Medienbericht

Abkommen zwischen Taliban und USA scheiterte an Karzai

23. Dezember 2011, 21:10

Deal sah Freilassung von Gefangenen in Guantanamo vor - Im Gegenzug: Abkehr der Taliban vom Terrorismus

Washington - Die USA und die radikalislamischen Taliban haben sich einem Zeitungsbericht zufolge auf ein Abkommen geeinigt, das jedoch in letzter Minute am Widerstand von Afghanistans Präsident Hamid Karzai gescheitert sei. Wie die "Washington Post" am Freitag berichtete, vereinbarten beide Seiten nach mehreren Treffen in diesem Jahr die Freilassung von fünf in dem Gefangenenlager Guantanamo inhaftierten Afghanen, wenn die Taliban in einer öffentlichen Erklärung dem internationalen Terrorismus abschwören. Die Zeitung berief sich dabei auf europäische und US-Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten.

Karzai lehnte in letzter Minute ab

So soll es sechs Treffen von US-Vertretern mit einer Taliban-Delegation gegeben haben, die von einem Vertrauten von Taliban-Chef Mullah Omar angeführt worden sein soll. Deutsche Regierungsvertreter trafen sich dem Bericht zufolge mit anderen Taliban in dieser Sache. Geplant war zudem, dass die Taliban offen die afghanische Verfassung unterstützen. Die freigelassenen Häftlinge sollten von Katar aufgenommen werden. "Momentan liegt diese Sache auf Eis", sagte ein US-Vertreter der "Washington Post". Karzai sei die ganze Zeit über die Verhandlungen unterrichtet worden, hieß es weiter. In letzter Minute habe er aber ein solches Abkommen abgelehnt. Offenbar fehlte ihm in den eigenen politischen Reihen die Unterstützung für diesen Plan.

Unterdessen erklärte ein Sprecher des Pentagon, bis zum Jahresende würden wie geplant 10.000 US-Soldaten das Land verlassen haben. Damit blieben noch 91.000 Truppen im Land. Bis zum Ende des Sommers im kommenden Jahr sollen den Plänen der Regierung von Präsident Barack Obama zufolge noch einmal 23.000 US-Soldaten Afghanistan verlassen. (APA)

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23 Postings
Voll in die Kaldaunen!
21
24.12.2011, 23:14
Ein Weihnachtsmärchen

der Washington Post! Soll uns sagen:
1.Die Taliban geben zu, dass in Guantanamo Terroristen sitzen,
2.die Taliban sind keine Widerstandskämpfer, sondern Terroristen,
3.Karsai ist jetzt ein Böser, also wird ihm niemand nachweinen müssen ...

mistvieh666
 
01
24.12.2011, 22:46

karzai weiss halt was afghanistan erwartet, wenn die taliban wieder zurueckkommen. ja, er und seine clique wird mit ein paar lwks voll dollar in die usa ins asyl gehen, also er wirds ueberleben, macht ihn sympathisch dass er trotzdem eine meinung hat.
nach bush war eine inkompetenz steigerung fuer einen visionslosen menschen schwer vorstellbar ...

h 90
11
25.12.2011, 06:16

Ja aber nur wenn er Glueck hat.
Wenn die Taliban und die USA zu einem Einverstaendnis kommen liefern die USA den Karzai auch gerne aus.
Die USA kuemmert sich ueberhaupt nicht was sie vorher versprochen hat.

Allah
12
24.12.2011, 08:31
Die USA sind die Guten. Sie wollen nur Frieden und Freude für die armen Gefangenen zur Weihnachtszeit.

Bös' sind die Afghanen, auch wenn's wieder mal zur Abwechslung der Karzai sein muß. Das wissen doch eh alle. Also wozu dieser Artikel???

h 90
00
25.12.2011, 06:17

Wobei es ist eigentlich laecherlich.
Der US Stadthalter ist gegen das US Abkommen....sehr unglaubwuerdig.

Allah
02
24.12.2011, 10:24
Oidaa, ich fang echt an zu zweifeln ob da jemand meinen Account gestohlen hat

oder ob ich schlafposte. Thumbs up.

