Kritik am Netz

Autor Henning Mankell: Internet vermittelt kein Wissen

26. Dezember 2011, 12:53

"Gerade junge Leute glauben, dass Google Wissen und Wahrheit vermittelt"

Das Internet vermittelt nach Ansicht des schwedischen Bestseller-Autors Henning Mankell kein wirkliches Wissen. "Viele googeln Informationen und sie glauben, dass diese Informationen auch Wissen sind. Sind sie aber nicht", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Wissen ist das kritische Verständnis von Informationen. Gerade junge Leute glauben, dass Google Wissen und Wahrheit vermittelt. Eine Katastrophe ist das!"

Ausblick

Über eine mögliche Fortsetzung seiner "Wallander"-Krimis sagte der 63-Jährige: "Das Leben ist kurz, und ich will noch viele Dinge schreiben. Vielleicht geht es ja mit seiner Tochter weiter, die Polizeibeamtin ist, und Wallander bleibt noch am Rand sichtbar." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 78
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Franz Josef Lolinger
10
27.12.2011, 20:55

Wie heisst doch das Sprichwort: Mankell, bleib bei deinen Schundkrimis.

Spinndoktor
20
27.12.2011, 14:32
Ich nehme an, er hat das sehr spezifisch gemeint,

es aber als allgemeine Behauptung formuliert. Wer so wenig Reflexionsvermögen aufweist, ist eigentlich als Schriftsteller nicht satisfaktionsfähig. Deshalb hier jetzt mein Gedanke, dass ich gerne einmal seinen Ghostwriter kennenlernen würde.

Achmo Ledbid
22
27.12.2011, 13:17
im gegenteil!

das internet bietet eine demokratische erstellung von wissen, ich denke da über wikipedia-diskussionsprozesse, wo formulierungen immer wieder aufs neue geschärft wurden, wo auch verschiedene regionale bedeutungen eines begriffes berücksichtigt werden. auch der wissenaustausch in fachforen sind die einzige quelle für neue kaum dokumentierte neue technologien, das wording und neue begriffe enstehen auch dort. die großen enzyklopädie-verlage haben da immer wieder gratwanderungen gemacht bzw. selbst begriffe erfunden. klar ist das manchen professoren, die evtl. einem buchverlag nahe stehen, nicht so ganz recht. zum glück sind wir nicht mehr von verlegern oder medien abhängig, die das weltwissen für sich beanspruchen und steuern wollen.

free spirit
21
27.12.2011, 12:07
mankell

vermittelt definitiv kein wissen

Schwarzkappler
01
27.12.2011, 15:26

... und hat wo genau das Gegenteil behauptet?

Heavyweather
13
27.12.2011, 11:24

Armer alter Mann...
Für eine Zeitungsmeldung reicht es.

theEdge
 
12
27.12.2011, 11:03

Sie indifferent wie Mankell über das Internet schimpft, so indifferent ist seine eigene Aussage.

<!-- 42 -->
23
27.12.2011, 10:50
daten != information =! wissen -> immer schon,...

danke herr mankell für die tiefen einblicke in die informationsindustrie,...

wohl lieber einfach weiter ein paar krimis im nicht ganz so teuflischen medium buchdruck veröffentlichen.

medium und abstraktion sind zwei verschiedene paar schuhe. und der wissensgewinn aufgrund eines mankell "schriftwerks" hält sich nebsbei auch in recht überschaubaren grenzen,...

hauptsache der standard konnte mal wieder einen 3 zeilen apa lückenfüller pasten,...

Gut informierter Leser
08
27.12.2011, 10:47
Internet vermittelt kein Wissen.

Genau so wie Bücher, Zeitungen, Lehrer kein Wissen vermitteln.

Wissen muss sich jeder selbst erarbeiten. Das Medium, das die dafür nötigen Informationen liefert, ist nicht so wichtig.

Herman Toothrot
01
27.12.2011, 10:38

und jetzt sag vielleicht noch, in der zeitung steht auch nicht immer die ganze wahrheit. oder der strache erzählt nicht immer nur die objektiven fakten.

meine welt bricht zusammen

hugoundso
11
27.12.2011, 10:09
schlechte bücher

ich habe auch schon mal schlechte bücher gelesen. vermitteln jetzt alle bücher kein wissen?

12345678901234567890
13
27.12.2011, 09:47

was das mit dem medium zu tun hat, würde ich gerne wissen. wenn ich mankells statement im internet lese, ist das dann automatisch kein wissen sondern nur information?
was hat google als reine suchmaschine damit zu tun?
unegklärte fragen, die mich eher zu dem schluss kommen lassen, der gute schreiberling mag das internet nicht, als dass hier durchdachte medienkritik geübt wird.

F. Ritzl
11
27.12.2011, 06:06
"schlechter" find' ich, daß Kinder sofort googeln, statt kurz nachzudenken

das ist mMn. für einen Heranwachsenden, der sich erst Wissen aufbauen soll, schlecht.

