Humor und Kirche

"Sie sind Abt, aber ein lässiger Typ"

Interview | 23. Dezember 2011, 18:44
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    foto: hermann wakolbinger/www.hermann-wakolbinger.at

    Kabarett trifft Kirche vor dem Linzer Mariendom. Günther Lainer (rechts) würde als Abt einfach mal beim Papst vorbeischauen und sagen "Papa, des Rad'l lauft net so rund" - und Martin Felhofer als Kabarettist gerne seine Klostergemeinschaft "aufs Korn nehmen".

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    Kabarettist Günther Lainer: "Viele fragen sich vielmehr: Wie kann man heute noch Katholik sein, ohne Kabarettist zu sein?"

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    Abt Martin Felhofer: "Ich kenne Männer, die nach vielen Jahren Ehe liebend gern ins Kloster gehen würden."

Lachen über Gott, Beziehungsprobleme und Sonntags-Flaschen - Abt Felhofer trifft Kabarettist Lainer

Standard: Herr Abt, kennen Sie eigentlich das Kabarett-Programm "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Flaschen" von Günther Lainer?

Felhofer: Leider kenn ich es nicht. Aber zumindest gehört habe ich, dass es sehr gut sein soll.

Standard: Kabarett trifft Kirche - darf man über Gott lachen?

Felhofer: Solange es nicht ein Lästern und verletzend ist, habe ich kein Problem damit. Ganz im Gegenteil: Kabarett bringt manches auf den Punkt und regt zum Nachdenken an - und davon können wir als Kirche durchaus profitieren. Aber meine Grenze ist dort, wo Gott lächerlich gemacht wird und Menschen verletzt werden.

Standard: Herr Lainer, wer sind jetzt die "Flaschen". Die Menschen, die jeden Sonntag brav in die Kirche gehen?

Lainer: Der Programmtitel ist natürlich sehr überspitzt formuliert. Letztlich geht es aber darum, zu thematisieren, dass Menschen, die heute noch in der Kirche sind, sich ständig dafür rechtfertigen müssen. Die werden oft als blöd hingestellt. Auf gut oberösterreichisch: Für vü' bist a Floschn', wennst heit' in die Kirchn' gehst.

Standard: Sie sind ehemaliger Religionslehrer und ausgebildeter Pastoralassistent. Ist es würdig und recht, als Katholik zugleich Kabarettist zu sein?

Lainer: In Wahrheit ist es würdig und recht, als Katholik zugleich Kabarettist zu sein. Viele fragen sich vielmehr in diesen Tagen: Wie kann man heute noch Katholik sein, ohne Kabarettist zu sein?

Felhofer: Also bitte, so schlimm ist es wirklich nicht.

Lainer: Wenn die Kirche jeden Tag die Moral-Fahne heraushängt, den Zölibat huldigt und in Wahrheit oft das Gegenteil predigt von dem, was sie lebt, kann man so manches in der Kirche nicht so ernst nehmen.

Standard: Herr Abt, ist die Sexualmoral der katholischen Kirche nicht tatsächlich so verstaubt, dass man als geistlicher Würdenträger fast froh sein muss, wenn die Leute nur darüber lachen und nicht gleich austreten?

Felhofer: Die Kirche lehnt die Sexualität nicht ab. Es geht um einen verantwortlichen Umgang.

Standard: Ist es verantwortlich, wenn man als angehender Pfarrer an der Pforte zum Priesterseminar die Sexualität abgeben muss?

Felhofer: Blödsinn. Da gibt keiner irgendetwas an der Pforte ab. Und schon gar nicht seine Sexualität.

Lainer: Kennen Sie eigentlich den Witz: Treffen sich zwei katholische Priester: "Wir werden nicht mehr erleben, dass wir mal heiraten können . ..". "Nein", sagt der andere, "aber unsere Kinder ...".

Felhofer (lacht): Den habe ich gekannt - das ist schon ein alter Hut.

Standard: Herr Lainer, haben Sie eigentlich einmal überlegt, Priester zu werden?

Lainer: Ich war elf Jahre Ministrant im Linzer Dom. Und jeder, der Ministrant ist, überlegt auch, Priester zu werden.

Standard: Heute sind Sie verheiratet und haben zwei Kinder.

