Fast jede zweite Abfrage wird von einer Schule getätigt
Die Sexualstraftäterdatei verzeichnet einen Abfragerekord, bis jetzt seien mehr als 28.000 Abfragen durchgeführt worden. Fast jede zweite Abfrage werde von einer Schule getätigt, berichtet das Ö1-Morgenjournal. Vor zwei Jahren wurde der Zusatz zum Strafregister eingerichtet, in den Sexualstraftaten eingetragen werden. Abgefragt werden vor allem Bewerbungen als Lehrer, Kindergärtner oder Horterzieher. In der Datei sind alle rechtskräftig verurteilten Täter gespeichert, die seit Errichtung der Datei verurteilt worden sind, das seien rund 1.700 Personen, berichtet Ö1.
Knapp die Hälfte der Abfragen sei durch Landesbehörden wie Gerichte, Staatsanwaltschaften, Sicherheitsbehörden, Jugendwohlfahrtsträger und Schulbehörden erfolgt, sagt Manfred Luczensky von der Bundespolizeidirektion Wien im Ö1-Morgenjournal. Viele Erziehungseinrichtungen würden routinemäßig eine Auskunft einholen, anders als beim Strafregister, das sich auf Gerichte, Staatsanwaltschaften und Sicherheitsbehörden beschränke.
Mit dem Register soll vermieden werde, dass es zu Wiederholungstaten kommt. Vermerkt ist auch, ob ein Täter bestimmte Auflagen erhalten hat. Auch Berufsverbote für Erzieher wegeb einschlägiger Verurteilungen sind in der Datei eingetragen. (red)