"Urbi et Orbi"

Papst fordert Ende des Blutvergießens in Syrien

25. Dezember 2011, 12:50

Benedikt XVI. erteilte traditionellen Weihnachtssegen

Vatikan/Rom - Papst Benedikt XVI. hat am heutigen Christtag in seiner Weihnachtsbotschaft zu Versöhnung, Frieden und Dialog in der Welt, vor allem in Krisenregionen Afrikas und des Nahen Ostens, aufgerufen. Nach seiner Ansprache spendete Benedikt XVI. den feierlichen Segen "Urbi et orbi" - der Stadt Rom und dem Erdkreis. Zuvor richtete der 84-jährige Papst Weihnachtswünsche in 65 Sprachen an alle Welt.

Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz sprach er sich Sonntagmittag für eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern sowie für ein Ende der Gewalttätigkeiten in Syrien aus, "wo schon so viel Blut vergossen worden ist". Den Ländern Nordafrikas wünschte der Papst "neue Kraft beim Aufbau des Gemeinwohls".

Kalt, aber sonnig

Bei kaltem aber sonnigem Wetter sagte der Papst auf Deutsch: "Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!"

In seiner Weihnachtsbotschaft verwies der Papst besonders auf die schwierige Situation am Horn von Afrika, wo die Menschen unter Hunger, Not und politischer Unsicherheit litten. Die internationale Gemeinschaft rief er auf, den vielen Flüchtlingen zu helfen, die in ihrer Würde hart auf die Probe gestellt seien.

Überflutungen in Thailand und auf den Philippinen

Weiter gedachte er der Menschen, die nach den jüngsten Überflutungen in Thailand und den Philippinen besondere Entbehrung und Mühsal litten. Schließlich erbat er Gottes Hilfe für Dialog und Zusammenarbeit in Myanmar, sowie Rechtssicherheit für die Bewohner Süd-Sudans.

Wörtlich sagte der Papst: "Er, der der Friedensfürst ist, schenke dem Land, das er erwählt hat, um zur Welt zu kommen, Frieden und Stabilität, indem er zur Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Israelis und Palästinensern ermutige. Er lasse die Gewalttätigkeiten in Syrien aufhören, wo schon so viel Blut vergossen worden ist. Er begünstige volle Versöhnung und Stabilität im Irak und in Afghanistan. Er schenke allen Teilen der Gesellschaft in den Ländern Nordafrikas und des Vorderen Orients neue Kraft beim Aufbau des Allgemeinwohls."

Der Mensch sei alleine nicht fähig, Schwierigkeit und Gefahren zu überwinden, betonte der Papst in seiner Weihnachtsbotschaft. Er sei dabei auf die größere und stärkere Hand Gottes anwiesen, die sich ihm von oben her entgegenstrecke. Jesus, der von der Jungfrau Maria in Bethlehem geboren wurde, könne den Menschen aus dem "Fließsand der Sünde" herausholen und ihn auf den sicheren Fels seiner Wahrheit und Liebe stellen.

Der Gottessohn

Der in Bethlehem geborene Gottessohn sei der Retter aller. "Er ist der Arzt, wir sind die Kranken. Das anzuerkennen ist der erste Schritt zum Heil, zum Auszug aus dem Labyrinth, in das wir selbst uns mit unserem Stolz einschließen." Christus sei von Gott in die Welt gesandt, um den Menschen von jenem tiefsitzenden Übel zu erretten, das in der Trennung von Gott bestehe.

Es bestehe in dem "anmaßenden Stolz, von sich aus zu handeln, sich in Konkurrenz zu Gott und an seine Stelle zu setzen, zu entscheiden, was gut und was böse ist, Herr über Leben und Tod zu sein", sagte der Papst.

Am Heiligen Abend hatte der Papst gemeinsam mit tausenden Gläubigen die Christmette im Petersdom gefeiert und die Kommerzialisierung des Weihnachtsfests kritisiert. "Heute ist Weihnachten zu einem Fest der Geschäfte geworden, deren greller Glanz das Geheimnis der Demut Gottes verdeckt", so der Papst. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 54
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Cuca Racha
 
00
27.12.2011, 15:33

Die generelle Dummheit der sich ganz furchtbar aufgeklärt & gescheit dünkenden Antikatholen hier im St., dem Zentralorgan der Geistes-Bobos, kann einen schon direkt für die Kath. Kirche einnehmen; aus Affekt gegen diese als Aufklärung getarnte selbstgerechte Bleeedheit.

