EU will Tunis "privilegierte Partnerschaft" anbieten

27. Dezember 2011, 14:47

Migration und Freihandel - Ashton und Füle begrüßen neue Regierung

Brüssel - Die Europäische Union will Tunesien nach Worten von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton eine "privilegierte Partnerschaft" anbieten. Gemeinsam mit dem für die EU-Nachbarschaftspolitik zuständigen EU-Kommissar Stefan Füle begrüßte Ashton am Dienstag die Ernennung der neuen tunesischen Regierung unter Ministerpräsident Hamadi Jebali als "weiteren wichtigen Schritt beim Übergang des Landes zur Demokratie".

"Wir freuen uns auf einen intensiven Dialog mit der tunesischen Regierung", betonten Ashton und Füle. Die EU werde Tunesien weiter im Übergangsprozess zur Demokratie unterstützen. Dabei liegen die Schwerpunkte bei Migration und Handel. "Vor uns liegt eine breite Agenda gemeinsamer Arbeiten, angefangen von Verhandlungen über eine mobile Partnerschaft bis zur Möglichkeit, ein tiefes und umfassendes Freihandelsabkommen aufzubauen. Wir sind sehr darum bemüht, mit Tunesien eine privilegierte Partnerschaft einzurichten, die für unsere Völker von Vorteil sein wird."

"Es ist höchst symbolisch, dass jetzt, ein Jahr nach Beginn der tunesischen Revolution, eine demokratisch gewählte Regierung eingerichtet wurde", erklärten die beiden EU-Außenpolitiker. Sie zollten der Bevölkerung Tunesiens Anerkennung für diese "bemerkenswerte Leistung". Zugleich betonten sie, die EU lege großen Wert auf die Festigung der Demokratie, die Achtung von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit sowie auf Fortschritte hin zu einer nachhaltigen und fairen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung.

Bei der Wahl zur verfassunggebenden Nationalversammlung in Tunesien hatte Jebalis islamistische Ennahda-Partei Ende Oktober die meisten Sitze erhalten. Sie bildet gemeinsam mit dem linken Kongress für die Republik (CPR) und der ebenfalls linken Ettakatol-Partei die neue Regierung. Am Wochenende hat ihr die verfassungsgebende Versammlung das Vertrauen ausgesprochen. In dem neuen Kabinett, das von 30 Ministern und elf Staatssekretären gebildet wird, stellt die Ennahda-Partei unter anderen den Innen-, Außen- und Justizminister.

Der Begriff der "privilegierten Partnerschaft" ist ein Schlagwort, welches im Rahmen der EU-Außenpolitik nicht näher definiert ist. Er wird unter anderem von Gegnern eines EU-Beitritts der Türkei angeführt - eine Alternative, die Ankara ablehnt. (APA)

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22 Postings
NONE
00
29.1.2012, 00:06

"Privilegierte Partnerschaft" für die Salafisten?

Das wird die freuen.

Fakt ist:

Die Araber sollen ihre eigene Union gründen. Und nicht bevorzugt behandelt werden.

Jülyet Ksantopulo
00
28.1.2012, 22:27

Eher sollte man Tunesien in die EU aufnehmen als die Türkei!

Raptor Jesus
02
28.12.2011, 22:14
Ich dacht previligierte Partnerschaft ist eine Wortschöpfung, um die Türkei hinzuhalten.

Leere Worthülsen ohne Bedeutung.

hlg
00
27.12.2011, 20:35
die eu ist bereit, das nächste bombardement gratis durchzuführen...

wenn man zwischenzeitlich das öl klauen darf...

boison de higgs
00
27.12.2011, 20:33
Willkommen in der "privilegierten" Partnerschaft.

Klingt ja ganz nett.

Dr Stänkerer
24
27.12.2011, 18:36
Eine Staatengemeinschaft...

funktioniert nur, wenn es auch eine Wertegemeinschaft ist. Der Versuch, arabische Länder näher an die EU zu bringen sollte zwischen den Staatengemeinschaften (EU und Arabische Liga) stattfinden, nicht zwischen der EU und einzelnen, instabilen Start-Up Demokratien.

boison de higgs
01
27.12.2011, 20:37

Warum mit der Arabischen Liga?
Was hat zB Yemen mit Europa zu schaffen?
Tunesien ja, da am Mittelmeer. Aber Yemen?

