Krankenkassen

Kärntner GKK macht mindestens 26,5 Millionen Gewinn

27. Dezember 2011, 17:02

Gebietskrankenkasse dank 60 Millionen Euro aus Ausgleichsfonds deutlich im Plus - Direktor Lintner: "Endgültiger Gewinn wohl noch etwas höher"

Klagenfurt - Die Kärntner Gebietskrankenkasse wird für 2011 laut Prognose einen Bilanzgewinn von zumindest 26,5 Mio. Euro schreiben. "Das Betriebsergebnis beläuft sich zwar auf minus 39 Mio. Euro, doch dank 60 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds und 17 Mio. Euro weiterer Zuschüsse durch den Bund kommen wir zu dem Gewinn. Dieser könnte bei der endgültigen Bilanz noch etwas höher ausfallen", sagte Kärntens GKK-Direktor Johann Lintner.

Die Einnahmen beliefen sich auf 640 Mio. Euro, die Ausgaben auf 679 Mio. Euro. "Wegen struktureller Nachteile in Kärnten", sagte Lintner. Es gebe verhältnismäßig mehr Pensionisten im südlichsten Bundesland als in anderen und die Einnahmenstruktur sei eine flachere, "weil es weniger Industrie gibt als in anderen Ländern". "Daher sind wir auf die Solidarmittel aus dem Ausgleichsfonds angewiesen", so der GKK-Direktor. Er räumte aber auch ein, dass in Kärnten die Zahl der Anspruchsbezieher stagniere - "wegen der Abwanderung".

Schuldentilgung

Bereits 2009 und 2010 schrieb die Kärntner GKK Gewinne von 12,8 bzw. 28 Mio. Euro. Ende 2008 betrug der Schuldenstand noch 130 Mio. Euro. "Seither fließen die Gewinne für die Tilgung der Schulden. Auch der Gewinn 2011 wird rein dafür verwendet", sagte Lintner. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 38
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de Gouges
01
28.12.2011, 21:42
Schön wenn die GKK keine Geldsorgen hat...

...dann könnte sie sich zb dafür einsetzen, dass die Versicherten nicht über ein Jahr lang auf eine Routine-OP an der Klagenfurter Augenklinik warten müssen. Das Angebot vom behandelnden Arzt: "Wenns 3000 € zahlen, kommens innerhalb von 2 Monaten dran." Unser Gesundheitssystem stinkt gewaltig!!!! Wer war das nochmal, der unlängst inseriert hat "Zweiklassenmedizin abgeschafft!"?

sauerkraut1
12
29.12.2011, 09:50
Unser Gesundheitssystem

Auch wenn es an unserem Gesundheitssystem viel zu verbessern gibt, so lade ich Dich ein für ein Jahr in Spanien, Großbritannien oder der USA als Angestellter mit Durchschnittseinkommen ohne Ersparnisse zu leben und dort dann zum Arzt oder ins Krankenhaus gehen zu müssen. Da wirst aber die Augen aufmachen, wie gut es uns mit unserem besch... System noch immer geht. Es ist sicher massiv verbesserungewürdig, jedoch noch immer um wesentliches besser, als die Alternativen, die sich woanders bieten. Motschkern allein macht es aber nicht besser.

de Gouges
00
14.1.2012, 13:39
Aha..

Sie bezahlen wohl gern korrupte Ärzte, die in mit Steuergeldern finanzierten Krankenanstalten ihre Privatpatienten behandeln und sagen wahrscheinlich auch noch danke, weil es in den USA und Spanien noch schlimmer zugeht. Denken Sie auch mal nach bevor sie posten?

Chris Quast
10

wenn der herr nicht in einer privatklinik seiner wahl von eingeflogenen spezialisten untersucht, behandelt, operiert wird, hat er was von 2-klassenmedizin zu suddern der herr österreicher.

da kannst ihn einladen wohin du willst, verwöhnte frazen halt !!

Minister der Ökomonie
24
28.12.2011, 13:59

Hab ich das richtig verstanden?

Ich habe 100.000,- Schulden.
Ich gehe zur Bank und nehme einen Kredit über 200.000,- auf.
Danach kann ich dann sagen: ich habe 100.000,- Gewinn gemacht, denn soviel mehr hab ich jetzt in der Hand?

So in etwa sieht man "Gewinn"?

???

DerAndere34
00
28.12.2011, 16:41

nein haben sie nicht
richtiges besp:
einnahmen aus beiträge: 100.000
einnahmen aus ausgleichszahlung: 20.000
ausgaben: 110.000
"gewinn": 10.000
war ja nicht so schwer oder?
und was genau an "ausgleichszahlungen" verstehen sie nicht.
wir könnten ja grundsätzlich darüber diskutieren ob die überhaupt nötig sind ... dann aber über alle.

Chris Quast
00

hat halt ungefähr das verständnisniveau für ökonomie, wie die vorige kibara-ministerin :-)

haben die vorarlberger nicht sogar gegen dieses system geklagt (beim verfassungsgerichtshof)

GhostInside
20
28.12.2011, 14:58
korrekt

bösartiger gutmensch
21
28.12.2011, 14:54

da gehts um kärnten, die haben halt eine eigene art der gewinnermittlung.

