Durch die Straße von Hormuz laufen wichtige Öltransporte - US-Marine will jedoch keine Blockade dulden
Teheran/Peking/London - Der Iran hat mit einer Blockade von Öltransporten im Persischen Golf gedroht, falls die wegen des Atomstreits verhängten Sanktionen gegen das Land ausgeweitet werden sollten. "Wenn sie (der Westen) Sanktionen gegen iranisches Öl verhängen, wird kein Tropfen Öl mehr durch die Straße von Hormuz gelassen", sagte Vizepräsident Mohammed Reza Rahimi nach Berichten staatlicher Medien am Dienstagnachmittag. Die USA zeigen sich unbeeindruckt von iranischen Drohungen. Die US-Marine hat angekündigt, die angedrohte Blockade nicht dulden zu wollen.
Man habe kein Interesse an Animositäten und Feindschaft. "Aber der Westen wird mit seinen Intrigen nicht aufhören", fügte er hinzu. Deshalb sei eine harte Antwort nötig. Noch in der vergangenen Woche hatte das iranische Außenministerium bestritten, eine Blockade der Straße von Hormuz gegenwärtig in Betracht zu ziehen. Sollte es in der Region jedoch zu "kriegsähnlichen Zuständen kommen, wird alles kriegsähnlich werden", warnte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast am vergangenen Mittwoch.
China mahnt im Streit mit den Iran zur Zurückhaltung
Angesichts der zunehmenden Spannungen hat China Frieden und Stabilität in der Golfregion angemahnt. Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking ließ am Donnerstag aber offen, ob das Land wegen des Streits im Kontakt mit dem Iran und anderen Staaten steht. In einem Kommentar der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua hieß es, Spekulationen über einen Krieg mit dem Iran hätten sich immer wieder als falscher Alarm herausgestellt. Allerdings sei ein ernsthaftes und flexibles Herangehen gefragt, um zu verhindern, dass aus dem falschen ein echten Alarm werde.
Großbritannien: Irans Drohung ist Rhetorik
Das britische Außenministerium hat die Drohung des Irans mit einer Ölblockade als Rhetorik und Ablenkungsmanöver gewertet. "Iranische Politiker benutzen diese Art von Rhetorik des Öfteren, um vom wahren Thema abzulenken, nämlich ihrem Atomprogramm", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag in London. Man sei aber weiterhin sehr besorgt wegen des "möglicherweise militärischen Ausmaßes" des Atomprogramms.
"Wir wollen eine Lösung auf Verhandlungsbasis finden. Und deshalb werden wir weiterhin eine Zwei-Wege-Strategie verfolgen, mit der sowohl Druck ausgeübt als auch der Dialog beibehalten wird, bis der Iran die Internationale Gemeinschaft überzeugen kann, dass er kein militärisches Atomprogramm verfolgt", erklärte der Sprecher.
Iranische Marine sichtet US-Flugzeugträger bei Straße von Hormuz
Die iranische Armee hat in der Region um die für Öltransporte wichtige Straße von Hormuz einen US-Flugzeugträger gesichtet. Ein Aufklärungsflugzeug habe das Schiff in der Zone entdeckt, in der die iranische Marine am Samstag mit einem zehntägigen Manöver begonnen habe, sagte Admiral Mahmoud Moussavi der iranischen Nachrichtenagentur IRNA zufolge am Donnerstag. Die Marine habe Fotos und Filme des Flugzeugträgers gemacht und dabei Raketen, Radargeräte und Flugzeuge an Bord aufgenommen. Moussavi riet laut der Website des Staatsfernsehens ausländischen Streitkräften von außerhalb der Region, die "Warnungen des Iran ernst zu nehmen" und nicht in das Manövergebiet einzudringen.
