Kims Familienclan festigt seine Macht

26. Dezember 2011, 10:22

Kim Jong-un Chef des Zentralkomitees der Arbeiterpartei - Onkel wird General

Seoul/Pjöngjang  - In Nordkorea baut der Familien-Clan des gestorbenen Alleinherrschers Kim Jong-il seine Macht weiter aus. Das Zentralorgan der kommunistischen Arbeiterpartei bezeichnete Kim Jong-un am Montag in mehreren Artikeln als Chef des Zentralkomitees der Partei und rief dazu auf, treu hinter ihm zu stehen. Der Chef des Zentralkomitees ist zugleich automatisch Generalsekretär der Arbeiterpartei, was als höchster ziviler Posten in Nordkorea gilt. Bis zu seinem Tod hatte Kim Jong-il dieses Amt inne.

Nordkoreas Staatsfernsehen zeigte am Sonntag den Onkel an der Seite von Kims Sohn und erwählten Nachfolger Kim Jong-un am Glassarg des aufgebahrten Ex-Diktators in Pjöngjang. Er trug Militäruniform mit dem Rangabzeichen eines Generals. Nordkorea habe den 65 Jahre alten Jang Song-thaek (Sung-taek) - der Ehemann von Kims jüngerer Schwester ist - zum ersten Mal in Militäruniform im Fernsehen gezeigt, berichteten südkoreanische Medien.

Jang gilt seit langem als graue Eminenz des kommunistischen Regimes und Mentor des noch nicht 30-jährigen Kim Jong-un. Es war zunächst unklar, ob Jang offiziell den Titel eines Generals der Streitkräfte erhalten hat. Am Samstag hatte die Staatspresse Kim Jong-un zum ersten Mal als "obersten Befehlshaber" bezeichnet.

Kim Jong-il hatte seinen Schwager im vergangenen Jahr zu seinem Stellvertreter in der nationalen Verteidungskommission gemacht, dem militärischen Führungsgremium des Staates. Es gilt als sicher, dass sich Kim Jong-il seit seinem Schlaganfall vor drei Jahren mit Personen des Vertrauens, darunter seine Schwester Kim Kyong-hui und deren Mann Jang Song-thaek umgeben hatte, um den Machttransfer auf seinen drittältesten Sohn vorzubereiten.

Kim selbst hatte die Macht von seinem 1994 gestorbenen Vater und "ewigen Präsidenten" Kim Il-sung übernommen. Kim Jong-il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember genauso wie sein Vater an einem Herzinfarkt gestorben.(APA/dpa)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 46
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August Hoffmann
00
28.12.2011, 08:49

Gegenüber den dürren Soldaten seiner Armee ist der neue Kim regelrecht überproportioniert.

Wildcat
11
26.12.2011, 13:24
und schon wieder gehirnwäsche

das ist kein kommunistisches regime, das ist eine simple diktatur eines familienclans.

Girgl Galgenstein
00
27.12.2011, 18:40
Wie aus erlauchtem Munde zu vernehmen war

ist das nordkoreanische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem dem westlichen haushoch überlegen, weil es kommunistisch ist. Können Sie alles in Luise Rinser's Nordkoreanischem Reisetagebuch nachlesen.

peter schmidt
 
00
27.12.2011, 12:26
Sie verwechseln Regierungs mit Wirtschaftsform.

Die Regierungsform ist diktatorisch. Die Wirtschaftsform lehnt sich durchaus an gängige kommunistische Modelle an. Ungewöhnlich ist lediglich die starke versuchte Autarkie und Abschottung sowie das Nichtzulassen von kapitalistischen Mikroelementen. Die meisten sonstigen kommunistischen Länder waren zumindest mit anderen komm. Ländern vernetzt und haben auch in kleinen Teilbereichen Kapitalismus (z.b. Wochenmärkte, Privateigentum an einem Wochenendhaus samt Garten) zugelassen. Daher war das scheitern nicht so vollständig und grandios wie in NK. Es dauerte durch diese stabilisierenden Elemente länger und artete nicht so aus.

h 90
10
27.12.2011, 14:43

Mich wundert, dass es so gut funktioniert.

