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Wie man ein Bewerbungsgespräch bei Google übersteht

25. Dezember 2011, 16:56
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    foto: flickr/bcmom

    Was hat ein Mixer mit einem erfolgreichen Bewerbungsgespräch zu tun?

Was ein Nickel, Dichte und ein Mixer mit einem erfolgreichen Job-Interview zu tun haben

Das Wall Street Journal (WSJ) gibt Tipps zum richtigen Verhalten bei Bewerbungsgesprächen bei Firmen wie Google. Der Internetkonzern erhält im Jahr über eine Million Bewerbungen. Die Chance einen Job zu bekommen liegt bei eins zu 130. Im Vergleich, jeder 14. Bewerber wird in Harvard, der Elite-Universität in den USA, aufgenommen.

Ein Nickel, ein Mixer und scharfe Klingen

Google geht bei der Auswahl etwas unkonventionell vor. Einige Bewerber haben WSJ erzählt, dass beim Bewerbungsgespräch die Frage gestellt wurde: "Sie werden auf die Größe eines Nickels (5 US-Cent Münze) geschrumpft und werden in einen Mixer geworfen. Ihre Masse wurde so reduziert, dass ihre Dichte die gleiche wie immer ist. Die Klingen starten in 60 Sekunden. Was machen Sie?"

Surviving of the Fittest

Mit dieser Frage versucht Google nicht die intelligentesten oder technisch versiertesten Mitarbeiter zu finden, sondern jene die am Besten zu Google passen. In Zeiten der Wirtschaftskrise ist es wichtiger geworden, Personen zu finden, die gut in die Firma integriert werden können. Im September 2009 hat das US-Arbeitsministerium bekanntgegeben, dass die Zahl der Arbeitslosen zu der Zahl der offenen Stellen in einem Verhältnis 6 zu 1 stehen.

Glassdoor.com

Dieser Situation begegnen die Firmen mit Rätseln, überspitzten Fragen und mehreren Interview-Marathons quer durch das Unternehmen. Glassdoor.com sammelt jedes Jahr Fragen aus Bewerbungsgesprächen, die ihnen von Usern geschickt werden. Solche Fragen sind beispielsweise: "Wenn sie ein Superheld sein könnten, wer wären Sie dann?" oder "Welche Farbe repräsentiert ihre Persönlichkeit am Besten?" oder "Welches Tier sind Sie?"

Zappos

Der Onlinehändler Zappos fragt Bewerber: "Auf einer Skala von 1 bis 10, wie seltsam sind Sie?" Die richtige Antwort darauf liegt irgendwo in der Mitte, wie der CEO Tony Hsieh in einer Rede auf der Asia Society 2010 erklärte. Eine eins "wäre etwas zu prüde für die Zappos Kultur", und eine zehn "möglicherweise etwas zu psychotisch."

Erster Eindruck zählt

Bringt diese Art von Bewerbungsgesprächen etwas oder ist die klassische Art des Interviews die besserer Methode. 1992 forschten Nalini Ambady und Robert Rosenthal in Havard zu Bewerbungsgesprächen. Sie nahmen diese auf Video auf und kamen zu dem Schluss, dass bereits nach zehn Sekunden klar war, ob das Gespräch positiv oder negativ ist. Der Interviewpartner lässt sich also hauptsächlich vom ersten Eindruck leiten.

"Biodata"

Dennoch sind die klassischen Bewerbungsgespräch weiterhin weit verbreitet. Einige Unternehmen setzen jedoch auf "Biodata" (eine Kombination aus Biographie und Daten). Im zweiten Weltkrieg hoffte man vielversprechende Piloten mit der Fragen zu finden: "Haben Sie jemals ein Flugzeugmodell gebaut, das fliegen konnte?" In den 1950er Jahren versuchte die aufkommende Computerindustrie geeignete Mitarbeiter durch logische Puzzles zu finden. Diese sollten zeigen, ob man fähig ist auf eine neue Art zu denken.

Test

Tests die der zukünftigen Arbeit sehr ähnlich sind, stellen sehr gut die Psychologie der Suche nach Angestellten dar. Google macht sehr viele solcher Tests, z. B. müssen Coder während des Interviews einige Zeilen Code schreiben. Diese Tests sollen den Prozess nachstellen, der während der Erfindung eines neues Produkts oder der Entwicklung eines neuen Geschäfts passiert.

Die Frage mit dem Mixer ist ein gutes Beispiel um herauszufinden, wie der Bewerber an die Entwicklung neuer Produkte herangeht. Man beginnt mit Brainstorming. Es gibt viele mögliche Antworten und man sollte sich nicht aus Eile die erste Antwort nennen, die einem in den Kopf schießt.

Lösungswege

Die zwei populärsten ernsthaften Antworten scheinen zu sein, sich entweder unter die Messer zu legen oder auf der Seite der Klingen zu stehen. Es sollte zumindest ein Abstand in der Dicke eines Nickels zwischen Klingen und Seitenwand bestehen. Ein weiterer Lösungsweg ist, über die Messer zu klettern und sich am Schwerpunkt über der Achse zu positionieren.

