Hatte vor Wochen Schlaganfall erlitten
Islamabad - Nach einem von heftigen
Rücktrittsspekulationen begleiteten Klinikaufenthalt im Ausland hat
Pakistans Präsident Asif Ali Zardari einen vorzeitigen Rückzug aus
der Politik erneut vehement ausgeschlossen. Er sei das gewählte
Staatsoberhaupt und werde weiter für die Demokratie im Land kämpfen,
sagte Zardari am Dienstag bei einer Rede in der Provinz Sindh
anlässlich des vierten Todestages seiner Frau, der ehemaligen
Regierungschefin Benazir Bhutto. Es war sein erster öffentlicher
Auftritt seit der Rückkehr nach Pakistan vor knapp eineinhalb Wochen.
Zwei Wochen in Dubai
Zardari war nach offiziellen Angaben Mitte Dezember für zwei
Wochen im Golfemirat Dubai wegen eines Schlaganfalles behandelt
worden. Seine Abreise hatte in Pakistan Spekulationen ausgelöst, der
56-Jährige könnte angesichts massiver innenpolitischer Probleme und
unter dem Druck des mächtigen Militärs sein Amt aufgeben.
"Politik ist die Kunst des Machbaren", sagte Zardari vor mehreren
Zehntausend Anhängern am Grab Benazir Bhuttos. "Doch eine Nation
aufzubauen ist die Kunst des Unmöglichen, und ich glaube daran, das
Unmögliche zu tun." Zardaris Ehefrau war am 27. Dezember 2007 bei
einem Anschlag in Rawalpindi getötet worden. Mit der damaligen
Oppositionsführerin starben mehr als 20 weitere Menschen. (APA)