"Leichter, als ein Glas Wasser zu trinken"
Die Schließung des Golfs für Öltransporte sei kein Problem, sagte der Chef der
iranischen Kriegsmarine, Habibollah Sajjari, am Mittwoch im staatlichen
Fernsehen. Es sei "leichter, als ein Glas Wasser zu trinken." Derzeit gebe es
dafür aber keine Notwendigkeit, denn der Iran habe das Meeresgebiet unter
Kontrolle und könne den Transit überwachen.
Der Öl-Preis reagierte auf die Drohung umgehend mit Aufschlägen. Auch am
Mittwoch hielt die Furcht der Anleger vor Versorgungsengpässen den Ölpreis hoch.
Die Sorten Brent und WTI behaupteten ihre Vortagesgewinne und kosteten 109,24
beziehungsweise 101,60 Dollar je Barrel.
Washingtons Doppelstrategie
Ein Sprecher des US-Außenministeriums in Washington sagte am Dienstag , die Aussagen aus Teheran seien "nur ein weiterer Versuch, die Aufmerksamkeit von den wirklichen Themen abzulenken".
Komme der Iran seinen internationalen Verpflichtung mit Blick auf sein Atomprogramm weiter nicht nach, drohten neue Sanktionen, sagte Sprecher Mark Toner. Füge sich Teheran jedoch, könne eine engere Zusammenarbeit mit dem Westen folgen. Das sei die Doppelstrategie, die Washington weiterhin verfolge.
US-Marine: "Flotte unterhält robuste Präsenz in der Region"
"Der
ungehinderte Fluss von Waren und Dienstleistungen durch die Straße
von Hormuz ist für den Wohlstand der Region und der Welt
lebensnotwendig", erklärte ein Sprecher der Fünften Flotte am
Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters.
Wer damit drohe, die freie Fahrt in der Wasserstraße
einzuschränken, "hat offensichtlich die Staatengemeinschaft
verlassen", hieß es in der schriftlichen Antwort weiter. "Es wird
keine Unterbrechung geduldet." Auf die Frage, ob die Marine
spezifische Maßnahmen ergriffen habe, um der iranischen
Blockade-Drohung zu begegnen, hieß es lediglich, die Flotte
"unterhalte eine robuste Präsenz" in der Region.
Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel eines zivilen Nuklearprogramms heimlich am Bau von Atomwaffen zu arbeiten. Israel und die USA haben deshalb auch Militärschläge gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA (IAEO) hatte in ihrem jüngsten Bericht Hinweise auf ein solches militärisches Atomprogramm dokumentiert. Daraufhin hatten die USA und die Europäische Union ihre Sanktionen gegen den Iran bereits verschärft. Die EU plant darüber hinaus weitere Strafmaßnahmen. Seit längerem ist auch ein Öleinfuhrverbot im Gespräch.
Die Straße von Hormuz ist eine Meerenge am Ausgang des Persischen Golfs zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran. Durch das etwa 50 Kilometer breite und über 200 Kilometer lange Nadelöhr transportieren Tanker einen beträchtlichen Teil des weltweit benötigten Rohöls. Zudem liefert Katar sein Flüssiggas fast ausschließlich über die Meerenge. Am Wochenende hatten iranische Streitkräfte ein großangelegtes Manöver in dem Seegebiet begonnen. (red/Reuters/APA)
die Hormuz enge genau gesagt die Schiffe müssen durch Iranisches hoheits gewässer da die Route der Schiffe eben so ist die können nicht weiter richtung Oman und von dort aus weiter fahren.
und nach dem See recht ist es Iranische hoheits gewässer die jeder zeit gesperrt werden könnte.
http://edoc.vifapol.de/opus/voll... 0001_1.pdf
daher weden die USA schauen, dass es dort nicht zu einem neuen großen Krieg kommen wird. Sollte der Iran wirklich die Drohungen umsetzen (was ich aber bezweifle) werden die Amerikaner zunächst die iranische Marine in Schutt und Asche legen. Die iranische Marine ist kein Gegner für die 5. US-Flotte. Dann werden vermutlich noch einige Militärstützpunkte mit Raketen angegriffen und damit hat es sich dann. Dem Iran bliebe dann nur ein Angriff auf ein Nachbarland, was sie aber unter keinem Umständen riskieren werden.
