Saleh wird in den USA medizinisch behandelt

27. Dezember 2011, 09:19

Laut Zeitung "New York Times" Einreise schon Ende der Woche möglich

New York - Die USA sind offenbar bereit, den scheidenden jemenitischen Präsidenten Ali Abdullah Saleh für eine medizinische Behandlung einreisen zu lassen. Das meldete die "New York Times" unter Berufung auf zwei Regierungsbeamte am Montag.

Laut eines in der Zeitung zitierten Regierungsbeamten könne Saleh schon Ende der Woche in einer New Yorker Klinik behandelt werden. Saleh hatte zuvor selbst angekündigt, bald in die USA reisen zu wollen. Er wolle aber bald wieder in den Jemen zurückkehren. Der Politiker war vor Monaten bei einem Bombenanschlag auf die Moschee neben dem Präsidentenpalast verletzt worden.

Für Salehs Einreise müssten aber bestimmte Bedingungen erfüllt werden, hieß es weiter. Ein Visum für Saleh sei noch nicht ausgestellt worden. Saleh wäre der erste arabische Machthaber seit dem Beginn der politischen Unruhen vor einem Jahr, dem ein längerer Aufenthalt in den USA gestattet würde.

Die Entscheidung, Saleh die Einreise zu erlauben, ist in den USA jedoch umstritten. Einige Regierungsmitglieder befürchten, dass den Vereinigten Staaten nun unterstellt werde, dem geschmähten Machthaber so Schutz zu bieten. Saleh wird für den Tod hunderter Regierungskritiker verantwortlich gemacht.

Auch im Jemen sind die Meinungen gespalten. Die Interimsregierung will einerseits Raum für politischen Fortschritt schaffen. Andererseits solle Saleh den medizinischen Aufenthalt aber nicht für politische Vorteile nutzen. Der seit 33 Jahren regierende Machthaber hatte im November eine Abmachung unterzeichnet, wonach er im Gegenzug für seinen Rückzug aus der Politik Schutz vor Strafverfolgung erhält.

Ein tagelanger Protestmarsch gegen den scheidenden Präsidenten hatte erst am Wochenende ein tödliches Ende genommen. Mindestens 14 Demonstranten starben, als Soldaten das Feuer auf sie eröffneten. (APA)

tell the truth
00
28.12.2011, 23:20
»Er mag ein Bastard sein, aber er ist unser Bastard«

nAK
11
27.12.2011, 21:26
Warum denn nicht, hat er doch schliesslich

sein Land in einen Stützpunkt der USA verwandelt, mit Geheimgefängnissen, Folterlagern und alles, was das Herz eines Friedensnobelpreisträgers erfreut ..

NONE
22
27.12.2011, 15:51

Wow.

Die "Demokratie" USA behandeln einen Diktator.

Und die Verwundeten, die er hat anschiessen lassen, bekommen kein Visum.

Was läuft hier falsch?

Ganz einfach - die USA scheren sich nicht um Menschenrechte.

Schade das Europa solche unterwürfigen Sklaven sind und niemals Sanktionen gegen die USA verhängen werden ...

sawadi
00
27.12.2011, 18:03

Reza Schah Pahlavi
Ferdinand Emmanuel Edralin Marcos
usw

delysid
01
27.12.2011, 15:29

Ein Fall für Dr. Nick Riviera!

Dragomir
02
27.12.2011, 10:49

1.e Therapiemöglichkeit: Mit Strom
2.e Therapiemöglichkeit: Wie seine ehemaliges Volk. Sind ihm die Ärzte nicht gut genug, die für sein? Volk gut genug sein müssen?

minderleister
01
27.12.2011, 10:31
da können sie ihn gleich verhaften

und ab nach den haag sonst sind sie unglaubwürdig

NONE
21
27.12.2011, 15:52

Ja, die USA sind wirklich unglaubwürdig.

Die angeschossenen Opfer von Saleh werden ja nicht in den USA behandelt.

Die USA fordern Demokratie und Menschenrechte auf der einen Seite, aber pflegen einen Diktator. Und das ganz offen.

Ich finde diese Verlogenheit extrem erstaunlich.

hart_aber_fair
12
27.12.2011, 14:05

die usa erkennen internationale gerichte nicht an, denn sonst wären die meisten ihrer politiker längst vor gericht. die usa erkennen nur ihre eigenen gerichte an, sowohl für us-amerikaner, als auch für den rest der weltbevölkerung.

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