Amnestie: Etwa 2000 Gefangene in Kuba freigelassen

27. Dezember 2011, 06:41

Aber nur ein politischer Häftling darunter - Menschenrechts-Aktivist berichtet über Häftlingsproteste

Seit der Ankündigung einer Amnestie für fast 3000 Gefangene durch die kubanische Führung am vergangenen Freitag sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten etwa 2000 Häftlinge auf freien Fuß gekommen.

Elizardo Sanchez, Vorsitzender der offiziell verbotenen, aber von der Regierung in Havanna tolerierten Kubanischen Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung (CCDHRN), sagte der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit), die meisten jetzt in den 15 Provinzen des Landes Freigelassenen seien wegen kleinerer Vergehen inhaftiert gewesen.

Der einzige politische Gefangene unter den jetzt Freigelassenen war der Arzt Carlos Martínez, wie Sánchez mitteilte. Er sei wegen "Enthüllung von Staatsgeheimnissen" zu 20 Jahren Haft verurteilt worden, von denen er vier verbüßt habe.

Zugleich gab es wegen der Beschränkung der Amnestie Sánchez zufolge Proteste in mehreren Gefängnissen. Im Nationalgefängnis von Boniato in der Provinz Santiago de Cuba habe sich ein Dutzend Häftlinge den Mund zugenäht und einen Hungerstreik ausgerufen.

Staatschef Raul Castro hatte am Freitag in der Hauptstadt Havanna mitgeteilt, dass die Amnestie aus humanitären Gründen für mehr als 2900 Gefangene gelten solle, auch für 86 inhaftierte Ausländer aus 25 Ländern, darunter 13 Frauen. Der im März wegen Spionage zu 15 Jahren Haft verurteilte US-Bürger Alan Gross fällt allerdings nicht unter die Amnestieregelung. (APA)

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25 Postings
Anaxagoras
00
28.12.2011, 12:35
Da sollte sich der Fischer ein Beispeil nehen!

nAK
01
27.12.2011, 21:29
Vielleicht lassen die USA jetzt auch B. Manning frei,

der in Folterhaft in der freien Welt sitzt, weil er schwerste Menschenrechtsverstösse an die öffentlichkeit gebracht hat.

Ach so ja, keines unserer unabhängigen Medien würde es sich trauen, B. Manning als politischen Gefangenen zu bezeichnen.

Thomas Mohr
 
10
30.12.2011, 00:41

nAK, schätze einmal was mit einem Kzbaner passiert der in Kuba ähnliches wie Manning macht......

*space
00

Wie überall...

Schreck
18
27.12.2011, 12:22
Geh bitte mit dem Begriff "politischer Gefangene" will man Assoziationen zu Diktaturen und faschistischen Regimen erzeugen.

So als wäre jemand in der Nacht von der Gestapo abgeholt und nie wieder gesehen worden.

"Politische Gefangene" im Sinne von "Verfassungsbruch", "Verschwörung gegen den Staat" etc. gibt es auf der ganzen Welt. Das ist ein Selbstschutzmechanismus des Staates. Das kann gut (zb indem man in der labilen Nachkriegssituation verhindert hat, dass sich die Nazis neu sammeln können) oder auch schlecht (Tierschutzprozess, Bradley Manning) sein, aber es ist kein Spezifikum von Kuba.

Die Menschenrechte und das Recht auf einen fairen Prozess müssen eingehalten werden und das werden sie auf Kuba mind. genauso wie in der ach-so-tollen westlichen Welt.

Thomas Mohr
 
40
27.12.2011, 16:07

Schreck, wann genau wirden die Castro Brothers demokratisch legitimiert ? Ich wills Dir sagen: NIE. Kuba IST eine Diktatur, ob Du es willst oder nicht. Was die Opfer angeht (bei deren Anzahl Castro durchaus mit Pinochet mehr als nur mithalten kann): denen ist es egal ob sie von einem faschistischen oder sozialistischen Regime exekutiert wurden.

Plagiator
01
28.12.2011, 10:28

Sie Kubahasser sind ja völlig daneben. Wenn man die Meldungen der bürg. Presse über Kuba verfolg,t ist man ja schon einiges gewöhnt. Aber was sie hier anführen ist wirklich absurd. In Kuba wurde gemordet, gefoltert, unterdrückt und ausgebeutet, bist die Revolution 1959 damit Schluss machte. Aber der Terror gegen die Insel durch die USA geht bis heute weiter. mal intensiv mal subversiv.

Thomas Mohr
 
20
28.12.2011, 19:04

"bist die Revolution 1959 damit Schluss machte."

Jaja, und die Erde ist eine Scheibe.

Der Neue Mensch
20
28.12.2011, 13:11
bist die Revolution 1959 damit Schluss machte

Falsch. Hat sie nicht. Unter Castro fand dies nur etwas subtiler statt als unter Batista. Und Batista hat 7 Jahre als Diktator geherrscht. Die Castros tun dies nun 53 Jahre.