Bluestone
10
24.12.2011, 05:27

Karzai wird halt nicht heiß darauf gewesen sein, noch mehr Taliban im Land zu haben. Er wäre das erste Ziel, weil er als Handlanger der USA gesehen wird.
Und Obama will sie nur los haben, um sein Wahlversprechen einzulösen-daß sie zeitverzögert und heftig zurückschlagen werden, hat der gute Obama wahrscheinlich nicht bedacht-und damit fängt das Ganze von vorne an.

so ist das
11
24.12.2011, 16:42
Die "guten" Besatzer verlassen schleunigst das von ihnen zerstörte Land

Er erinnert sich wohl zu Recht an das Schicksal seiner Amtsvorgänger nach dem Abzug der sowjetischen Besatzer aus dem Land. Und die Umstände ähneln sich ja durchaus: Eine Besatzungsmacht gibt auf und verzieht sich auf Kosten der Bevölkerung, wie wir das eben im Irak beobachten können.
Das sind die wahren Verbrecher von USA und Konsorten: Die zerstören ein Land sowohl physisch als auch im Zusammenhalt der Bevölkerung und ziehen ohne Wimpernzucken ab, wenn sie ihr Versagen einsehen, und dass sie da niemals als "freundliche" Besatzer akzeptiert werden können - wie auch, nach den Hunderttausenden Toten und Zerstörungen, die in zwei Generationen nicht wieder gutgemacht werden können.

Herzerzog Johann
00
24.12.2011, 15:39

Jedes Abkommen zwischen (beliebigen) zwei der drei Parteien wird am Widerspruch des Dritten scheitern. Das funktioniert nicht.

Plato
00
24.12.2011, 05:13
Ein neues Debakel wie im Irak kuendigt sich an

so ist das
10
25.12.2011, 08:44
Nationbuilding auf amerikanisch !

Wieder eine Meisterleistung der USA und deren Mitläufer aus Europa in der Destabilisierung einer Region! Nationbuilding und Demokratieexport nennen das diese Vorbilder an Demokratie samt ihrem Friedensnobelpreisträger als Anführer!

bad religion
10
24.12.2011, 07:25

Der Irak war seit Ewigkeiten ein Debakel. Unter den USA war es ein anderes und teures Debakel.

Warum freuen sie sich darüber?

Jet Fuzzi
00
24.12.2011, 15:06

das ist leider nicht ganz korrekt.

Soho wahnsinnig lang ist das gar nicht her, dass Bagdad "Paris des Ostens" genannt wurde

Pierre d´Aubusson
10
24.12.2011, 22:28

Sie meinen Beirut. Die Bezeichnung "Paris des Ostens" gabs übrigens mehrmals, für Bukarest, Saigon etc
Und diese Bezeichnungen stammen alle aus der Mitte des Vorvorigen Jahrhunderts, als pöhse Europäer die Kolonien ausbeutelten.

Ja, so wars, die schlimme alte Zeit

peter mueller2
00
24.12.2011, 04:10
„noch 91.000 Truppen im Land“

Aus wievielen Soldaten und/oder Soldatinnen besteht eigentlich eine Truppe?

Onkel Gans
00
24.12.2011, 00:55

die usa fragen sich also selbst nach etwas?

Javert
10
24.12.2011, 00:45

die amerikaner werden die größten uranvorkommen zentralasiens mit sicherheit nicht vollkommen alleine lassen.

und die mohnplantagen auch nicht

Hört auf mich
65
23.12.2011, 21:30

Welche Beweise gibt es denn für diese Behauptungen? Als ob die USA Karzai fragen müßten um Gefangene frei zulassen.

zimbo
 
00
24.12.2011, 17:45
Wirdeine Pseudorechtfertigung fuer das Folterlager sein.

denke
00
24.12.2011, 07:19

Es geht ja mehr um ein generelles Friedensabkommen.
Und wenn Karzai das bei seinen Leuten nicht durchbringt, dann macht es keinen Sinn.
Schließlich sind es die Afghanen, die künftig mit den Taliban leben müssen.

linker Schlechtmensch
00
24.12.2011, 11:11
In

ein paar Jahren leben die eh wieder unter den Taliban.

David Palestein
13
24.12.2011, 00:18

Es gibt den Beweis, dass weder die Amis, noch die Talihan, noch Karzai sagen: Hey, das stimmt nicht.

Was ist das denn für ne Frage? Glaubst du an eine Verschwörung aller drei? :D

NONE
02
23.12.2011, 23:30

Vor allem da Karzai's Clan selbst Geld ohne Ende _in_ Afghanistan scheffelt.

Das ist eines der Länder das nie zur Ruhe kommen wird solange sich Länder aus dem Ausland einmischen - ob Sowjetunion, USA, Pakistan oder Saudi-Arabien.

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