Auf die Dichte kommt es an

Richtig dürften die Antworten nicht gewesen sein, wie ehemaliger Bewerber dem WSJ berichten. Die beste Antwort dürfte demnach gewesen sein, aus dem Behältnis zu springen. Wie das möglich sein soll? In der gestellten Frage ist ein wichtiger Hinweis versteckt. Die Dichte bleibt, trotz des Schrumpfvorganges, gleich. Damit kann man die Antwort mit Hilfe einfacher Physik geben.

Einfache Physik

Wenn man auf 1/10 seiner Größe geschrumpft wird, sind die Muskel ungefähr nur 1/100 so stark, aber das Gewicht ist nur 1/1000 des Ursprünglichen. Alles andere bleibt gleich. Kleine Geschöpfe können im Gegensatz zum Menschen verhältnismäßig hoch springen. Darum sollte es ohne Probleme möglich sein, aus dem Mixer zu springen.

"Hängt davon ab"

Das ist der Kern der richtigen Antwort. Aber die Interviewer von Google wollen nicht nur die richtige Antwort hören. Prinzipiell gilt es eine Antwort immer mit " Hängt davon ab" zu beginnen. Da natürlich äußere Umstände und andere Einflüsse bedacht werden müssen.

Ein Huhn in C++

Google hat seinen Bewerbern aber auch noch andere interessante Aufgaben gestellt. "Erstellen Sie einen Evakuierungsplan für San Francisco." "Verwenden Sie eine Programmiersprache, um ein Huhn zu beschreiben." "Was ist die schönste Formel, die Sie je gesehen haben? Erklären sie es."

Paranoia

Auf diese Fragen gibt es keine richtigen Antworten. Das hat zu intensiven Spekulationen und Paranoia unter den Bewerbern bei Google geführt hat. Aber Google ist nicht allein, auch andere Firmen stellen Fragen, ohne eine Ahnung zu haben, was die richtige Antwort sein könnte.

Vom Mixer ins Feuer

Die Art und Weise wie Google seine Bewerbungsgespräche führt, passt für Google. Andere Firmen brauchen andere Strategien. Bewerber müssen sich klar werden, auf welche Art eine Firma denkt und welche Fähigkeiten die Bewerber mitbringen müssen. Es ist wichtig, dass man nicht aus dem Mixer ins Feuer springt. (soc)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 183
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grosser cooler Bär
00
Was soll schon passieren

Da ich eine Münze bin, geht die Klinge kaputt. Die Frage stellt sich eher, was tut der Mixer :O)

Georg-99
23

Nicht alles was auf die Größe einer Münze geschrumpft wird ist eine Münze! Mit dem Schmäh ist jeder schnell draußen, vor allem jeder der sich (wie du) dabei auch noch furchtbar schlau vorkommt. Da weiß ich sofort: vor mir sitzt ein Dampfplauderer. Danke und auf wiederschaun...

grosser cooler Bär
00
Dann zeigen Sie mir wie schlau sie sind ! Ich warte.

Georg-99
21

Na ja, was noch Peinlicheres als dass was Sie da abgeliefert haben fällt mir leider nicht ein, da bin ich mit meiner Kreativität tatsächlich am Ende ...

grosser cooler Bär
10
Riesen Klappe und nichts dahinter und dazu noch zu feige.

Sie ahnen schon, dass die Leute über Sie lachen werden. Darum ist es einfacher über andere herziehen. Jämmerlich.

Georg-99
01
10.1.2012, 13:34

Sie haben doch nicht wirklich (oder etwas doch!!) geglaubt dass ich ihrer lächerlichen Aufforderung folge. Der einzige der hier versucht hat besonders originell zu sein sind Sie, war nur leider ein Tritt ins Fettnäpfchen, das habens noch immer nicht verkraftet, was...

grosser cooler Bär
00
10.1.2012, 19:04
Ne überhaupt nicht. Ich finde meinen Vorschlag den Besten.

Sie mögen einfach keine kreativen Leute. Jemand mit einem 99 IQ dürfte das doch mindestens akzeptieren.

Georg-99
11
11.1.2012, 09:21

Nö, gegen kreative Menschen hab ich gar nichts einzuwenden. Auf Dampfplauderer die sich für kreativ und schlau halten steh ich allerdings nicht so unbedingt.

Und Sie gehören ja eindeutig zur zweiteren Klasse, denn Sie glauben Sie hätten einen Vorschlag abgeliefert, in Wirklichkeit war es aber ein Fehlschluss
, denn wenn Sie auf die Größe einer Münze geschrumpft sind, dann heißt das ja noch lange nicht dass Sie eine Münze sind, von dem gehen Sie aber eindeutig aus.

Wenn ich mich täusche, dann sagen Sie mir doch einfach wie ihr Vorschlag denn genau noch mal war?!

