Budgetkonsolidierung

Häupl will zwei Drittel über Steuerseite finanzieren

25. Dezember 2011, 13:16

Wiens Bürgermeister lehnt Akademikersteuer vehement ab

Wien - Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) will die Budgetkonsolidierung im Bund vorwiegend über steuerliche Maßnahmen meistern. Gleich zwei Drittel des Einsparungsvolumens soll seiner Meinung nach über die Einnahmenseite lukriert werden. Begründet wird dies von Häupl im Interview mit "Österreich" damit, dass der Anteil vermögensbezogener Steuern im europäischen Vergleich zu niedrig sei.

Angedacht wird vom Bürgermeister konkret eine Börsensteuer sowie eine Steuer auf Umwidmungsgewinne. Dezidiert abgelehnt wird von Häupl die Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Eine klare Absage des Bürgermeisters gibt es auch für das zunächst von der Kärntner SPÖ propagierte, dann auch von Kanzler Werner Faymann (SPÖ) mit Wohlwollen betrachtete Studiengebühren-Modell, mit dem Akademiker ab einer gewissen Einkommenshöhe nachträglich einen Beitrag für ihre universitäre Ausbildung leisten sollten: "Eine Akademikersteuer ist überhaupt das Absurdeste, das ich je gehört habe", befindet Häupl.

Scharfe FPÖ-Kritik an Häupls Steuerplänen

Mit scharfer Kritik antwortet die FPÖ auf die Vorstellungen von Michael Häupl. "Belasten, belasten, belasten", so stelle sich die SPÖ die Budgetkonsolidierung vor, ärgerte sich FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in einer Aussendung über einen "Angriff" auf die Leistungsträger. Anstatt die längst überfällige Verwaltungsreform in Angriff zu nehmen, wolle die SPÖ wieder einmal die Brieftaschen der Österreicher plündern. Häupl exerziere dies ja bereits in Wien vor, wo eine Gebührenerhöhung die nächste jage.

Pröll will "Sparlatte" möglichst hoch sehen

Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) steht zur Schuldenbremse, will beim Sparen die Latte nicht zu tief gelegt sehen und wünscht sich eine langfristige Perspektive für die Große Koalition. "In Zeiten, in denen es immer schwieriger wird, ist es gut, wenn eine Regierung auf der breitest möglichen Basis steht", sagte er im Interview mit der Tageszeitung "Österreich".

Über steuerpolitische Maßnahmen wolle er "jetzt" nicht diskutieren, so Pröll. Man sollte vorerst "nur über die Sparziele, aber nicht mehr über höhere Steuern sprechen". Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) mache "mit seinen ständigen Steuervorschlägen aus der Arbeiterkammer katastrophale Fehler".

"Je höher die Sparlatte liegt, umso besser die Kraftanstrengung. Und wir brauchen sicher mehr als zwei Milliarden, weil wir Reserven brauchen, um die Wirtschaft anzukurbeln", betonte Pröll.(APA)

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pluralis modestatis
00
Der soziale Staat

60 % Steuer - und Abgabenquote
Inklusive Indirekter Steuern zahlt der Privatangestellte in Österreich ca. 60 % an Abgaben für Staatsdiener.

Beamte und Staatsnahe sind die Profiteure des Systems.

Die Staatsdiener zahlen weniger Abgaben, da keine SV-Beiträge anfallen (dafür wesentlich bessere Ruhensbestimmungen - aus Steuern).

WARUM neue Steuern ?
WARUM keine Rationalisierung des öffentl. Dienstes ?

WARUM keine Sondersteuer nur für Beamte ?

P.S.
Bald wird man über die Abfertigung sprechen - weil keine Beamten davon betroffen sind.

leckfettn
02
27.12.2011, 15:54
zur "Akademikersteuer"

Peter Kaiser fordert aber auch innerparteilich eine ernsthafte, seriöse Diskussion. „Voreilige Wortspenden, ohne sich näher mit dem Vorschlag auseinanderzusetzen, sind jedenfalls kontraproduktiv und nicht gerade Ausdruck einer lösungs- und zukunftsorientierten Politik“,

duke box
03
27.12.2011, 14:06

sehr geehrter herr bürgermeister!

bitte das pensionssystem der wiener landesbeamten an das der bundesbeamten (= asvg) anpassen, wie das bereits die mehrzahl der bundesländer gemacht hat.

da ist noch viel sparpotential vorhanden.

Josef Wöss
33
26.12.2011, 18:38
we are the 99

nicht von den 99 % die "wenig" haben, sondern von den 1 % die "alles" haben, sollts es holen. kapierts ihr des net?

