Falscher Alarm

Theo Waigel gibt dem Euro 400 Jahre

23. Dezember 2011, 17:04

Der frühere deutsche Finanzminister hält die Warnungen vor einem Kollaps der europäischen Währung für stark übertrieben

Berlin - Der frühere deutsche Finanzminister Theo Waigel hält die Warnungen vor einem baldigen Kollaps der europäischen Währung für stark übertrieben. In einem Interview mit der deutschen "Welt am Sonntag" verwies Waigel auf eine erfolgreiche gesamteuropäische Vorgängerwährung: Der Denar des Römischen Reiches habe 400 Jahre lang Geltung gehabt, sagte er. "So viel Zeit gebe ich dem Euro auch." Das Gerede von der größten Krise der EU hält er "für maßlos übertrieben".

Waigel plädierte dafür, den Rat erfahrener pensionierter Staatsmänner einzuholen: "Ich habe da eine Idee, die leider niemand aufgreift: Man sollte einen Senat der Älteren gründen, in dem es vor allem um die Zukunft Europas geht." Als Mitglieder schlug er ehemalige Bundespräsidenten, Kanzler und Außenminister sowie den einen oder anderen Ex-Finanz- oder Wirtschaftsminister vor. Das könnte helfen, schwierige europapolitische Entscheidungen auf eine breitere Basis zu stellen. (APA)

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phantomas phantomas
00
19.1.2012, 22:02
Waigel

Ich habe kürzlich in einem Vortrag in MUC zuhören können, wo er eine Episode erwähnte, als ihn in der Schalterhalle einer Bank ein Passant anschrie: der ist Schuld, dass ich soviel Geld verloren habe. Der Mann verschwand jedoch, als ihn Waigel fragte, wieviel er denn verloren habe. Tatsaechlich ist der Euro seit seiner Einführung gegenüber dem USD deutlich gestiegen

walter zizelsberger
00
10.1.2012, 13:21
Durchhalte-Parolen für ungedecktes Währungspapier...

...warum nicht gleich 1000 Jahre!

José Atento
02
27.12.2011, 10:07
Er vergisst dabei,

dass der Euro keine Deckung besitzt.
Das war im alten Rom anders.

Die einzige Deckung ist das Vertrauen der Politiker und dieses ist im Sinkflug, weil immer mehr Menschen begreifen, dass uns Politiker, viele vorsätzlich, in eine ausweglose Schuldenkrise manövriert haben.

No Use for a Name
00
27.12.2011, 00:34
... sowie den einen oder anderen Ex-Finanz- oder Wirtschaftsminister...

ich kann mir schon vorstellen, wer jetzt glaubt, daß mit "der eine" wohl nur er, der Beste, gemeint sein kann.

kants richtschnur
01
26.12.2011, 18:54

„In den demokratischen Republiken geht die Tyrannei anders zu Werk; sie geht unmittelbar auf den Geist los. Der Machthaber sagt hier nicht: “Du denkst wie ich, oder Du stirbst”; er sagt: “Du hast die Freiheit, nicht zu denken wie ich, aber von dem Tag an bist Du ein Fremder unter uns. Du wirst Deine Bürgerrechte behalten, aber es wird Dir nichts mehr nützen. Du wirst unter Menschen wohnen, aber Deine Rechte auf menschlichen Umgang verlieren.
Wenn Du Dich einem unter Deinesgleichen nähern willst, so wird er Dich fliehen wie einen Aussätzigen; sogar wer an Deine Unschuld glaubt, wird Dich verlassen, sonst meidet man auch ihn. Gehe hin in Frieden, ich lasse Dir das Leben, aber es ist schlimmer als der Tod.“

Alexis de Tocqueville

Andreas Unterweger
62
26.12.2011, 16:09
an alle jene, die den EURO schlecht reden ...

bitte KONKRETE Punkte aufzählen, warum der soooo schlecht ist;

... nicht nur dumme Phrasen von anderen reinschreiben und bashen

danke!!!

khaleb
31
26.12.2011, 21:57
der Euro ist Zinseszins-Schuldgeld

er entsteht dadurch, dass jemand einen Kredit nimmt.
2% bis 10% sind schon vorhanden, der Rest wird buchhalterisch erzeugt, aus dem Nichts.
Jedoch wird das nötige Geld für die Zinsen nicht miterzeugt. Somit ist zuwenig vorhanden, als das alle Schuld plus Zinsen zurückzahlen können.
Die Folge: Bankrotte oder neue Schulden, deren Zinsen noch weniger zurückgezahlt werden können.
Der römische Denar konnte nicht aus dem Nichts erzeugt werden, er war aus Gold.

rubinek
11
26.12.2011, 12:36

Ich finde man sollte einen Club der großen Augenbrauenträger gründen die über die monumentalen Fragen der Weltgeschichte beraten und letzlich auch legislative Macht erhalten sollen ihre weisen Entscheidungen umzusetzen.
Es ist schon seit Jahrtausenden bekannt, das es einen signifikanten Zusammenhang zwischen großen Augenbrauen und brillianten Hirnen gibt.

Um jedich Betrug gleich im vorhinein auszuschließen müssen jedoch alle in Frage kommenden Personen auf die Echtheit ihrer Augenbrauen untersucht werden.

Mirabeau
00
26.12.2011, 14:43

Leonid Breschnew: Ja!
Michail Gorbatschow: auf keinen Fall!

kants richtschnur
04
26.12.2011, 04:25
warum nicht gleich tausend?

khaleb
00
26.12.2011, 21:58
tausendjährig hat hierzulande einen unglaubwürdigen Klang

den Schmäh hat man schon ausgekostet.

stronzl bär
00
25.12.2011, 22:24

Geile Monobraue???