Lainer: Der Pflichtzölibat wäre sich für mich nicht ausgegangen. Da habe ich gewusst: Kann ich nicht. Daher habe ich mich damals für den Pastoralassistenten entschieden.

Standard: Herr Abt, Sie haben den anderen Weg eingeschlagen. Haben Sie je mit dem Pflichtzölibat gehadert?

Felhofer: Zunächst muss ich einmal festhalten: Wer diesen Weg wählt, tut es freiwillig und soll auch genauso fähig sein für eine Ehe. Ich habe mich für beides fähig gefühlt. Ja, ich habe mich auch für eine Ehe berufen gefühlt. Aber ich wollte Priester werden und in einen Orden, konkret nach Schlägl, gehen. Nur deshalb habe ich diesen Weg eingeschlagen - nicht weil ich die Ehe nicht wollte. Ich glaube ja, dass ich den Zölibat, also das Gelübde der Ehelosigkeit, in einem Orden besser leben kann, da ich in und von einer Gemeinschaft getragen bin.

Lainer: Das glaub ich Ihnen jetzt aber überhaupt nicht. Haben Sie wirklich nie mit dem Zölibat gehadert? Ist denn da nie eine fesche Mühlviertlerin beim Stift Schlägl vorbeigelaufen, und Sie haben sich für einen kurzen Moment gedacht, "Kruzifix noch mal"?

Felhofer (lacht): Immer schön misstrauisch, der Herr Kabarettist. Versäumt habe ich nichts, aber durch die Erziehung im Knabenseminar - für die ich dankbar bin - hat manches nachreifen müssen, und die Beziehung zum anderen Geschlecht hat sich klären müssen. Aber diesen Prozess durchlebt jeder Mensch. Also: Versäumt habe ich nichts, wenn es auch manchmal nicht leicht war, wenn ich Familien mit Kindern erlebt habe. Ich habe den Verzicht aber immer so gesehen, dass ich als Priester und Ordensmann in der Nachfolge Jesu ein Zeichen geben darf für die Welt. Ehrlich gesagt: Ich würde diesen Weg wieder gehen.

Lainer: Ich kann Sie beruhigen. Als Verheirateter wünscht man sich ja auch manchmal, wieder allein zu sein.

Felhofer: Eben. Ich kenne Männer, die nach vielen Jahren Ehe liebend gern ins Kloster gehen würden. Das kann also doch nicht so schlecht sein.

Lainer: Übrigens, bevor ich es noch vergesse: Mein Neffe war in einer Messe, die Sie geleitet haben. Danach hat er zu mir gesagt "Der Pfarrer ist echt geil." Und es stimmt tatsächlich: Sie sind Abt, aber ein lässiger Typ.

Standard: Herr Abt, was macht Sie so geil?

Felhofer: Geil? Sagen wir so: Die Leute sagen öfter zu mir "Klass, dass du so normal bist." Die wundern und freuen sich, wenn sie plötzlich eine positive Kirchenerfahrung machen. Eigentlich ist es traurig. Mit der Kirche wird so viel Negatives assoziiert. Die vielen positiven Dinge werden leider oft ganz übersehen oder nicht mehr wahrgenommen.

Lainer: Lassen wir die Kirche im Dorf. Man kann als katholische Kirche nicht immer nur arm sein, weil die bösen Menschen das Gute unter dem Kirchendach nicht sehen. Zuerst heißt es einmal, vor der eigenen Tür kehren. Stichwort Missbrauchsfälle: Was da ans Tageslicht kam - unglaublich. Da ist sogar mir als Kabarettist das Lachen gründlich vergangen. Dieses Vertuschen muss ein für alle Mal aufhören. Kirche braucht mehr Ehrlichkeit.

Standard: Die katholische Kirche hat aktuell tatsächlich wenig zu lachen - Missbrauchsdebatte, aufmüpfige Pfarrer. Herr Abt, haben diese Vorfälle die Kirche verändert, hat man daraus etwas gelernt?