Noch nicht genug halten Sie den von Ihnen *nicht* abgelieferten Vorschlag dann auch noch für den Besten. Klassischer Fall von Fehlselbsteinschätzung
würd ich mal sagen ;-)

M L3
00
25.1.2012, 20:23
Das ganze ist doch sowieso fiktiv

Seine Idee mit der Münze ist ein kreativer Ansatz.

Georg-99
01
25.1.2012, 21:23

Welche Idee??

In seinem ersten Post steht ja nur "Da ich eine Münze bin...", das ist imho keine Idee sondern ein Fehlschluss. Wer hat denn gesagt dass er eine Münze ist?

Leider konnte auch er mir auch nicht erklären was sein Vorschlag war. Vielleicht steh ich ja irgendwie auf der Leitung, vielleicht kannst du es mir erklären.

grosser cooler Bär
00
11.1.2012, 18:30
cd..

lesen sie meinen vorherigen Post nochmals. Mehr gibts nicht dazu zu sagen. Vielleicht nur noch, dass Ihr Trauma schon so weit geht, dass sie ihre Mankos auf andere projizieren.

Georg-99
00
11.1.2012, 19:51

Was ihr Vorschlag eigentlich war sind's jetzt auch schuldig geblieben! Warum wohl :-)
Ausser so nichtssagende 0815 Floskeln in der Art wie "lesen Sie's nochmal" und "mehr gibst dazu nicht zu sagen", wird da wohl auch nicht mehr kommen ...

grosser cooler Bär
00
12.1.2012, 09:22
Gut erkannt. Respekt für einen IQ 99

Jetzt erkennen sogar Sie, wie man jemanden mit seinen eigenen Waffen schlagen kann. Hihi. Ich bin ihnen gar nicht böse.

Georg-99
00
12.1.2012, 14:47

Du bist jetzt wohl mein neuer Stalker, der sogar alte Foren nach meinen Beiträgen durchsucht. Na ja, da hab ich wohl voll ins Schwarze getroffen, sozusagen den Wunden Punkt erwischt. ;-)

Somit ist die Mission für mich beendet. Glaub kaum dass es dir *unter diesem Namen* und *zu diesem Thema* noch gelingen wird ein Posting zu fabrizieren auf das ich auch antworten werde. Da müsstest du schon im Gegenzug meinen wunden Punkt erwischen, das trau ich dir aber nicht zu. Mal schaun ob du die Message jetzt verstanden hast, damit ich meinen neuen Stalker auch gleich wieder los werde, da steh ich nämlich nicht drauf.

grosser cooler Bär
00
12.1.2012, 15:35
Deine Alten Forenbeiträge sind der Hammer

Ich bin jetzt ein Fan von Dir. So ausgeteilt hat noch nie jemand. Vielleicht verfilmt man deine Story als neuen Marvel Helden. Jeder Post haut mich nieder vor Ehrfurcht. Du bist echt toll !!!

12345 ... weiter weiss ich nicht!
00
gleiches wenn man bei MS arbeiten möchte ...

die können es sich doch auch aussuchen wen sie nehmen und wen nicht ... da gehts dann nicht mehr ums können (weil wennst nix kannst kommst gar nicht so weit mit jemandem ein gespräch zu führen) sondern um die persönliche Sympathie ...

Georg-99
10

> gleiches wenn man bei MS arbeiten möchte ...

Die Frage ist nur: Wer will bei MS arbeiten??

grosser cooler Bär
00
12.1.2012, 09:22
ich

Pavlovs Gong
00
29.12.2011, 19:11
Bewerbungsgespräch bei Google übersteht

wohl eher vermeidet!!!

Alle Organisationen verlieren ab einer gewissen Grösse Ihren Scharm! Der Gute Ruf hält dann meist länger!!!

der junge unter den blättern
00
28.12.2011, 10:05
Das hat zu intensiven Spekulationen und Paranoia unter den Bewerbern bei Google geführt "hat"

Kapitalismus Luege
00
28.12.2011, 09:06
früher ging's um Werte

heute geht's um's "hinausspringen".

Weil wenn's heiß wird, dann sprinden die Unternehmen ja zuerst ab und lassen die Belegschaft im Mixer zurück.

OGHaha
02
27.12.2011, 19:58
60 Sekunden? Kein Problem, reichlich Zeit genug um zu googeln, was man am besten machen könnte...

Standardabweichung
00
27.12.2011, 19:52
Der Hund von den Simpsons
02
27.12.2011, 07:21
Wie man ein Bewerbungsgespräch bei Google übersteht?

Ganz einfach und das gilt für jeden Betrieb: in dem man sich natürlich gibt, nichts vorgaukelt und nicht mehr verspricht, als man halten kann! Ein Betrieb braucht heterogenes Personal. Bewerbungsgespräche, die bestimmte Persönlichkeiten herausfiltern sollen, sind daher ein Blödsinn.

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