Thomas turnbichler
11
25.12.2011, 21:54
Kaum mehr Hoffnung

Während Herr Waigel dieser Fehlkonstruktion Euro die Absolution erteilt, bereiten sich Notenbanken in allen Länder auf den Zusammenbruch des Euro vor.

Wie kann Herr Waigel bloss so eine undifferenzierbare Aussage machen? Dies zeigt auf, in welche Hände wir unseren Schilling gelegt haben.

Ein Wuner, dass dieser Herr nicht von einem "tausendjährigen Euro" gesprchen hat!

Andreas Unterweger
51
26.12.2011, 13:13
sinnloses bashing

kennst wahrscheinlich nicht einmal den Unterschied zwischen Mikro und Makroöökonomik und M. Keynes sagt dir wahrscheinlich auch nix.

Aber sinnlose scheixxe hier reinschreiben...

p c2
11
25.12.2011, 17:30
Waigel plädierte dafür, den Rat erfahrener pensionierter Staatsmänner einzuholen

genau.

lasst die weisen ran, die diesen schwachsinn erst iniziert haben...

mein gegenvorschlag,
da politiker seit eh und je etwas von "verantwortung übernehmen" schwafeln, wär's doch ganz toll dass sie diese für einmal auch tatsächlich übernehmen.
am besten in einem tiefen kerker...

Der Neisseer
22
25.12.2011, 15:56
Erschütternd

Wenn nicht einmal der Waigel weiß, wo der fundamentale Unterschied zwischen der Edelmetallwährung der Antike, wo "das Geld mit seinem Wert selbst rumlief/-läuft", und dem Euro, der hofft, daß es irgendjemanden gibt, der sein Wertversprechen einlöst, denn die Staaten können es ja auch nicht mehr, liegt, dann ist eh alles schon zu spät. Aber vermutlich hat er es eh nie gewußt.

Schämen soll er sich, es ist nur noch erschütternd.

Aber freilich, eine Erfolgsgeschichte ist der Euro auf jeden Fall: er hat die Bevölkerungen derTeilnehmer in ein Joch gespannt, wo es sich nur noch aussuchen kann: TOTALE Katastrophe, oder schleichende Sklaverei.

Bravo, Herr Weigel. Den Preis der Ihnen gebührt dürfen Sie sich ganz bestimmt abholen

weisse weste
10
27.12.2011, 10:06
ich sehe keinen Sinn darin,

Edelmetalle unter hohem Aufwand aus der Erde zu holen und sie dann wieder in den Kellern der Notenbanken zu bunkern. Das ist ökonomisch betrachtet eine eher unproduktives Unterfangen.

Geld war und ist Konvention und wird es immer bleiben. Nur so konnten wir dem Tauschhandel entwachsen - und auch der beruhte auf Konvention. Er war halt nur etwas aufwändiger.

Aber bitte, vielleicht finden Sie ja jemand, der Ihnen 58,4 Sekunden Theater auf Platz 9 der Reihe 6 für 47,2 Sekunden Ihrer Arbeitsleistung tauscht, und Sie brauchen keine Zinsgeld mehr, weil alles simultan und spontan passiert.

Salz Burger
13
25.12.2011, 22:51

Wo sehen Sie jemanden, der keinen Euro als Bezahlung akzeptiert?
Natürlich lebt Geld von der Akzeptanz. Aber da liegt der Euro doch eh recht gut.

Gunslinger
00
25.12.2011, 14:01

Netter Versuch, Herr Waigel sich selber und anderen Versorgungsposten zu ergaunern...

david crutton
01
25.12.2011, 12:43
Und ich 400 Tage.

Und da bin ich schon optimistisch.

Rudolfo Karellowitsch
00
25.12.2011, 11:20
Das Papiergeld gibt es noch nicht einmal 400 Jahre,

aber Herr Waigel meint zu wissen das es Papiergeld im Allgemeinen und den Euro im Besonderen, in 400 Jahren noch geben wird? Ich nenne das überhebliche Kaffeesud Leserei.

Peacefaktor
01
26.12.2011, 14:12
??? Na ja, der € könnte auch dann bestehen,

wenn wir längst kein Bargeld mehr besitzen. In Italien geht man daran es abzuschaffen und in kleinen Stufen werden jetzt Beträge eingeführt, die man nur noch elektronisch berappen kann und darf. Wenn also das sichtbare Geld verschwindet, also das Papiergeld, dann könnte der € rein theoretisch auch virtuell weiter bestehen. ( oder meinten Sie Fiatgeld? Dann stimmt Ihre These natürlich wieder;)
Die fundamentalen Daten sprechen aber alle gegen den €;)

libero80
00
26.12.2011, 12:31

Ganz, genau. Er hätte genau so gut 500 Jahre sagen können.
Nicht sehr vertrauenserweckend wenn Politiker so unqualifiziert und eurobesoffen daherschwatzen.

Mirabeau
00
26.12.2011, 06:56

Papiergeld wurde schon von Marco Polo beschrieben, das war 1276, 300 Jahre nach seiner Einführung in China.
Auch in Spanien gibt es schon ab 1483 Papiergeld.
Ohne Unterbrechung gibt es Banknoten seit 1661, als die Schweden mit dem Drucken von Papiergeld begannen.
Das ist auch schon wieder 350 Jahre her.

Salz Burger
10
25.12.2011, 22:53

Ich habe im Bericht nichts über Papiergeld gelesen.
Vermutlich ist heute schon der Großteil des Geldes nicht in Papiergeld sondern in elektronischer Form. Das spielt auch keine Rolle. Es funktioniert einfach.

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