Googles Aufsichtsratvorsitzender sprach beim The Economic Club Event über das Internet und die Zukunft der Erde
Beim The Economic Club Event in Washington sprach Googles Aufsichtsratvorsitzender Eric Schmidt darüber, wie seiner Meinung nach Technologie die Welt verändern kann. Das Internet bringt mehr Informationen, Transparenz und Werte zu den Menschen. Technologie, im Besonderem das Internet, kann den Menschen helfen, einen Schritt nach vorne zu wagen, so Schmidt.
"Jeder von uns wird zustimmen, dass Menschen nach ihren Träumen suchen können. Sie sollen die Möglichkeit haben, zu erreichen, was sie wollen."
Politik vs. Cyberspace
Laut Schmidt werden zwei rivalisierende System entstehen, die durch das Internet zusammengeführt werden: Offline-Institutionen, wie die Politik und das Gesetz, und der Cyberspace. Er glaubt, dass in Zukunft "ein neues Gleichgewicht entstehen wird". Beide Seiten werden von der Technologie unterschiedlich bedient. Der Cyberspace, sagt Schmidt, wird die Politik dazu zwingen in vielen Bereichen ehrlicher zu sein. Im Gegenzug wird die Politik Einfluss auf die negativen Dinge im Cyberspace haben.
Big Four
Für Schmidt sind es vor allem vier Unternehmen, die dazu beitragen, das Leben auf der Erde zu verbessern. Laut dem CEO haben Google, Apple, Facebook und Amazon Plattformen, die groß genug sind, um politische und Wirtschaftssysteme zu beeinflussen.
"Der Aufbau dieser Systeme ist heute möglicherweise das wichtigste Geschäftsfeld. Der gemeinsame Marktwert dieser Unternehmen ist sehr hoch, allerdings sind sie erst am Anfang. In den nächsten zehn Jahren werden Computer 30 Mal schneller sein (...) wodurch wir unglaubliche Dinge tun können."
Keine Angst vor künstlicher Intelligenz
Schmidt hat keine Angst, dass Computer und künstliche Intelligenzen einmal den Planeten übernehmen werden. Er glaubt, dass "in den nächsten fünf bis zehn Jahren Menschen und Computer voneinander unterscheidbar bleiben. Die Menschen werden weiterhin sehr gut in dem sein, was sie tun - Intuition, Spaß, Unterhaltung, Innovation - und Computer werden außerordentlich gut in den Dingen sein, die sie heute schon gut können, wie bei 'Nadel im Heuhaufen'-Problemen und ein unendliches Gedächtnis."
It's the Network, Stupid
Bei mobilen Geräten liegt der Mehrwert weniger beim Gerät selbst, sondern mehr beim Netzwerk zu dem sie verbunden sind, sagt Schmidt. "Ich halte das nicht für mein Telefon. Es ist mein persönlicher Supercomputer, der mir jede Frage beantworten kann, die mir wichtig ist."
Google baut sein Netzwerk aus
Tablets und andere mobile Geräte sind Zugangspunkte zu diesen Netzwerken. Darum investiert Google weiter in sein Netzwerk. Vor kurzem wurde die Grundsteine für zwei neue Datenzentren in Asien gelegt. (soc)