120 Pensionisten bekommen rückwirkend Pensionsanpassung für 2008

23. Dezember 2011, 15:45

OGH entschied nach Klage der AK Oberösterreich

Linz - 120 Pensionisten bekommen rückwirkend eine Pensionsanpassung für das Jahr 2008. Statt der damals beschlossenen 1,7 stehen ihnen 2,8 Prozent zu. Das hat der Oberste Gerichtshof (OGH) nach einer Klage der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich entschieden. Betroffen sind Personen mit einer Pension von unter 747 Euro, in erster Linie Frauen. Das teilte die AK am Freitag in einer Presseaussendung mit.

Die prozentuelle Anpassung ab 1. Jänner 2008 sank mit der Höhe des Bezuges - von 2,8 Prozent für Pensionen in Höhe von 747 Euro auf 1,7 Prozent bei 2.161,51 Euro. Die Kleinstpensionen unter dem Ausgleichszulagen-Richtsatz seien aber behandelt worden wie jene über 2.000 Euro, kritisierte die AK - und klagte in 120 Fällen.

Bei den Betroffenen handelt es sich meist um Frauen, die wegen Berufsunterbrechungen oder Teilzeitarbeit nur einen geringen eigenen Pensionsanspruch haben, und aufgrund des Einkommens des Ehegatten keine Ausgleichszulage erhalten. Ihr eigener Bezug wurde geringer angehoben als der höhere ihres Mannes. Das sei eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und verstoße gegen das Europarecht, argumentierte die AK.

Der OGH beauftragte den Europäischen Gerichtshof (EuGH) mit der Überprüfung des Falls. Dieser bestätigte die Rechtsauffassung der AK und sah ebenfalls einen Verstoß gegen das Europarecht. Der OGH entschied nun auf Basis des EuGH-Urteils, dass allen Pensionisten, die geklagt haben, eine Pensionserhöhung von 2,8 statt der damaligen 1,7 Prozent Prozent gewährt werden muss. (APA)

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10 Postings
franz fröhlich
16
24.12.2011, 23:36
Da gehts pro Person um ca. 8 Euro.

Bei 120 wären das dann 960 Euro für alle zusammen im Monat.
Da verbraucht Faymann täglich an Werbung mehr.

qqq
 
01
26.12.2011, 20:25
stündlich... triffts eher

jörghans ganzecht
32
24.12.2011, 20:59
Nachzahlung für alle Betroffenen!!!

Vor dem Gesetz sollten eigentlich alle gleich sein. Ich fordere daher die Bundesregierung auf, dafür zu sorgen, dass die PVA allen von der ungerechten Pensionsanpassung Betroffenen die ohnehin minimale Nachzahlung zukommen zu lassen. Das Ganze scheint mir eine große Schweinerei, beinahe alle diese Fälle betreffen Frauen, jene Frauen die wegen familiärer und anderer Umstände weniger Beitragsjahre aufweisen, daher auch nur kleine Renten beziehen, diese Frauen nochmals zu diskriminieren, indem man ihnen eine geringere Prozentuale Pensionserhöhung gewährt als den Beziehern von höheren Pensionen.
Das ist ja völlig abgehoben von unseren Koalitionspolitikern. Sorgen Sie dafür, dass alle die Nachzahlung erhalten, wenn nötig durch eine Weisung d

drKannibalFekter
 
01
24.12.2011, 14:21
Das ist eine Schande und eine Riesensauerei!

Womi bewiesen wird wie wenig die Verantwortlichen bei ihren Entscheidungen sich in die Lage des sog. Normalbürgers versetzten. Alles von oben herab!
Wozu unser OGH den EGH anrufen musste bleibt mir auch ein Rätsel. Die Sachlage war ja sonnenklar, offensichtlich wurde hier auch die hochnäsigen Verantwortlichen geschützt.
Zum Schluß die Frage - sind jetzt alle in Österreich erfasst worden oder nur jene in OÖ die geklagt haben?

Monsieur Ridicule
01
25.12.2011, 13:59
Sonnenklar

kann nur einer behaupten, der nichts von der Materie versteht. Nur weil das herauskommt, was man will, ist der Weg dahin noch lange nicht selbsterständlich.

Parzelle
02
24.12.2011, 17:41
wir haben in Wien geklagt

Kammerjäger1
04
24.12.2011, 02:02
AK

LOb und Dank an die AK!

pam ela
02
24.12.2011, 08:34
und der justiz !

über die man sonst soviel schimpft.

Parzelle
01
23.12.2011, 22:53
Jetzt ergibt sich die Frage....

...müssen alle Pensionen der 120 welche gewonnen haben-auch 2009-2010-2011-2012 valorisiert werden?

unterwegs in Österreich
01
24.12.2011, 02:07
Die auf diese Erhöhung folgenden Pensionserhöhungen

müssen ebenfalls nachgezogen werden, das sind dann aber nur mehr marginale Beträge. Für 2008 jetzt um 1,1% mehr, wenn die nächste Erhöhung 2 % ausgemacht hat, dann ist die Differenz 0,022%, das wären pro 100 Euro Pension 2,2 Cent.

Hannes

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