Laut diesem Artikel komme ich aber zu einer anderen Einschätzung.
Es ist auch unerheblich ob die Iranische-Marine in der Lage ist gegen die 5. US-Flotte einen Sieg zu erringen. China hatte ausdrücklich gesagt sie werden den Iran Verteidigen und Russland wird ebenfalls eingreifen.
Ich denke, die Charlies werden es nicht gerne sehen,
wenn sie wegen der Mullahs USD 200+ je Barrel zahlen müssen, und die Russkis wirds freuen wenn sie das bekommen. Am Ende des Tages werden alle froh sein, wenn der Mullah Spuk zu Ende ist.
http://en.wikipedia.org/wiki/Econ... my_of_Iran 50% des iranischen erdoels geht nach china/indien/japan/suedkorea.
wobei das alte zahlen sind, der export nach china soll 2011 um 50% zugenommen haben.
http://axisoflogic.com/artman/pu... 3675.shtml ebenso starke zunahmen nach signapur, suedkorea ...
wer seine interessen - wie china oder russland - nicht weltweit verteidigen kann muss sich halt auf bloed reden beschraenken. wird sich irgendwann aendern. und irgendwann wird ja wohl auch der friedensnobelpraesident von der bildflaeche verschwinden.
Wer hatte denn in den letzten 4 Jahren mehr militärische Operationen und ausserstaatliche Hinrichtungen politisch zu verantworten?
Ich mein ich weiss man soll die Leichen im Keller, im Garten und am Kirschbaum nicht gegeneinander aufwiegen aber "10.000 mal" und sie reden von Verblendung?
mir sind die USA trotz Ihrer geistigen Verzerrrungen 10 000 mal lieber als die Ayatollahs und da können Sie kre"ischen was Sie wollen....
Wenn übrigens der Iran niemand offen und direkt angegriffen hat, dann nur, weil die 1Ayatollahs nicht dazu in der Lage sind. Über die Hezbollahs z.B. wir Israel immer angegriffen obwohl Israel dem Iran kein %Auslöschen gedroht hat...
wenn Iran wirklich versucht, die Strasse von Hormuz zu sperren - und wenn es dann wirklich soweit kommen sollte, das ein US_Kriegsschiff angegriffen würde - wielange würde der Iran dann noch existieren ? 12 Stunden, 24 Stunden ??? Teheran würde aussehen wie Grozny nachdem die Russen damit fertig waren.....eine Geisterstadt - im besten Fall - im Worst Case - ein Parkplatz - wer will das, wer hat so einen Hass auf die USA das er dies den Iranern wünschen würde - ich nicht !!!!
Sollten die USA Iran angreifen, werden Sie sehr bemüht sein, die Opferzahlen unter den Zivilisten gering zu halten. Denn es gibt auch ein "nach-dem-Krieg" und ein "nach-den-Mullahs". Und wenn die USA Massaker unter Zivilisten anrichten sieht es übel aus für gute Beziehungen und Geschäfte mit Iran.
allerdings....mmmmh ....war da nicht mal was mit 2 Städten in Japan - und ein "little boy" ??? Ich frag ja nur so.....und glauben Sie, ich wünsch mir das nicht, sicher nicht - weder für den Iran, noch für die ganze Welt....ich weiss, der Iran ist wie eine Ratte in der Ecke.....und Verzweiflung ist ein schlechter Ratgeber....aber wenn die Strasse von Hormuz wirklich gesperrt werden würde....ich könnt die USA verstehen...
