"Staatsgefährdung": Dissident kommt vor Gericht

25. Dezember 2011, 08:54

Chen Xi kämpft für Einhaltung der Menschenrechte

Peking - In China steht nach Angaben einer Menschenrechtsgruppe ein weiterer Prozess gegen einen langjährigen Dissidenten bevor. Der Aktivist Chen Xi müsse sich ab Montag wegen des Vorwurfs der "Staatsgefährdung" vor einem Gericht in Guiyang in der südwestlichen Provinz Guizhou verantworten, teilte die Organisation Chinese Human Rights Defenders am Sonntag mit. Die Familie des 57-Jährigen sei am Samstag über den bevorstehenden Prozess informiert worden. Drei Angehörige dürfen demnach dem Verfahren beiwohnen.

Chen, der in der Provinz Guizhou führendes Mitglied eines Verbandes für die Einhaltung der Menschenrechte ist, war Ende November in Polizeigewahrsam genommen worden. Er saß bereits drei Jahre in Haft für seine Rolle bei den demokratischen Protesten von 1989 auf dem Tiananmen-Platz in Peking. Wegen seines Eintretens für mehr Demokratie wurde er 1995 unter dem Anklagepunkt der "Staatsgefährdung" zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Die kommunistische Führung der Volksrepublik geht regelmäßig gegen Dissidenten vor, um sie mundtot zu machen. Erst am Freitag wurde der oppositionelle Schriftsteller Chen Wei wegen "Anstiftung zur Untergrabung der Staatsgewalt" zu neun Jahren Haft verurteilt. Menschenrechtsgruppen sprachen von einem der härtesten Urteile gegen regierungskritische Angeklagte in diesem Jahr. (APA)

Phoenixx
 
00
11.1.2012, 23:39
Angstverhalten

Jeder der Gewalt einsetzt weiß daß er etwas falsch macht oder schief läuft.
Weiß sich aber nicht besser zu helfen.

Zeugt von Ideenlosigkeit, Geistesarmut
und Angstverhalten.

Martin Richter
11
26.12.2011, 16:55
Deutsche Übertsetzung

Wo findet man denn die Texte die er veröffentlicht hat, es gibt so viele Chen Xi. Am besten natürlich übersetzt, aber nicht zwingend. Ohne diese Texte kann man ja nicht über das Urteil urteilen.

Lousy People
 
01
26.12.2011, 09:31
Die China Politiker sind am stärksten Staatsgefährdend

sie untergrabt täglich den glauben und die moral der Chinesen

Heavyweather
42
26.12.2011, 01:16

Dieses faschistische Regime ist mir nicht mehr wurscht.

NONE
01
25.12.2011, 16:19

Die chinesische Einheitspartei agiert nicht besonders konsequent, denn sie hat ja Reformen beschlossen die mehr persönliche Freiheiten zulassen als das noch vor ~20 Jahren der Fall war.

Ob man es nun Demokratie nennt oder einen adaptierten Sinomarxismus ist doch egal - da geht es doch eher um ideelle Propaganda als um die Realitäten vor Ort.

In weiteren 20 Jahren werden diese Forderung auf einmal völlig normal sein. "Kommunismus" kann man das dann aber nicht wirklich nennen denn sobald es keine Bevormundung durch Funktionäre, Militärs etc.. mehr gibt hat man doch praktischerweise Demokratie.

Oder was immer man auch als "Demokratie" bezeichnet - für mich ist indirekte Demokratie sicherlich nicht echte Demokratie.

chibalbo
10
25.12.2011, 23:28

das wäre dann wohl eine gelenkte demokratie á la putin. wäre nicht verwundert wenn china mittelfristig dasselbe schicksal ereilt wie die udssr. das land hat phasen in denen der wohlstand der küstenregionen den des hinterlandes bei weitem übertroffen hat noch nie ohne einer implosion überstanden. ob die heutigen machthaber von der han dynastie gelernt haben? böse zungen behaupten ja dass sich geschichte gerne mal wiederholt. mal sehen wo china in 20 jahren ist :)

Phoenixx
 
00
11.1.2012, 23:44

Bei dem Tempo was die CN in allem vorlegen wird das System keine 2 Jahre mehr durchhalten.

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