Felhofer: Durchaus. Es war ein reinigender Prozess. Vor allem hat man erkannt, dass es wirklich furchtbare Sachen gegeben hat und vor allem Opfer. Aber es braucht sicher noch mehr an Veränderung. Deshalb kann ich einzelne Punkte der "aufmüpfigen Pfarrer" verstehen: etwa bei den wiederverheirateten Geschiedenen oder auch beim Zölibat. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch in der Ehe und Gemeinde bewährte verheiratete Männer Priester werden können. Eine Kirche, die immer mehr Gemeinden keinen Vorsteher der Eucharistie mehr gibt, darf sich nicht wundern, wenn darunter die Wertschätzung der Sonntagsmesse selbst leidet.

Lainer: Sie haben eine hohe Position in der Kirche. Können Sie nicht zum Papst fahren und sagen "Papa, des Rad'l lauft net so rund".

Felhofer: Ich glaube nicht, dass ich als kleiner Abt eine Audienz bekomme. Ich bin schon glücklich, wenn wir Christen von den Bischöfen gehört werden und sie die Anliegen nach Rom tragen.

Standard: Herr Lainer, wenn Sie jetzt einen Tag Abt wären. Was würden Sie tun?

Lainer: Schlägler Bier verkosten. Im Ernst: Ich würd zum Papst fahren und ihm sagen, dass nicht alles super in der Kirche ist. Der weiß das nicht. Aber man kann es ihm nicht vorwerfen: Wenn ich jeden Sonntag aus meinem Wohnzimmerfenster schau und mir jubeln immer 20.000 Menschen zu, dann habe ich keine Krise.

Felhofer: Ich würde als Kabarettist meine Klostergemeinschaft aufs Korn nehmen. Im Kloster wird viel gelacht, vor allem, wo junge Mitbrüder sind wie in Schlägl. Ich würde auch manche liebe Schwäche von Alt und Jung aufzeigen, die es auch gibt. Und der Fußball muss Teil des Programms sein. Ich war ja in jungen Jahren ein leidenschaftlicher Kicker - heute leider nur noch ein geplagter LASK-Fan. (Markus Rohrhofer, STANDARD, Printausgabe 24./25./26.12.2011)

Martin Felhofer (64) trat nach der Matura im Juni 1966 in das Prämonstratenserstift Schlägl ein. Nach dem Noviziat studierte er an der Universität Innsbruck Theologie. Am 20. Juni 1989 wurde der begeisterte Jäger und Skifahrer vom Stiftskapitel zum Abt gewählt und steht seitdem der Klostergemeinschaft von 42 Chorherren vor. Mit eigener Brauerei, 6000 Hektar Wald, Gastronomie gehört das Stift Schlägl zu den größten Arbeitgebern im oberen Mühlviertel.

Günther Lainer (42) ist gelernter Tischler, ausgebildeter Pastoralassistent und war in dieser Funktion auch als Religionslehrer in Linz tätig. Im Jahr 2006 brachte der Comedyjongleur zusammen mit dem Kabarettisten Ernst Aigner Österreichs erstes Kirchenkabarett Ich bin der Weinstock, ihr seid die Flaschen auf die Bühne. Am 16. Jänner 2012 hat das neue Programm 99 (gemeinsam mit Klaus Eckel) im Wiener "Stadtsaal" Premiere.

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Zuben Elgenubi
11
25.12.2011, 17:14

Irrelevantes Geplauder: "m Ernst: Ich würd zum Papst fahren und ihm sagen, dass nicht alles super in der Kirche ist. Der weiß das nicht. Aber man kann es ihm nicht vorwerfen."

Natürlich weiß der Papst, was sich alles spießt und er ist die Hauptursache dafür. Er steht für Rückschritt und Unmenschlichkeit. Selten so eine naive Meinung von einem Kabarettisten gelesen.
Lesen Sie bitte Jean Ziegler: "Der Haß auf den Westen", da können Sie Ihr Mühlviertler Weltbild erweitern.

Das hat System
00
24.12.2011, 14:32

Go Kirche, Go! Vielleicht spielst mal im Radio!

ZwischenZeilen
12
24.12.2011, 12:47
Gerade wegen der aktuellen Lage...

.... wünsche ich ein frohes und besinnliches Weihnachten, Gesundheit und Zufriedenheit.