Jetzt ist das Netz leider auch schon beim Spazierengehen verfügbar :-((

Pele_2008
02
27.12.2011, 11:37
Schlecht ist, dass Eltern ihren Kinder nicht vermitteln,

dass das Netz Informationen vermittelt und man aus der Summe an Informationen erst Wissen machen muss.

Señor Mascarenas
13
27.12.2011, 02:33
Was ist ein...

... Henning Mankell? Soll ich ihn/sie/es kennen? Was ist ein Wallander?
Ich werde Google und Wikipedia befragen.
Und Wikipedia mit meiner Spende unterstützen!!!

joebufu
10
27.12.2011, 00:48

"Wissen ist das kritische Verständnis von Informationen. Gerade junge Leute glauben, dass Google Wissen und Wahrheit vermittelt. Eine Katastrophe ist das!"

Google berichtet nicht wirklich viel, die geben nur wieder was geschrieben wird. wie im wahren Leben muss das Individuum filtern, welchen Quellen zu vertrauen ist und welchen nicht.

Nitram1988
15
26.12.2011, 23:48
Das Internet vermittelt etwa genau so viel Wissen wie eine Bibliothek.

Laut Nature ist die qualität von Wikipedia mit Encyclopædia Britannica vergleichbar.

Das Internet ist ein neues Medium, welches den Zugang zu Informationen erleichtert. Für die Qualität der Informationen kann das Medium nichts.

Michael Haberler
16
26.12.2011, 22:46
Ich kann googlen und weiss daher Bescheid

circa so bescheuert wie seine Aussagen zu Gaza - der matched sich mit Wolfgang Lorenz in der "Null Ahnung, aber zu allem eine Meinung" - Liga

das man auch sowas wie Khan Academy machen kann, was vielen Kids irgendwo auf der Welt viel mehr bringt als seine stinkfaden Krimis, fallt natürlich durchs Sieb

Zwischenton
00
27.12.2011, 11:31

Es gäbe aber auch die Möglichkeit, sich selber in der Welt zu bewegen, mit anderen Menschen zu diskutieren, als sich durchs Netz so ein Pseudowissen aufzubauen, das kids vielleicht mitunter auch aus Foren haben und dann bildungsmäßig für voll nehmen!

woifee 0.0
11
27.12.2011, 13:23

Aber ob ich mich jetzt durch Gasthäuser bewege und diskutiere oder in einem Gasthausforum ist doch egal, beides geben fie gleiche Art an "Pseudo"-Informationen. Außerdem ergibt Diskussion selten Wissen, dazu bedarf es wohl Recherche, und Diskutiere ich in einem Forum online kann ich nebenbei fast immer Belege für meine Aussagen suchen, bzw. andere können es auch.

Im Gasthaus wird es schwerer, es sei denn ich habe mein Smartphone mit ;-)

Zwischenton
01
27.12.2011, 14:35

Sie könnten aber auch wissenschaftliche Bücher lesen von renomierten Wissenschaftern anstatt sich auf Forenlinks zu verlassen, wo sehr viel Schmäh drin ist oder sein kann, wenn man es nicht auf die Schnelle zu unterscheiden weiß! Im Wirtshaus werdens in keinem Fall viel Wissenserweiterung finden, dafür aber sozialen Umgang mit Menschen präsent behalten, was in einem Forum nicht der Fall ist, sowas entfernt einen immer weiter von der Realität. Letztendlich glaubt man, man hat 1000e Freunde, dabei sind alles nur virtuelle Namen letztendlich...
Bin nicht gegen Internet, ganz und gar nicht, man sollte es nur sinngemäß zu nutzen fähig sein und grad sehr junge Leute können das wohl nicht immer.

woifee 0.0
10
27.12.2011, 14:46

Kommt auf die Wissenschaft an, aber in der Regel sind es die wissenschaftlichen Zeitschriften, die die neuesten wissenschaftlichen Errungenschaften zu finden sind und ich glaube diese sind zumeist auch online abrufbar, viele gegen ein gewisses Entgelt. Im Internet gilt sowieso, wie auch außerhalb, die Quellen kritisch zu hinterfragen und vergleichsliteratur zu Rate zu ziehen und die deren Quellen zurück zu verfolgen.

Zwischenton
01
27.12.2011, 15:08

Das mag schon stimmen, aber Klicken geht halt oft auch schneller als Denken oder in einer Bibliothek suchen nach Wissen. Und wenn bei den kids nebenbei noch 20 SMS herausgehämmert werden, zweifle ich daran, ob sie besonders kritisch ihre Quellen auswählen (können). Kein Hirn kann überdimensional viel zugleich erfassen bzw. das mit der vollen Qualität. Durch die mögliche Technik ist uns wohl mehr an Möglichkeiten gegeben als wir verkraften können.

woifee 0.0
10
27.12.2011, 15:31

Den Umgang mit Medien muss man eben lernen, daran ist aber nicht das Medium schuld. Dazu gehört ein gewisses Maß an Eigenverantwortung.

Zwischenton
01
28.12.2011, 01:26

Sehe ich auch so, doch diese Art von Eigenverantwortung, die dafür nötig ist, haben Kinder oder Jugendliche eben noch nicht.

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