"Neue Rechte" stellte offiziellen Antrag und hinterlegte Unterschriftenliste
In Rumänien häufen sich Medienberichte über die Absicht der ultranationalistischen und rechtsextremen Bewegung "Neuen Rechte", eine offizielle Partei zu gründen. Wie die Nachrichtenagentur "Mediafax" berichtete, ist vergangene Woche ein entsprechender Antrag über die Parteigründung zusammen mit den erforderlichen 30.000 Unterschriften beim Bukarester Gerichtshof deponiert worden.
Die im Jahr 2000 gegründete Organisation hat bisher immer wieder durch Straßenaktionen und Märsche gegen Homosexuelle, die ungarische Minderheit, Roma, den Schengen-Beitritt Rumäniens oder die Globalisierung aufmerksam gemacht und zeigte unter anderem offene Bewunderung für den Anführer der rumänischen faschistischen "Legionärsbewegung", Corneliu Zelea Codreanu, oder die aggressiv antisemitischen Texte des rumänischen "Nationaldichters" Mihai Eminescu.
Wie der Anführer der "Neuen Rechten", Tudor Ionescu, erklärte, will man durch die Gründung eines politischen Flügels der Bewegung "die Rettung des rumänischen Staates" erzielen und "Rumänien unter die ersten 15 Staaten der Welt befördern".
Zum 25 Punkte umfassenden Programm gehört auch das Ziel der Wiedervereinigung der Republik Moldau (Moldawien) mit Rumänien nach dem Muster Ost- und Westdeutschlands - das mehrheitlich rumänischsprachige Moldawien war bis 1812 sowie zwischen den beiden Weltkriegen Teil Rumäniens. Auch will die "Neue Rechte" unrechtmäßigen Besitz enteignen, illegale Privatisierungen rückgängig machen und den Bevölkerungsrückgang aufhalten. (APA)