(Aber meinereinen nehmen die ja leider nicht...)

mother miles
00
26.12.2011, 15:05
nicht johannes heesters...

...sondern darth sidious!

Recht ist Auslegungssache
03
26.12.2011, 11:24
Religionsheuchler, fangt doch bei euch selbst an!

"Der Mensch sei alleine nicht fähig, Schwierigkeit und Gefahren zu überwinden"

Das ist Unsinn.
Der DUMME Mensch ist alleine nicht fähig das zu tun.
Würde die Welt nur aus INTELLIGENTEN Menschen bestehen, dann gäbe es keine Kriege, Ungerechtigkeit, Mafia, Mord und Totschlag usw.

Das Problem dieser Welt sind die Milliarden IDIOTEN die diesen Planeten parasitär bevölkern.
Und mit Idioten kann man auch nicht diskutieren.
Deshalb gibt es auch so viel Gewalt zu der jeder fähig ist...

3ch0
01
26.12.2011, 14:56

Die Intelligenz der Affen reicht aus ,um ohne Krieg und Verderben zu leben.

Die Intelligenz des Menschen hingegen naehrt einzig dessen niedere Instinkte (wie krieg ich was am schnellsten ,einfachsten), und die einfachste Loesung eines Konfliktes ist nunmal die Zerstoerung der Gegenseite.
100000 Jahre Evolution brachten uns an diese Stelle, nicht vergessen...

erdbär
04
26.12.2011, 10:33

Super Kommentar zum Bild.
Aber Hauptsache, die Posting-Funktion für Todesfälle sperren.
Wo ist der Melden-Button für depperte Bildunterschriften?

Arne Karlsson
20
26.12.2011, 12:27

Ist denn irgendetwas an dieser Bildunterschrift nicht richtig?

paulchen77
13
26.12.2011, 10:16
Lieber Standard!

Die Bildlegende ist ekelig und menschenverachtend! Die Katholophobie ist scheinbar 70 Jahre danach wieder salonfähig. Gegenüber anderen Religionen wäre das wohl schon Verhetzung!

K 3
00
26.12.2011, 15:57

Verstehe ich nicht. Wie kann man Anhängern antiker Bücher, welche wie Hospitalpatienten mit größter Sorgfalt gepflegt und so gut wie möglich wiederhergestellt werden, vorwerfen, daß sie sich gegenseitig verhetzen ?

V995
11
26.12.2011, 10:03
ich fordere das ende der kirche

Ich bin der Meinung...
41
26.12.2011, 08:01
Assad fordert

ein Ende der Misshandlungen in katholischen Kinderheimen.

notsostandard
21
26.12.2011, 02:21
Papst fordert.....

liebe leut , nicht aufregen,es handelt sich hier um "Media Schlagzeilen".

Der Herr Ratzinger fordert ueberhaupt nichts . er mag vorschlagen ,seine meinung fuer den baldigen frieden und den rausschmiss (was er nicht tat), der importierten"troublemakers in syria" ,aber fordern ,damit wird der herr politisiert und falsch angeklagt.

Schaehmt euch ihr standart "Papst hasser".

Und all das zur "Weihnachtszeit",solch haesslichkeit unter den menschen ist "the signe of the time".

Nick Tameer
00
26.12.2011, 17:14

Eine Heilige Allianz mit Papst und Assad - aber wer ist der Dritte im Bunde? Putin? Hu Jintao?

Mr. Anderson
13
26.12.2011, 02:10

da fehlt die etwas im Artikel:

Weiter forderte der Papst, vom hohen Ross des aufgeklärten Verstandes herunterzusteigen und die Fixierung auf das Materielle, das Messbare und Greifbare abzulegen.

dazu erübrigt sich wohl jeder Kommentar

Vera Rschung
 
00
26.12.2011, 10:18
Fixierung auf das Materielle, das Messbare und Greifbare

Ist wohl aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Oder?