Beste Grüße, ZZ, Buddhist

litswd
01
24.12.2011, 16:30

danke, auch dir ein frohes weihnachtsfest!

liebe grüße, Lucy in the sky, christ

ps: wer gibt bei weihnachtswünschen ein rotes stricherl?

pps: bei den simpsons heißts mal "katholiken, protestanten oder buddhisten, wir sind doch alles christen" ;-)
(oder so ähnlich)

David Palestein
02
24.12.2011, 15:53

Dankeschön, auch dir ein frohes Fest, solltest du es feiern und viel Glück und Gesundheit weiterhin.

DP, Christ

apostata1
 
60
24.12.2011, 11:57
eine gemeinschaft von männern

in der die frauen nicht dabei sind ausser als putzfrauen und anderen zubringerdiensten,eine gemeinschaft, die die hälfte der menschheit, die frauen ausschliesst, ist nicht nach gottes willen.das klöster könnte ja einen frauenbereich mit äbtissin haben, die männer mit abt, essen, beten , freizeit, projekte im bildungdhaus u.v.a.m. könnten sie gemeinsam machen, einmal leitet die äbtissin den gottesdienst, einmal der abt. warum fürchten die chorherren die damen: wegen sexueller, partner konflikte.alle männerklöster, bes.stift heiligenkreuz, wollen steril unter sich bleiben, sie wiederholen starr die MA liturgie und glauben gott zu dienen. die kontakte mit frauem werden dann von den mönchen in pfarren ausgelebt,auch sexuell,auf kosten v.frauen

Truth is a Troll
00

Und eine Gemeinschaft die primär von Frauen getragen, verbreitet, verteidigt und gestützt wird.
(hast du vergessen zu erwähnen)
So wie man sich bettet so liegt man.

woifee 0.0
03
24.12.2011, 14:25

Die Bewohner von Klöster sind dort freiwillig. Bevor sie hin gehen sind sie sich der Regeln und Opfer bewusst. Also was ist ihr Problem? Nur weil sich manche für einen anderen Lebensweg als den ihren entscheiden?

Mfg ein Agnostiker.

apostata1
 
40
24.12.2011, 21:50
@woifei

jeder darf und soll auf seine art selig werden, in der rkKi sind klöster, stifte chorherren aber etwas bsonders feines und die besseren chrstusnachfolger-der mönch soll einmal vorhüpfen, was ein vater und mutter mit ein paar kindern an einsatz bringen,skikursgeld zusammenkratzen, geld ausleihen fpr die schulauslandreise etc; die leben doch ein verantwortungsfreis singledasein. wo ist das opfer, wenn ich mich um keine wohnung, kein auto, keinem berufstress aussetzen muss. ich kenne einige mönche und chorherren, die in der pfarre nicht eine freundin od.mehrere freundinnen haben, also promiskuitiv leben.das sind doch grossteils hochprivilegierte mit gemütlichen leben, das sie als fromm verkaufen.ich bin ein insider und kenne zuviele solche.

apostata1
 
00
25.12.2011, 11:49
@wofei

jedes rotrs stricherl von dir und deiner verwandtschaft ehrt mich und zeigt, wie ich richtug ich liege, contra factum non valet argumentum =gegen eine tatsache gibt es keine gegenbegründung !!!!!

Hans-Georg Peitl
31
24.12.2011, 10:51
Die Kirche fordert Toleranz

Wir wollen Frieden stiften:

Vielleicht eine verrückte Idee, die wir freiheitlichen Christen kurz vor Weihnachten ausgebrütet haben, aber wir wollen einen Spielplatz der Toleranz stiften.

http://freiheitlichechristen.internet4um.at

Denn nur dort, wo Menschen miteinander reden, wird dem wichtigsten Gebot: Liebe Gott den Herrn, der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten, auch Deine Feinde wie Dich selbst genüge getan.

Und hiermit wünschen wir Allen ein Frohes Fest.

Euer

Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen
http://jachwe.wordpress.com

ifschleife
00
25.12.2011, 09:15
freiheitlich und christ - ein widerspruch erster güte!

David Palestein
04
24.12.2011, 16:11

Ich möchte Sie fragen warum genau Sie sich als Christ in einer Partei engagieren, deren Parteivorstand Christen nur als Wählerschicht sieht, die man mit Kreuzzugartigem Kreuzfuchteln und Solgans mit ... Christenhand zu fangen gedenkt.
In der Praxis nämlich zeigt diese Partei - besonders in der Fremdenpolitik - nämlich dass sie das Gegenteil der höchsten von Jesus ausgesprochenen Gebote als routinemäßige Praxis ansieht. In der Einstellung gegenüber Asylanten beispielsweise kann man nicht behaupten, dass hier Gott (und somit alles aus ihm entsprungene: die Natur alle Lebewesen und alle Menschen) geehrt wird ganz abgesehen von Gebot der Nächstenliebe.