Mozart
82
27.12.2011, 17:25
Hier kommt immer alles negativ rüber

Ich finde es ist eine gute Nachricht und ich empfinde es als postiv

Krones
10
27.12.2011, 16:37
ein präpoptentes Verhalten...

von privilegierten Partnerschaften zu reden! Länder außerhalb der EU können mit den von ihnen gewollten Staaten bilaterale Abkommen schließen und die EU, die sich in Untergangsrichtung befindet, links liegenlassen!
Diese ganze künstliche Gefüge führt uns vor Augen, wie unter der EU die Finanzkrise, die €-Krise, die ausufernde Finanzpolitik die halbwegs funktionierende Wirtschaft mit in den Abgrund reisst!
Jene, die immer noch daran glauben, können ihr Vermögen in den Rettungsschirm einbringen - die Probleme müssten über Nacht behoben sein!

Ponticus
12
27.12.2011, 16:27

Gegen Migration in Richtung Tunesien habe ich nichts.

Halbmond
73
27.12.2011, 16:06
Es gibt keine alternative....

entweder man ist EU mitglied oder nicht,diesen schwachsinn können sie jemand anderen vorgaukeln.

Und finde auch richtig das die erstarkte Türkei diese priviligierte partnerschaft ablehnt!

J R
00
27.12.2011, 18:47

ihr entkommt unserer Rache nicht, nicht mehr lange und wir schicken euch unsere bildungsfernen Proleten.

El Vez
10
27.12.2011, 16:33

inwiefern soll die türkei erstarkt sein? sie meinen doch nicht etwa die kreditblase die sich die türken noch ein paar monate vielleicht sogar ein paar jahre leisten können. denn wenn ich mir die türkische wirtschaft anschaue (mehr importe als exporte) dann seh ich schwarz!

NONE
28
27.12.2011, 16:05

Diese "priviligierten Partnerschaften" sind so ein blödes Wort.

Die arabischen Staaten sollen eine eigene Union bilden und wirtschaftlich mit EU Staaten zusammenarbeiten.

Das war es. Zu glauben das die selben Werte in so unterschiedlichen Kulturkreisen herrschen würden ist lächerlich. Aber die EU könnte einmal aufhören Despoten und Regime - wie die Saudis - zu hoffieren...

Halbmond
42
27.12.2011, 16:22

Die priviligierte partnerschaft ist ein wort um die die Türkei außerhalb der EU zuhalten.

Raptor Jesus
00
28.12.2011, 22:24
Wenn es Leute wie dich aus der EU raushält, dann erfüllt es seinen Zweck.

mistvieh666
 
10
27.12.2011, 20:21

ja, nachlesen, ganz witzig:
http://de.wikipedia.org/wiki/Priv... tnerschaft
eine "unerhoerte diskriminierung", eine "grosse unverschaemtheit" usw.
was ich immer sag: es ist vollkommen sinnlos mit islamisten zu reden, sogar wenn sie wie die tuerkischen eigentlich friedlich sind ...

J R
00
27.12.2011, 18:39

natürlich, und das ist auch gut so.

Nichts ist wahr, (fast) alles ist erlaubt
 
02
27.12.2011, 17:34

Das schafft die Türkei auch so gut...
Siehe "Rauhbein" Erdogan.

juuni
03
27.12.2011, 16:01
das

ist wohl eine Drohung.

Markus1975
04
27.12.2011, 15:23
na also bieten wir etwas an

das wir gar nicht näher definiert haben, wenn das Land dann erst mal priveligierter Partner ist, können wir das immer noch nachholen ... Passt schon ... Weiter so ihr Geistesriesen und Gehirnakrobaten der EU ... Aber innerhalb der Partner nur Blödsinn machen... (Schlagwort: Energiesparlampe) ...

Zuckerlilly Zuckerlilly
07
27.12.2011, 15:05
Ist Ashton & CO jetzt total von der Rolle?

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