K 3
00
26.12.2011, 03:18

Nein, es erübrigt sich, meiner Meinung nach, nicht jeder Kommentar, denn der Segen, wie er genannt wird, "Urbi et Orbi" hat einen geschichtlichen Hintergrund, welcher an mir nicht vorbeikommen kann, weswegen auch alle Antiterroreinheiten Italiens sogar mit NATO-Unterstützung in Rom in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden waren, als ich mal in Rom gewesen war.

junjunjun
20
26.12.2011, 01:28
Dummer Papst

Der Papst wird da sicher kaum Einfluss nehmen können. Wo er jedoch viel mit nur ein paar Worten tun könnte wäre zB. indem er gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht mehr als was schlechtes dastehen lassen würde. In den ganzen südamerikanischen Ländern, Jamaika, Afrika und den USA könnte er somit vielen Menschen etwas gutes tun, die derzeit aufgrund der christlichen Moral diskriminiert, ausgestoßen oder auch ermordet werden.

Nur ein Beispiel, wo der Papst mehr Frieden auf der Welt stiften KÖNNTE. Und es gibt noch unzählige weitere.

R.A
11
25.12.2011, 23:52
Zum kirchlichen Kindesmißbrauch:

Wo sind die Worte des Bedauerns, wo ein Schuldeingeständnis, wo die Forderung nach restloser Aufklärung, wo die Verurteilung der sündigen Geistlichen?

Vera Rschung
 
00
26.12.2011, 10:23

Worte des Bedauerns, gab es schon. Und hat sich ein Bürgermeister von Wien für gleich gelagerte Vorkommnisse in städtischen Kinderheimen entschuldigt?
In Deutschland gab es Missbrauchsfälle in einem alternativpädagogisch ausgerichteten Schulinternat. Haben die Verfechter der Reformpädagogik alle Schuld dafür auf sich genommen?

JoeB
00
26.12.2011, 03:02
Segen

Es handelt sich hierbei um einen Bericht zum Weihnachts-SEGEN des Papstes. Was also im Sinne eines Segensgebets wäre, ist für die Opfer, die Täter und ihre untätigen Mitwisser zu Beten. Selbst das würde allerdings (mMn!) nicht besonders in den weihnachtlichen Papst-Segen passen.
Ich würde mich allerdings auch als Katholik sehr über eine eindeutige Stellungnahme und eine Veranlassung lückenloser Aufklärung von (Zweit- ;) ) oberster Stelle freuen.

PS: interessanter Bilduntertitel xD

Takeshi Kovacs
03
25.12.2011, 23:41

"komm zur dunklen seite der macht.."

Deus Ex Coquina
00
28.12.2011, 22:38

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Meister Yoda1
01
25.12.2011, 21:54

"Es bestehe in dem "anmaßenden Stolz, von sich aus zu handeln, sich in Konkurrenz zu Gott und an seine Stelle zu setzen, zu entscheiden, was gut und was böse ist, Herr über Leben und Tod zu sein", sagte der Papst." - Herr Ratzinger zeigt Einsicht und Selbstkritik. Wer hätte das gedacht.

Settembrini
04
25.12.2011, 23:24
Unsinn!

Natürlich entscheiden wir Menschen kraft der uns über die Evolution zugekommenen Intelligenz darüber, was Gut und was Böse ist. Wer denn sonst. Gott? Wenn der Papst Gott sagt, meint er doch den Klerus, dessen Boss er ist. Haltet euch an die Goldene Regel (Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem andern zu), das reicht völlig aus. Der Kasperl in Rom ist keine moralische Instanz.

bad religion
00
25.12.2011, 21:05

Er spreitzt immer seine Finger so lustig zum Fliegen Fangen und sagt auch so liebe Sachen.

Nicht böse sein, Gutes tun, lieb sein, allen helfen....

Ein bischen platt, das illustre Schauspiel.

Toni Gruber
10
25.12.2011, 20:36

Das ist eine Parteinahme, er könnte um Frieden beten , ich maße mir kein Urteil an zu dem Blutvergießen in Syrien an , ob es um Unterdrückung oder um die Aufrechterhaltung der Ordnung geht, aber Papst Benedikt hat ausgeprägte Symathien für Israel und seine Exklave USA

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