Petersdom

Papst feierte Christmette: "Abkehr von Gewalt"

25. Dezember 2011, 08:18

"Heute ist Weihnachten zu einem Fest der Geschäfte geworden"

Rom - Papst Benedikt XVI. hat mit Tausenden von Gläubigen am Heiligen Abend die Christmette im Petersdom gefeiert. In seiner Predigt vor der Menschenmenge in der festlich geschmückten Basilika rief Benedikt zur Abkehr von Gewalt und Materialismus auf. "Heute ist Weihnachten zu einem Fest der Geschäfte geworden, deren greller Glanz das Geheimnis der Demut Gottes verdeckt". Er forderte die Gläubigen bei dieser Feier zur Geburt Jesu auf, hinter den glänzenden Fassaden unserer Zeit "die wahre Freude und das wirkliche Licht zu entdecken".

Starke Sicherheitsvorkehrungen während der Messe sollten einen Vorfall wie vor zwei Jahren verhindern, als eine verwirrte Frau sich kurz vor der traditionellen Weihnachtsmesse auf Benedikt stürzen und ihn zu Boden reißen konnte. Benedikt fuhr erneut, wie erstmals im Oktober, bequem auf einem rollenden Podest im Mittelgang zum Altar. Die Christmette war wie in den beiden Vorjahren früher als sonst angesetzt, um dem 84-jährigen Papst mehr Ruhe und Schlaf vor der Weihnachtsbotschaft und dem Segen "Urbi et Orbi" am Sonntag zu geben.

In 60 Länder übertragen

Der Papst forderte, vom hohen Ross des aufgeklärten Verstandes herunterzusteigen und die Fixierung auf das Materielle, das Messbare und Greifbare abzulegen: "Wir müssen unsere falschen Gewissheiten, unseren intellektuellen Stolz ablegen, der uns hindert, die Nähe Gottes zu suchen." Der niedrige Eingang der Geburtskirche Jesu in Bethlehem lehre: "Wir müssen uns herunterbeugen, sozusagen geistig zu Fuß gehen, um durch das Portal des Glaubens eintreten zu können".

Auf dem Petersplatz verfolgten Gläubige und Touristen die von TV-Sendern in 60 Länder übertragene Messe bei kühl-feuchtem Wetter auf Videoleinwänden. Benedikt hatte zuvor die große Weihnachtskrippe neben dem Weihnachtsbaum auf dem Petersplatz gesegnet und ein Friedenslicht im Fenster des Apostolischen Palastes angezündet.

Urbi et Orbi

Am ersten Weihnachtstag verkündet Benedikt von der Loggia des Petersdomes aus die traditionelle Weihnachtsbotschaft und erteilt Gläubigen in aller Welt den Segen "Urbi et Orbi". Vor den auf dem Petersplatz versammelten Menschen verliest das katholische Kirchenoberhaupt außerdem Weihnachtsgrüße in zahlreichen Sprachen. Es ist der Höhepunkt der Weihnachtsfeiern in Rom. Für Benedikt ist es das siebente Weihnachtsfest im Vatikan seit seiner Wahl zum Papst 2005.

In Bethlehem versammelten sich unterdessen Tausende ausländische und palästinensische Christen, um für den Frieden zu beten. Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 50.000 Besucher in die Stadt, in der nach Überlieferung Jesus Christus geboren wurde. Zentrum der Feierlichkeiten ist die Geburtskirche. Der Friedensprozess im Nahen Osten ist derzeit festgefahren. Einer der wichtigsten Streitpunkte ist der Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland. (APA/red)

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19 Postings
grauslich
00
26.12.2011, 10:21
Aber Obacht, nach einer stärkenden Brotzeit

könnte die geistige Fußwanderung durchaus in die geistlich unbeschwerte www.atheistische-religionsgesellschaft.at führen, und dann: na dann wäre der Teufel los!!! :-)

Erwin Wolfram
10
25.12.2011, 12:47

http://www.heise.de/tp/artike... 142/1.html

die reichste organisation feiert sich, die gehoeren verboten.