Bergdolm
11
26.12.2011, 18:37
Zu Faymann hat sich jetzt Häupl mit grenzenlos dummen Aussagen dazugesellt

.
Häupl ist allerdings zu entschuldigen. Er war wahrscheinlich wieder blunzenfett, wie er sich geäußert hat.

Dafür hat die SPÖ mit dem jungen Pelinka dem politischen Mitbewerb gleich mehrere Elfmeter aufgelegt.

Statt die Geschichte Grasser - verbunden mit der ÖVP-Politjustiz - final auszunutzen, schießt sie sich ein Eigentor nach dem anderen.

Die Faymann-SPÖ ist sicher das Dümmste unter die Sonne.
PS: Was aber nicht heißen soll, dass die anderen besser sind.
Wenn sich die Grünen auf die wichtigen Themen konzentrierten und ihren feministischen Wahn zurückschraubten, wären sie ja fast wählbar.

maus 14
00
26.12.2011, 17:46

auf den punkt gebracht
Ö gibt sein wissen jeden weiter
wo bleibt der vorteil für uns?

stoiker
11
27.12.2011, 01:35

3.fall.

jedem.
ihnen wurde zumindest grammatik nicht weitergegeben.

Mauswin1
11
27.12.2011, 08:45
Und Ihnen?

Groß- und Kleinschreibung?

Follkomen ekal wieh geschripen wierd. Sie happen eß verschtanden.

zxj
04
26.12.2011, 17:14
War zu erwarten

Als der Faymann erstmalig über "sparen" gesprochen hat, war mir klar, dass die Roten beim "sparen" an das Ersparte der Steuerzahler und arbeitenden Bevölkerung denken.

Dafür werden sie sich vor der nächsten Wahl garantiert nicht genieren, wieder schnell noch im Husch-Pfusch-Verfahren ein paar Steuerzuckerln zu verschenken.

stopmakingsense
19
26.12.2011, 16:59

10 Regierungen bei 8 Millionen Einwohnern! 280.000 Burgenländer brauchen ja unbedingt eine eigene Landesregierung. Dazu Kammerzwang/ORF Zwang; beides nichts anderes als eine Steuer.

Hier sieht man keinen Änderungsbedarf. Aber eine Steuererhöhung bei einer ohnedies schon hohen Abgabenquote muss her.

Hauptsache, der eigene Nachwuchs (Rudas, Pelinka) ist wunderbar versorgt. Denen täte eine Steuererhöhung sicher nicht weh.

Ich verachte die österr. Politiker!

docw
23
26.12.2011, 16:58

wenn ich die brüder im geiste-häupl und pröll-nur sehe, verdirbt es meinen appetit. herr häupl, mit einer verwaltungsreform in ihrem rathaus könnten sie so viele millionen einsparen, dass sie keine steuererhöhungen bräuchten. und herr pröll, sie wollten noch nie sparen, denn ihre frau geht mode einkaufen und lässt die rechnung an die landesregierung schicken. und ihre wahlsiegesfeier kostete den steuerzahler 1,3 mio. wo ist ihr sparwille. sie beide sind einfach politiker - und das ist für mich die grösste beleidigung, die ich aussprechen kann.

Mauswin1
12
27.12.2011, 08:54

woher haben sie diese tatsachen?

kaffeesudlesen?

das ist doch wirtshauspolemik vom feinsten.

und das soll ihre persönliche meinung zum thema sein?

dann wissen sie gleich, warum wir ihrer meinung nach solch schlechte politiker haben.

wieviel kostet denn unsere verwaltung? wieviel kann wo eingespart werden? welche auswirkungen haben die einsparungen auf die verwaltung?

es kommt mir vor, als wie wenn sich ein privathaushalt über den teuren mietzins als grund für die überschuldung beschwert und dabei vergisst, dass das neue leasingauto nur aus prestigegründen angeschafft wurde.

wir wollen alle weniger von irgend etwas um zu sparen, anstatt die ärmel aufzukrempeln um MEHR zu fordern um was zu erreichen.

Einen Ristretto bitte
12
27.12.2011, 10:47
Für den Inhalt Ihrer Postings ...