DerAndere34
21
28.12.2011, 12:31

nur fürs verständnis

transferleistungen an gruppen, die in welcher form auch immer benachteiligt sind, sind ok.
aber nur dann wenn uns diese gruppe gefällt und ins linke/gutmenschen weltbild passt.
böse rechts-wähler, fp-regierte bundesländer, personen und andere gruppen die nicht passen sind prinzipiell davon ausgenommen.

Edmund der Fröhliche
10
28.12.2011, 09:13
Kann sich die Wiener GKK ein Beispiel nehmen, wenn es sogar die Kärtner schaffen.

bösartiger gutmensch
01
28.12.2011, 14:54

jeder schafft so einen gewinn.

Mork vom Ork
02
28.12.2011, 12:55

Betriebsergebnis minus 39 Mio. Euro,
dank 60 Mio. Euro aus dem Ausgleichsfonds und
17 Mio. Euro weiterer Zuschüsse

Vorstadtmama
 
01
28.12.2011, 09:07
..weil die schweren Fälle eh in Wien behandelt werden..

El Pais
00
30.12.2011, 11:37
die schweren fälle werden schon längst in innsbruck behandelt!

spitzenärzte verlassen nämlich in scharen das wiener akh (ein verheerender intrigantenstadl) in richtung anderer universitätskliniken oder ins ausland (schweiz, deutschland)

nachdem ja die tolle wiener stadtregierung 62 millionen im jahr für propanda und medieneinkauf beim rathausfenster hinausschmeißt, habens keine 8 millionen für das wiener akh!

freundschaft genossen!

Sarepta
00
In Innsbruck?

Ge bitte, da hat schon jeder zweite vor Jahren das Handtuch geworfen. Die Uniklinik Innsbruck geht den Bach runter...

Edmund der Fröhliche
33
28.12.2011, 09:16
Die GKK deckt nur einen Teil der Krankenhausaufenthaltskosten. Die Wiener GKK ist deswegen so desolat,

da sie ein Teil des Wiener Wohlfühlprogrammes ist. Die höchsten satzungsgemäßen Leistungen in Österreich, den höchsten Verwaltungsaufwand in Ö dafür eine schlechte Beitragskultur.
Aber die Abgänge zahlen eh die Provinzkassen.

15115
01
28.12.2011, 17:36
Edmund, der Ahnungslose

wäre als Nick passender. Bitte geben Sie doch Ihre Quellen für Ihre Erkenntnisse an. Die sind nämlich schlicht nicht korrekt.

Chris Quast
00

das kann mir nicht mal ein wiena bei aller liebe zu seiner stadt erklären, warum die ärzte dort zB fürs spritzalgeben mehr bekommen müssen als zB in OÖ.

total absurd dieses system.

Vorstadtmama
 
12
28.12.2011, 09:39

Was Gesundheitsversorgung betrifft, will ich mit den Kärntnern aber nicht tauschen. Beispiel: Alle Gyns sind Männer.. Da "spart" sich wohl so manche Kärntnerin die Vorsorgeuntersuchung.

sauerkraut1
00
29.12.2011, 09:56
Männerverseuchte Gynäkologie

Da wäre es doch interessant zu wissen, warum sich so wenige Frauen für die Fachausbildung als Gynäkologin entscheiden. Verehrte Kollegin, Ihre Feststellung ist unseriös. Wann beginnen Sie und Ihre Töchter mit dem Medizinstudium um die Misere zu bereinigen?

Vorstadtmama
 
00
29.12.2011, 11:06
..in Wien gibts Männer und Frauen...

..da kann sich jede Frau aussuchen, welchem Gyn sie mehr Vertrauen schenkt. Die Situation in Kärnten ist einfach absurd. Das wäre genauso, wie wenn es nur weibliche Urulogen gäbe...

paolo
00
28.12.2011, 07:03
...

wegen der abwanderung...

Erika Rothen
13
28.12.2011, 01:22
"Gewinn" ist schon eine recht hochtrabende Bezeichnung für ein Finanzresultat

einer Institution, welche selber rein gar nichts erwirtschaftet, sondern sich rein aus Zwangsabgaben von Zwangs"mitgliedern", sowie den Hilflosenzuschüssen aus den Kassen der besser wirtschaftenden (?), ebenfalls durch Zwang alimentierten, Geschwister finanziert.

Aber was ärgere ich mich... Demut ist ein Wort bzw. eine Eigenschaft, welche/s im failed state Kärnten offenbar gänzlich unbekannt ist...

Der Sparefroh
20
28.12.2011, 10:17
Aufgabe einer GKK?

Es kann nicht Aufgabe einer GKK sein Gewinne (egal ob finanztechnisch oder höhere Einnahmen als Ausgaben) zu machen, ihren Zwangsversicherten also Leistungen vorzuenthalten.

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