Raphael Hythlodeus
01
25.12.2011, 12:15
"Der Papst forderte, vom hohen Ross des aufgeklärten Verstandes herunterzusteigen"

das könnte dem großinquisitor so passen!

black jack
10
25.12.2011, 11:54
Immer diese leeren Floskeln!

Wie wäre es, wenn der Papst nach Dafur fährt und dort so lange vermittelt, bis Demokratie und Friede erreicht sind - selbst wenn er dafür sein Leben einsetzt?

Dann wäre er wahrlich ein Nachfolger Petri.

Wastl Steinbeisser
11
25.12.2011, 11:32
die Kirche und der Friede:

und was ist mit der biblischen lieblosen, haßerfüllten Abwertung Anders- und Nichtgläubiger?
Welches unvorstellbare Gemetzel wird für das Jüngste Gericht angedroht? Der evan­ge­lische Theologe Dr. Dr. Joachim Kahl schrieb 1968 in seinem Bestseller „Das Elend des Christen­tums“: „Wer sich über die Bibel nicht empört, kennt sie nicht. Oder ist zu feige oder innerlich zu unfrei, sich zu empören.“

Herbert Prikopa1
00
25.12.2011, 11:15

>>> Abkehr von [...] Materialismus

Bene hat im Anschluss an die Mette die päpstlichen Prunkgewänder an frierende Arme verteilt, denen er den Vatikan als Obdach zur Verfügung gestellt hat.
Er selbst zog in eine bescheiden Lehmhütte.

living reef
11
25.12.2011, 10:03
vom hohen Ross des aufgeklärten Verstandes herunterzusteigen

da hat er nicht unrecht, tun sich doch religionen mit analphabeten viel leichter. das gepredigte wort ist dann das einzig wahre an das die leute zu glauben haben. wohin das geführt hat, sieht man an leider aktuellen beispielen in anderen weltgegenden, wo es vertreter einer religion darauf anlegen im alleinigen besitz der sogenannten wharheit zu sein. religionen verblöden nicht selten ganze völker!

h 90
01
25.12.2011, 11:32

Religionen sind per Definition im Alleinbesitz der einzigen Wahrheit.
Mein Gott ist der einzige Gott.
Dein Gott ist auch bisserl gleichberechtigt wahr??????
Geht doch nicht

;-)
15
25.12.2011, 09:54

irgendwann kann man auch einmal mit dem beten aufhören und für den Frieden arbeiten.

Occupy Wallstreet!

h 90
00
25.12.2011, 11:33

Occupy Wallstreet und all die anderen durchaus richtigen Dinge sind halt leider ein Minderheitenprogramm. Interessiert die Massen nicht.

Horstl Schorschl
11
25.12.2011, 09:41
Devil himself speaks to us !!!

Oh du Fröhliche ! xD

qed1
13
25.12.2011, 09:19
Abkehr von Gewalt

.... vor allem gegen Kinder - da hat er ja genug zu tun!

Schwedenbombe
 
31
25.12.2011, 09:10
Kann doch nicht

.... als eine verwirrte Frau sich kurz vor der traditionellen Weihnachtsmesse auf Benedikt stürzen und ihn zu Boden reißen konnte...

Eine verschmähte liebe gewesen sein?

h 90
11
25.12.2011, 11:33

Sie wollt ihn niederreissen und er dachte sich, wenn so viele zuschauen bring ich sicher keinen hoch.

Deus Ex Coquina
11
25.12.2011, 08:41

Seuchen-TV!

Elisa B
14
25.12.2011, 08:34
religiöses Zeitalter

Leider befinden wir uns als Reaktion auf den Kapitalismus und Kommunismus des letztes Jahrhunderts und durch die aktuelle Völkerwanderung in einem religiösen, esoterischen und mystischen Zeitalter - von den Werten der Aufklärung bewegen wir uns leider weg. Davor ist zu warnen.

h 90
00
25.12.2011, 08:30
Papst

Das waere auch ein Job der mir gefallen wuerde. Koennte ich auch sicher gut.

cout
00
25.12.2011, 11:23
Kleider anziehen?

h 90
00
25.12.2011, 11:30

vielleicht stehe ich ja drauf :O)

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