... können Sie von Ihrer Partei nicht bezahlt werden - da würden Sie verhungern. Geht wohl eher nach der Anzahl der Zeilen oder Buchstaben. Da verdienen Sie mit Ihren inhaltslosen Heiße-Luft-Postings gar nicht mal so schlecht ...

maus 14
10
26.12.2011, 16:42

sowie staat und religion getrennt sind
ist die gesamte wirtschaft vom staat getrennt
dh. jeder verfolgt seinen eigenen weg
stimmts-oder nicht?

maus 14
02
26.12.2011, 16:24

wer legt sich quer , dass man drei bhs auf eine zusammenlegen würde?
wer legt sich quer , dass man aus neun bundesländer nur drei machen könnnte?
nicht steuern erhöhen und so das volk belasten
stellts einmal den luxus eurer luxuskaiser ein
den luxus von der gemeindeebene über bezirksebene und landesebene
eine gemeinde entscheidet nach geldlagen und einflüssen über flächenwidmungen , ein cäsar im kleinen?
was kommt raus----häuser in überschwemmungsgebieten oder muren-oder lawinen-

maus 14
10
26.12.2011, 15:54

solange reiche zuwenig zahlen müssen , dürfen sie auch auspressen
nach dem motto
"jobbing is life.Anything before or after is just waiting"
sehr sauber
danke-frohe feiertage mit allen kindern!

Helmut71
05
26.12.2011, 14:52
jaja Herr Bürgermeister

sparen ist wichtig. Aber wieso schon wieder die Bevölkerung zur Kasse bitten?

Sparen wir doch mal bei der Verwaltung, bei den städtischen Beamten, bei SPÖ-nahen Betrieben, bei ausufernden Inseraten der SPÖ Wien in SPÖ nahen Zeitschriften usw...

Aber halt: das geht nicht, das würd die eigene Wählerklientel treffen, die muss weiter bei Lauen gehalten werden gelle?

strikerhoffi
08
26.12.2011, 14:50

Machts nur weiter so - der Strache hat momentan den leichtesten Job ... zuschauen wie die beiden anderen sich selber demolieren.

roundabout
011
26.12.2011, 14:40
Ist wie ein Hausherr.

Der den Zins seiner Mieter verprasst (Bordlell, Spielcasino etc.) und bei voranschreitender Pleite mehr Miete kassieren wil, statt die Etablissementbesuche zu reduzieren oder gar zu streichen.

Chocoholic
01
27.12.2011, 10:07
Kleiner Unterschied: der Hausherr besitzt das Haus.

Eher wie eine Hausverwaltung....

stoiker
20
27.12.2011, 01:39

mit dem geringfügigen unterschied,dass ein hausherr das wohl kaum tun wird,da ansonsten am nächsten tag der ausgfressene michl vor der tür steht und seine betriebskosten ham will.

barbara klaric
00
26.12.2011, 14:34
Fiakerlied 2011: Ui jessas, nur net sparen, sonst zreissen's ma den Wagn.,.

grasser prasser
04
26.12.2011, 14:27
Solange ich solche Artikel lese

http://derstandard.at/132450113... tervertrag

http://derstandard.at/132450121... f-Abschied

Habe ich 0 (in Worten NULL) Verständnis für eine Steuererhöhung.

warp.faktor
113
26.12.2011, 14:14
Seriös diskutieren ...

... statt fanatisch sparen!

Richtig ist:
Der Staat kann nur ausgeben, was er in irgend einer Form einnimmt. Also Steuern und Abgaben.

Frage:
Was sind die Aufgabe des Staates?
- Demokratie
- Sicherheit der innerer Frieden
- Bildung
- Rechtssicherheit
- Chancengleichheit
- Gesundheit der BürgerInnen
- Existenzsicherung

oder
- niedrige Steuern
- das Recht des Stärkeren (Wettbewerb)
- unregulierte Finanzmärkte
- Protektionismus für Reiche und Konzerne
- Subventionen für die Wirtschaft
- freie Fahrt für freie Bürger
- sich selbst abschaffen?

Jedes Sparen und jedes Geld ausgeben hat Folgen. Darüber sollten wir diskutieren!

Mauswin1
10
27.12.2011, 09:03

leider sind die vielen roten stricherl der beweis, das viele ihr posting nicht verstanden haben.

ich gebe ihnen vollkommen recht.

früher war es das wirthaus, heute sind es div. foren.

oft gibt es sehr sehr interessante meinungen, manchmal eben auch, rauschmeldungen.

wer hätte denn ernsthafte probleme im leben, wenn JEDE Steuer um 1% erhöht würde? Niemand.

Was bekommen wir dafür?

Das wäre eine interessante Diskussion.

Wir lesen OnlineStandard um Geld zu SPAREN und wundern uns, das die Qualität der Meldungen so mies ist. Weil die Redakteure eben einen miesen Lohn erhalten, den der Standard hat zuwenig Einnahmen. Aber über Nutzungsentgled für den Onlinestandard wollen wir nicht reden, auch wenn es die Quali heben würd.

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