Um unkontrollierte Verbreitung an Terroristen zu verhindern
Washington - Aus Angst vor der unkontrollierten
Verbreitung libyscher Flugabwehrraketen an Terroristen wollen die USA
laut einem Zeitungsbericht ein Programm zum Waffenkauf starten. Nach
dem Aufstand gegen den ehemaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi seien
noch immer Tausende dieser Waffen in den Händen von Rebellen und
Plünderern, berichtete die "New York Times" am Freitag.
Übergangsregierung soll Waffen aufkaufen und zerstören
Die US-Regierung befürchte, dass sie über den Schwarzmarkt in die
Hände von Terroristen fallen könnten. Daher wolle sie der libyschen
Übergangsregierung technische Unterstützung und Geld geben, damit sie
die Waffen aufkaufen und zerstören könne.
Dabei gehe es vor allem um mobile Waffensysteme, mit denen etwa
Stinger-Raketen von der Schulter aus abgefeuert werden könnten. Die
Geschosse könnten zwar wenig gegen moderne Militärflieger ausrichten,
seien aber hochgefährlich für zivile Flugzeuge, die in der Regel kein
Abwehrsystem hätten. Insgesamt stellen die USA dem Bericht zufolge 40
Millionen Dollar (30 Millionen Euro) für zur Verfügung.(APA)