Verhandlungen der Palästinensergruppen weit fortgeschritten
Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat Verhandlungen mit einer palästinensischen Regierung für den Fall ausgeschlossen, dass an dieser die Hamas beteiligt ist. Wie der staatliche israelische Rundfunk am Sonntag berichtete, sagte Netanyahu das bei der jährlichen Konferenz der israelischen Botschafter in Jerusalem. Hintergrund sind die Äußerungen führender palästinensischer Politiker aus den vergangenen Tagen über einen möglichen Beitritt der radikalislamischen Hamas zur Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO).
Netanyahu habe gesagt, er werde "Friedensverhandlungen mit der Autonomieverwaltung verweigern, wenn die Hamas der palästinensischen Regierung angehört", berichtete der Rundfunk. Netanyahus Sprecher Mark Regev wollte dies nicht bestätigen, da Netanyahu "hinter geschlossenen Türen" gesprochen habe. Der israelische Regierungschef wies dem Rundfunkbericht zufolge darauf hin, dass die Sicherheitsbedürfnisse Israels durch den Umbruch in der arabischen Welt gestiegen seien.
Hamas-Führer Khaled Meshaal hatte am Donnerstag bei einem weiteren Versöhnungstreffen von Palästinensergruppen in Kairo gesagt, seine Organisation stehe kurz vor einem Beitritt zur PLO. Zu den insgesamt 14 Gruppen, die der Organisation künftig angehören sollen, zählt auch der Islamische Jihad. Das provisorische Führungsgremium soll am 2. Februar erneut in Kairo zusammenkommen. (APA/AFP)