Wie verzweifelt muss die USA sein das Sie wieder den Irak Militärisch stärkern und denen wiedermal F15 kampfflieger und andere waffen verkaufen,ebenso die 85 F15 Flieger für saudie Arabien zeigen das die USA wieder mal seine Marionetten bewaffnet um wieder mal gegen Iran einen Angriffkrieg zu Starten,nur das es nicht die USA ist der angereift sondern seine Speichellecker.
der Iran sollte nicht so naiv sein und sofort mit der Bau der A waffe beginnen.
den nichts anderes verstehen die Usa und die verbündeten in Saudi Arabien die immer noch gerne menschen wegen Hexerei die Köpfe abhacken,und dafür als Lohn Militärisch von USA hochgerüstet werden.
Bis Ende März 2012 hat der Iran Zeit, die geforderte Aufklärung gegenüber der IAEA zu leisten.
Danach könnten dann weitere Sanktionsschritte folgen:
- generelles Verbot von Bankgeschäften mit dem Iran
- Sanktionen gegen führende Repräsentanten wie Mahmud Ahmainejad. Etwa Einreiseverbote in die USA.
- Sanktionen gegen die iranísche Öl-Industrie
Dieser dritte Schritt wäre dann wohl die "rote Linie".
Kaufen das Öl eben Andere, China wird sich freuen. Während die EU-Staaten sehen müssen, 450.000 Barrel täglich ersetzen zu müssen. Die kaufen wir halt dann bei den anderen Verbrechern in der Region.
Geradezu lachhaft, wie man sich daran klammert, die Chinesen würden´s schon richten.
Ob als Rüstungslieferant oder im sicherheitsrat, ob als Öl-Käufer oder sonstwas anderes: Die Welt ist klein für die Iraner geworden, und die Chinesen werden´s sich nicht für die Mullahs mit dem Rest der Welt verderben wollen. In Libyen haben sie gerade gelernt, dass es teuer wird, die alten Despoten zu lange zu hofieren.
Ich wüsste nicht, was das mit "es richten" zu tun haben sollte.
China hat enormen Energiebedarf - und wenn durch westliche Sanktionen Ressourcen freiwerden, werden die Chinesen diese dankbar annehmen.
Was den Chinesen in Libyen teuer kommen sollte ist mir ein Rätsel. Es steht in den Sternen, ob dort eine westfreundliche Regierung an die Macht kommt. Und selbst wenn: schon im Irak hat China gezeigt, wie man den Westen den Krieg bezahlen lässt und dann die Geschäfte einfährt.
Interessant ist Ihre Empörung über das hofieren von Diktatoren. Merkwürdigerweise aber nur dann, wenn diese westfeindlich sind. Bei den Saud´s und Konsorten stört Sie das gar nicht.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.
Alle Rechte vorbehalten. Nutzung ausschließlich für den privaten Eigenbedarf. Eine Weiterverwendung und Reproduktion über den persönlichen Gebrauch hinaus ist nicht gestattet.
Bitte geben Sie eine E-Mail-Adresse an.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ihre aktuelle und korrekte E-Mail-Adresse ist Voraussetzung für alle Benachrichtigungen, die Sie von derStandard.at erhalten (z.B. Antworten auf Ihre Postings, Hilfe bei vergessenem Passwort). Zusätzlich werden Sie Ihre E-Mail-Adresse künftig für das Login benötigen.
Daher bitten wir Sie um eine kurze Überprüfung und Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre E-Mail-Adresse wird dadurch nicht für Dritte sichtbar!
Die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse ist bereits mit einem anderen Account verknüpft. Bitte geben Sie eine andere E-Mail-Adresse an.
Diese E-Mail-Adresse ist leider ungültig. Bitte verwenden Sie eine dauerhafte E-Mail-Adresse!
Eine E-Mail-Adresse kann nicht für mehrere Accounts verwendet werden!
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Danke für die Bestätigung Ihrer E-Mail-Adresse. Es wurde ein Bestätigungslink an die angegebene Adresse gesendet.
Aktualisierung Ihrer E-Mail-Adresse
Ein unbekannter Fehler ist aufgetreten. Die E-Mail konnte nicht gesendet werden. Bitte versuchen Sie es noch einmal.