Armee tötete Anführer der Darfur-Rebellen

25. Dezember 2011, 08:31
  • Der Chef der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM), Khalil Ibrahim, soll tot sein.
    foto: reuters/osama faisal/files

    Der Chef der Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM), Khalil Ibrahim, soll tot sein.

Laut Armee-Angaben - JEM-Chef Khalil Ibrahim habe Präsident Al-Bashir stürzen wollen

Khartum - Die sudanesische Armee hat nach eigenen Angaben den Anführer der wichtigsten Rebellengruppe in Darfur getötet. Dies berichtete die sudanesische Nachrichtenagentur SUNA am Sonntag. Für den Tod Khalil Ibrahims von der "Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit" (JEM) gab es zunächst keine unabhängige Bestätigung. JEM war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Sein Tod wäre ein schwerer Rückschlag für die JEM-Rebellen, die für mehrere große Angriffe im Sudan verantwortlich waren. Er war erst kürzlich nach dem Fall des Regimes von Muammer al-Gaddafi aus dem libyschen Exil zurückgekehrt.

Wollte in den Südsudan

Ibrahim sei in den frühen Morgenstunden im Staat Nord-Kordufan bei dem Versuch getötet worden, in den Südsudan zu gelangen, teilte die Armee mit. Nach Angaben eines Sprechers war die Gruppe auf dem Weg in die Hauptstadt Khartum, um einen Umsturz der Führung von Präsident Omar al-Bashir zu versuchen. In der Region war es in den vergangenen Tagen mehrmals zu Zusammenstößen gekommen, bei denen auch Zivilisten ums Leben kamen.

Mit dem Fall von Gaddafi verlor JEM einen wichtigen Unterstützer. Die sudanesische Regierung hatte die Rebellen beschuldigt, für das libysche Regime zu kämpfen. Im vergangen Jahr hatte JEM ein Friedensabkommen mit der Regierung unterzeichnet, aber die Rebellen brachen die Friedensgespräche kurz darauf wieder ab. Als Grund nannten sie neue Regierungsangriffe in der Provinz Darfur.

In der westlichen Region Darfur kämpfen nicht-arabische Aufständische seit 2003 gegen die Zentralregierung in Khartum. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben seitdem bis zu 300.000 Menschen. Die Regierung spricht von 10.000 Toten. (APA/Reuters)

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das Elend in der Region Dafour

ist unbeschreiblich. Seit 2003 herrscht dort der Darfur-Konflikt, der laut UN-Angaben bis Frühjahr 2008 etwa 300.000 Menschen das Leben gekostet und 2,5 Mio. in die Flucht getrieben hat.

Die Verbrechen der Dschandschawid, die zur Bekämpfung der SLA und JEM eingesetzt wurden, werden hochoffiziell als „ethnische Säuberungen“ und Völkermord einstuft. Bereits 2004 sprachen die Vereinten Nationen angesichts der Morde und Vertreibungen in Darfur von der „schlimmsten humanitären Katastrophe der Welt“.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Darfur

dann ist es ja fein, dass der Konflikt nun hoffentlich eher abklingt

@ der schwitzbär der schwitzt sehr

Sie haben sich ja eh schon seit langem als nützlicher Unterstützer von Verbrechern geoutet.

Also bin ich über Ihren Kommentar nicht weiter verwundert.

300 000 Tote im Abklingen....

Ich habe den nicht unterstützt.

Die neuen Machthaber Libyens haben ihn rausgeworfen

und offenbar noch dem Sudan gesteckt, wann er wo die Grenze überquert

"als nützlicher Unterstützer"

.
das "nützlich" lasse ich jetzt mal dahingestellt ;o)

Und das tut er, denken Sie, nachdem ein Führer

einer der kämpfenden Fraktionen umgebracht wurde?
Es gibt unter den Darfuri mehrere Rebellengruppen und auch die JEM wird einen neuen Führer finden.
Bei aller Missbilligung für Bashir - die kämpfenden Gruppen der Darfuri sind auch keine großen Friedensstifter.
Eines der Friedensgespräche zwischen der Zentralregierung und den Darfuri ist an der Zersplitterung der Rebellen gescheitert, die sich auf nichts einigen konnten.

Denzel Washington?

Wieso ist der nicht nach Mali gegangen?

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