Tomás Borge
00
...aber Rekordhalter an Unrecht sind ja wohl

die USA. Die sperren ein, solange sie wollen und ohne Gerichtsurteil.

Peon
 
02
27.12.2011, 19:54
Allende würde sich im Grab umdrehen!

So einen - verzeihe- Scheiß habe ich schon lange nicht mehr gehört. Pinochet mit Castro zu vergleichen, da muss man schon vollkommen verblödet sein!

Thomas Mohr
 
20
27.12.2011, 20:03

Erzähle das einmal einem der 20.000 Toten die Castro nachweislich am Kerbholz hat. Ich verstehe nicht wie man als Sozialist zu Castro stehen kann.

Es ist ganz einfach. Wenn man zu Castro oder Pinochet steht hat man ein massives Problem mit Menschenrechten und ist kein Demokrat.

Peon
 
01
27.12.2011, 21:42
aus

Du bist zu blöd, mit dir red ich nicht!

Thomas Mohr
 
20
27.12.2011, 21:59

Gut. Wenn kubanischen Archive zugänglich werden werden wir sehen was für Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden.

In der Zwischenzeit. Jeder der Castro unterstützt ist nicht besser als ein Unterstützer von Pinochet.

byron sully
20
27.12.2011, 14:47

"Assoziationen zu Diktaturen"

und was ist kuba denn anderes als eine diktatur?

Plagiator
01
28.12.2011, 10:33

Kuba macht ja schlimme Dinge auf der Welt. Dagegen wird die Menschheit weltweit durch die USA beglückt, die Frieden und Freiheit herbei bomben, wo auch immer Öl fließt. Und demokratisch sind die!

Da mutet so ein Feindbild gegen das kleine Kuba sonderbar an.

byron sully
10
28.12.2011, 14:57

eine diktatur ist meiner meinung dadurch definiert, ob sie selber eine diktatur ist - und nicht, in welchem verhältnis sie zu den usa steht (oder die usa zu ihr). es gibt genauso us-freundliche wie us-feindliche diktaturen. für sie existieren aber offenbar nur erstere.

Plagiator
01
28.12.2011, 17:38

In Kuba gibt es kein Parlament mit verschiedenen Parteien. Aber es gibt Kandidaten die man wählen kann. Es nennt sich partizipative Demokratie.
Bei uns in der Firma gibt es z.B. Betriebsratswahlen. Es gibt Personen zu wählen die meine Interessen vertreten, aber keine Parteien. Bisher wurde dies noch nicht als diktatorisch bezeichnet.
Außerdem hat jede Regierung das Recht Gesetze zu erlassen, Dinge zu verbieten oder zu erlauben.

byron sully
00
29.12.2011, 14:46

rein formell mögen sie recht haben. aber wehe, jemand mit von der einheitspropaganda abweichenden meinungen will kandidieren - der/die kommt dann nicht auf den stimmzettel, sondern ins gefängnis. bei uns hingegen darf z.b. eine SLP zum glück sehr wohl kandidieren.

Thomas Mohr
 
20
28.12.2011, 21:06

Weißt Du wie oft das kubanische Parlament im Jahr tagt ? Ein Mal !! Da wird einfach nur zu dem Ja gesagt was die Castro Brothers wollen. Ausserdem, Parlamentarier wirst in Kuba nur, nachdem deine Kandidatur von der Partei genehmigt wurde. Wenn Du das Demokratie nennst tust du mir sehr, sehr leid.

Der Neue Mensch
30
27.12.2011, 13:36
Oh Schreck

Ich hab einen grundlegenden Wandel in Kuba verpasst, wonach Kuba keine Diktatur (mehr) ist, sondern ein Rechtsstaat, der insbesondere das Menschenrecht auf einen fairen Prozess gewährleistet.

h 90
01
27.12.2011, 14:25

Ob Diktatur von den Castro brothers oder von dem militaerischen-industriellen-Bankenkomplex mit alle paar Jahre einen neuen affigen Schauspieler als Pseudopraesident bleibt sich auch gleich.

alla riscossa
30
27.12.2011, 13:44
in der du deinen käse posten kannst!

versuch das mal in kuba!

Mork vom Ork
00
27.12.2011, 13:58

Sarkasmus ist eine schwer zu verstehende Kunst, oder?

egal9
04
27.12.2011, 09:20

"Aber nur ein politischer Häftling darunter"

Kein Wunder, dass dieser CIA-finanzierte Verein in Kuba so ungeliebt ist.

Ein politischer Gefangener von wie pol. vielen Gefangen? Amnesty International gilt ja nicht gerade als Castro-freundlich und beobachtet Kuba schon sehr lange. Und was haben die gezählt:
"Von den Häftlingen in kubanischen Gefängnissen steht mittlerweile keiner mehr auf der Liste der "Gewissensgefangenen" der Menschenrechtsgruppe Amnesty International."
http://derstandard.at/132450123... -Gefangene

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