachboxen lieferte. Seine Aktionen im öffentlichen Raum bezeichnet Rubingh als "soziale Skulpturen": satirische Interventionen, die gern auch in Chaos und Wirrwarr enden dürfen.

So geschehen 2005 bei der Blockade einer Straßenkreuzung in Tokio - von den japanischen Behörden mit zehn Tagen Häfen quittiert. Wie man eine Guerillaaktion zur Großraumskulptur macht, wie die Chancen der Londoner, Berliner und sibirischen Schachboxklubs beim nächsten Königsknockoutturnier stehen oder was Künstler sonst noch anstellen können, um nur ja nicht in faden Galerien intellektuell zu onanieren, wird Rubingh eventuell auch mit verbalen Finten zu beantworten wissen.

Wer danach noch nicht das Handtuch werfen möchte, lässt sich vom heimischen Elektronikduo Ogris Debris mit Tanzbodensounds beschallen. Gregor Ladenhauf und Daniel Kohlmeigner haben sich 2003 in Hallein kennengelernt, seither erobern sie von Wien aus die Welt - via FM4-Soundpark und mithilfe von Peter Kruder und des britischen Kult-DJs Gilles Peterso. Letzterer verschaffte dem Track Miezekatze weltweite Aufmerksamkeit. Ladenhauf und Kohlmeigner kennen keine Genregrenzen und mixten auch schon mal Haydn mit hypnotischen Dancebeats. (dog / DER STANDARD, Printausgabe, 28.12.2011)

29. 12., Salzburg, ARGEkultur, 0662/84 87 84, 19.00/21.00

 

  • Die vielseitigen Tracks von Ogris Debris schwingen zwischen House und Techno. Zu überprüfen am Donnerstag in der ARGEkultur in Salzburg.
    foto: ogris debris

    Die vielseitigen Tracks von Ogris Debris schwingen zwischen House und Techno. Zu überprüfen am Donnerstag in der ARGEkultur in Salzburg.

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