August Hoffmann
00
28.12.2011, 08:47

"gut funktioniert"??

Ist jetzt nicht Ihr Ernst, oder? Was gut funktioniert, ist das Nicht-Verhungern trotz Nicht-Vorhandensein von ausreichend Lebensmitteln.

h 90
00
28.12.2011, 15:51

Ja Lebensmittel hapert es. Aber bei allem technischen sind sie fast autark. Quer durch die Produkte. Das verwundert mich.
Wenn man Oesterreich von heute auf morgen absperren wuerde koennten wir gerade 0.1% davon herstellen.

Franz Woyzecks liebste Erbse
12
26.12.2011, 17:59

So gut wie alle kommunistischen Systeme haben nach wenigen Jahren in die Diktatur geführt. Die Evidenz dafür ist erdrückend.

August Hoffmann
00
28.12.2011, 08:55

Wieso da jemand rot strichelt kann ich nicht nachvollziehen: Von der Diktatur des Proletariats zur Diktatur einiger weniger Proleten.

Soz./Komm. gehen von einem falschen Menschenbild aus und sind dadurch von vornherein zum Scheitern verurteilt.

pueblo unido
10
26.12.2011, 13:18

hab zuerst nur das foto in der uebersicht gesehen, und hab mir gedacht schon wieder ein artikel ueber irgendeine unnoetige burschenschafter-feier... die vielen fahnen, der dicke typ im anzug... ich les trotzdem lieber ueber kim...

c_grissemann
00
26.12.2011, 12:35
Zug vs.Chuck

Kim Jong-il starb angeblich nicht in einem Zug, er sah sich zu Hause einen Chuck Norris Film an...

spitzenkandidat.2.0.
00
26.12.2011, 11:22

schaut eher aus wie ein Türsteher beim GTI-Treffen, als das Zentralorgan der Arbeiterpartei ...

Kubaner
00
26.12.2011, 10:53
unglaublich

Was sich so alles abspielt, was so alles möglich ist!
So ein Land gehört isoliert, bzw. unter Quarantäne gestellt!
Ein international Haftbefehl ausgestellt.
Aber der G.W.Bush war ja auch ein Irrer!

Arbeit für die Zensur
00
26.12.2011, 08:45

Wahnsinn, so ein "Quamperter" - ist der Onkel auch so?

raymond a
06
25.12.2011, 23:49

erinnert mich an die Pelinkas

alarm
00
26.12.2011, 16:36
Kim Jong Pe

arsen hitrach
01
26.12.2011, 12:03

Ja, oder die Prölls. ;)

docw
10
26.12.2011, 16:51

im verhabern sind die roten um klassen besser: http://diepresse.com/home/poli... n/index.do

Der Schärdinger
 
00
25.12.2011, 21:19
Der Schärdinger

48 Mio Einwohner.
Kim der 1. 2. 3. und noch mehr Kims?
Irgendwann wird es Buff machen und alles in die Luft fliegen!!!!

°°__°°
00
26.12.2011, 06:46

Eigentlich 24 mio

anders and
 
12
25.12.2011, 21:37
Nein!

In Zukunft heißt es nicht mehr "Kim hoch" sondern "Forever Jang!"

helpu
210
25.12.2011, 17:52

wenn das nordkoreanische volk nicht seit 60 jahren unter der kim familie unsagbare leiden erdulden hätte müssen, könnte ich über diesen nachfolge-diktator herzhaft lachen.
aber ich wünsche kim-jong-un im voraus schon mal eine fettleber und mit fett verkalkte aterien!

Rest-In-Pain, lieber Kim-Jong-Il!

h 90
111
26.12.2011, 07:17

"unsagbare Leiden" Schon klar, dass es dort mies ist aber "unsagbare Leiden" ist doch bisserl laecherlich.

Kahuna
01
26.12.2011, 16:12
Ein Fastenwoecherl in einem nordkoreanischen Arbeitslager

wuerde sicher Ihre Meinung aendern.

h 90
00
27.12.2011, 01:42

und woher wissen sie wie es dort zugeht oder ob es sie ueberhaupt gibt?

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