Abseits von dieser Unklarheit wünsche ich Ihnen ein friedliches und frohes Feihnachtsfest.

kater bruno
61
24.12.2011, 09:39

Diese Kerzenschlucker, die in der Kirche heilig beten und auf die Ausländer schimpfen, die oft den gleichen Gott anbeten, ist schon seltsam. Und mit Groer, Schönborn, Krenn, Laun und andere seltsame Typen verleiden mir und uns vielen die Kirche

apostata1
 
20
24.12.2011, 17:16
@kater

da sind am weihnachtsabend wider die kath.net rotstrichler aufgewacht, statt dass sie radio vatikan hören.

kater bruno
00
26.12.2011, 14:55

Die Ultrakonservativen (auch wie Sie) runieren mit Vergnüen die kath. Sekte Kirche. Die verkündete Wahrheit der Kinderbelästiger (gedeckt von Vatikan) wird mir immer ein Rätsel bleiben. Da nützt der symphatische Felhofer, Schüller oder Pater Udo Huber nichts.

aflen
15
24.12.2011, 11:58
Ich bin zwar kein gläubiger Christ,

bin aber bereits einige Male Abt Felhofer begegnet und muss Ihnen einfach sagen, dass Sie dem Abt schwer unrecht tun, wenn Sie ihn mit den Herrn Groer, Schönborn, Krenn, Laun und Co in einem Atemzug nennen.
Er ist wirklich in "lässiger Typ" und es würde um die Kirche anders bestellt sein, wenn die Bischöfe inklusive dem Kardinal ähnlich "lässig" wären!

apostata1
 
00
24.12.2011, 21:36
lässiger typ ?

ein abt braucht nicht lässig sich anbiedern, er soll ein authentischer geistlicher mensch sein. der dalai lama ist kein lässiger typ, aber zutiefst menschlich und humorvoll mit einem schallenden lachen: unbeirrt setzt er seine geistliche spiritualität für seine armen verfolgten tibeter ein, ohne lächerlich lässig oder geil herüberkommen zu wollen. "bei den menschen-für die menschen !", das genügt.

kater bruno
10
24.12.2011, 11:41

Den Harry Potter Fan verhinderter Weihbischof Wagner habe ich noch vergessen

Wer will nochmal??
81
24.12.2011, 07:34
Gratuliere Standard, eine Werbefigur zum Qualitätsinterview bitten ... das ist ÖSTERREICH-"Nivau" ...

Es gab Zeiten, da zahlte ich jeden Tag für diese Zeitung, aber ich glaube nicht wirklich, dass diese noch einmal kommen könnten.
Bei Schmarrn wie diesem.
Und bei Schach/Fluch sowieso.

Kriti Kaster
00
24.12.2011, 09:50
Und Sie sind ein Weinpolter

David Palestein
04
24.12.2011, 00:53

"Sie sind Abt, aber ein lässiger Typ" klingt gut.

Fast wie: "Sie sind Österreicher, aber ein lässiger Typ" oder "Sie sind schwarz, aber ein lässiger Typ".

rvgw
22
24.12.2011, 09:53

Ich habe schon einen Unterschied gefunden: Abt zu werden, ist eine bewusste Entscheidung. Österreicher oder schwarz zu sein (in der Regel) nicht. Es wird also eine angenommene Geisteshaltung beurteilt (oder ververurteilt), nichts, wofür man normalerweise nichts kann.

David Palestein
02
24.12.2011, 15:30

seit wann verpflichtet eine berufsgruppe zu uniformer geisteshaltung? nicht mal eine religion tut das.

rvgw
00
26.12.2011, 13:28

Dass diese Geisteshaltung lediglich angenommen wird (seitens des Urteilenden), habe ich ja eh geschrieben.

Ich sage nicht, dass diese Annahme richtig ist, ich wehre mich nur gegen ihren unzutreffenden Vergleich.

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