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Wien - Neben China ist Indien einer der Hauptproduktionsorte für die Feuerwerkskörper. Genauer: die Region Sivakasi im Süden des Landes, wo 90 Prozent aller indischen Raketen und Knaller hergestellt werden - unter teils menschenunwürdigen Bedingungen, worauf Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der NGO "Jugend Eine Welt" hinweist.
Denn auch viele Frauen und Kinder hantieren dort in Heimarbeit mit Grundstoffen wie Schwefel, Schwarz- und Aluminiumpulver. Neben deren gesundheitlichen Folgen komme es auch immer wieder zu Explosionen mit Toten und Verletzten.
Einen völligen Boykott will Heiserer aber nicht, da die Feuerwerke oft die einzige Einkommensquelle sind. Aus Europa müsse aber mehr Druck kommen, zumindest die Kinderarbeit zurückzudrängen, fordert er. (moe/DER STANDARD-Printausgabe, 28.12.2011)
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Die Vollkoffer, die Feuerwerkskörper kaufen, können sich Fairtrade weder leisten noch sind sie bereit auch nur einen Cent für ihr Vergnügen zu opfern. Ihre Gesundheit riskieren sie allerdings - auf Kosten der Allgemeinheit - gern.
Wieso nur aus Europa? Nur ein Bruchteil der in Indien hergestellten Feuerwerkskörper erreicht den europäischen Markt. Und wie soll der Druck aussehen? Ich kaufe ab jetzt keine indischen Produkte mehr, tat ich aber schon bisher nicht, also wirds wohl nicht so ins Gewicht fallen, da ich annehme, die anderen Österreicher taten das bisher auch nicht.
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