Gebietskrankenkasse dank 60 Millionen Euro aus Ausgleichsfonds deutlich im Plus - Direktor Lintner: "Endgültiger Gewinn wohl noch etwas höher"
Klagenfurt - Die Kärntner Gebietskrankenkasse wird für 2011 laut Prognose einen Bilanzgewinn von zumindest 26,5 Mio. Euro schreiben. "Das Betriebsergebnis beläuft sich zwar auf minus 39 Mio. Euro, doch dank 60 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds und 17 Mio. Euro weiterer Zuschüsse durch den Bund kommen wir zu dem Gewinn. Dieser könnte bei der endgültigen Bilanz noch etwas höher ausfallen", sagte Kärntens GKK-Direktor Johann Lintner.
Die Einnahmen beliefen sich auf 640 Mio. Euro, die Ausgaben auf 679 Mio. Euro. "Wegen struktureller Nachteile in Kärnten", sagte Lintner. Es gebe verhältnismäßig mehr Pensionisten im südlichsten Bundesland als in anderen und die Einnahmenstruktur sei eine flachere, "weil es weniger Industrie gibt als in anderen Ländern". "Daher sind wir auf die Solidarmittel aus dem Ausgleichsfonds angewiesen", so der GKK-Direktor. Er räumte aber auch ein, dass in Kärnten die Zahl der Anspruchsbezieher stagniere - "wegen der Abwanderung".
Schuldentilgung
Bereits 2009 und 2010 schrieb die Kärntner GKK Gewinne von 12,8 bzw. 28 Mio. Euro. Ende 2008 betrug der Schuldenstand noch 130 Mio. Euro. "Seither fließen die Gewinne für die Tilgung der Schulden. Auch der Gewinn 2011 wird rein dafür verwendet", sagte Lintner. (APA)