Zweites Strafurteil wegen Demo gegen Fekter in Salzburg rechtskräftig

23. Dezember 2011, 15:42

Bedingte Haftstrafen für Salzburger Brüderpaar wegen versuchten Widerstands gegen Staatsgewalt - Erstangeklagter von schwerer Körperverletzung freigesprochen

Salzburg - Knapp zwei Jahre nach einer tumultartigen Demonstration wegen eines Vortrags der damaligen Innenministerin Maria Fekter über Asylpolitik in Salzburg ist in dieser Woche der Strafprozess gegen ein Brüderpaar mit dem zweiten rechtskräftigen Urteil endgültig abgeschlossen worden. Der Erstangeklagte wurde in der Vorwoche am Landesgericht Salzburg wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt zu fünf Monaten bedingt verurteilt und gleichzeitig vom Vorwurf der schweren Körperverletzung freigesprochen. Verteidigerin Ingeborg Haller teilte am Freitag der APA mit, dass das Urteil von Richterin Sabine Berger rechtskräftig geworden ist.

Der Salzburger hatte bei einem ersten Prozess Ende Mai 2010 von Richterin Karoline Edtstadler noch eine teilbedingte Haftstrafe von neun Monaten, davon ein Monat unbedingt, kassiert. Der damals 26-Jährige soll einen Polizisten am Knie schwer verletzt haben. Ein Berufungssenat des Oberlandesgerichts Linz hob dieses erstinstanzliche Urteil im November 2010 auf und ließ den Tatbestand der Körperverletzung neu verhandeln. Der Senat hatte zudem die bedingte Haftstrafe für den 24-jährigen Zweitangeklagten, der ausschließlich wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt war, von sechs Monaten auf drei Monate herabgesetzt. Das Urteil für den 24-Jährigen ist damals bereits mit dem Spruch des Berufungsgerichtes rechtskräftig geworden.

"Völlig unverhältnismäßig"

Verteidigerin Haller hatte das teilbedingte Urteil von neun Monaten für den 26-Jährigen als "völlig unverhältnismäßig" bezeichnet. Sogar die Staatsanwaltschaft habe gegen das Urteil berufen, sagte die Rechtsanwältin. Sie hatte zwar auf einen Freispruch plädiert, sieht es jetzt durchaus als "ein positives Ergebnis", dass die Strafen entsprechend reduziert worden sind und für den Erstangeklagten der Vorwurf der vorsätzlich schweren Körperverletzung weggefallen ist.

Zu dem Zwischenfall war es am 14. Jänner 2010 in der Stadt Salzburg gekommen. Die bisher unbescholtenen Brüder hatten während der nicht angemeldeten Demonstration vor dem Wifi-Gebäude mit rund 20 Aktivisten vor mindestens ebenso vielen Polizisten ihren Unmut über Fekters Asylpolitik kundgemacht.

Als plötzlich ein weiterer Bruder der Beschuldigten mehrere Schweizerkracher warf, schritten einige Polizisten ein. Der ältere Bruder soll von hinten auf einen Polizisten losgegangen sein, ihm den Arm um Hals und Schulter gelegt, einen Tritt ins Knie verpasst und sich gegen die Festnahme gewehrt haben. Der 26-Jährige hatte aber stets bestritten, dass er dem Beamten ins Knie trat. Der Jüngere sagte bei Gericht aus, er habe dem Kracher-Werfer zu Hilfe eilen wollen und sei von Polizisten niedergerissen worden, er habe sich aber niemandem widersetzt. Polizisten beteuerten jedoch, die Brüder hätten Widerstand geleistet, einer sogar "massiv". (APA)

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MARKUS HOCHSTAFFL1
 
00
Von Polizisten misshandelt - Der Fall Paul B.

http://www.youtube.com/watch?v=o... re=related

MARKUS HOCHSTAFFL1
 
10

Unter einer Regierung die irgendjemand unrechtmäßig einsperrt, ist das Gefängnis der Angemessene Platz für einen gerechten Menschen.

Henry David Thoreau: Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat, 1894 Seite 20

MARKUS HOCHSTAFFL1
 
00
28.12.2011, 19:53
Der "Kanak", die Polizisten und der Baseballschläger

Nicht rechtskräftige Verurteilungen für Polizisten, da sie Anzeige von Olympia-Teilnehmer Caliskan ignoriert und ihn beschimpft haben

http://derstandard.at/127137514... lschlaeger

Naeich
 
01
28.12.2011, 13:42
Österreichische Justiz

Wiederstand gegen die Staatsgewalt ohne irgendwelche nachgewiesene Verletzungen: 5 Monate bedingt.

Vorsätzliches bandenmäßiges Zusammenschlagen mit schweren Körperverletzungen (inklusive Gesichtsknochenbrüche) durch Wega-Beamte: 8 Monate bedingt maximal:
http://derstandard.at/2569838

Hubert Ungeist
 
11
30.12.2011, 11:50
Widerstand geht halt auch ohne Verletzungen des Beamten

genauso könnens einen Raub ohne Verletzungen des Opfers machen. Das ist schon mal falsch gedacht.

Und er Bericht über den Bakery J. ist sowas von polemisch abgefasst.

Beide Urteile kann man nicht so einfach vergleichen

99 Prozent - Pirat sein ist IN
01
28.12.2011, 07:31
wenn man in Ö Millionen als Politiker hinterzieht, dann

ist das für alle beteiligten inkl. Justiz OK. Wenn sich Menschen gegen die Fekta stellen und das mit Recht, werden sie wie verbrecher behandelt. Ich schäme mich österreicher zu sein.

Hubert Ungeist
 
01
29.12.2011, 09:53
Nun auch dem Politiker muss man es beweisen

und wer wurde wegen einer Demo gegen Fekter verurteilt?

Verurteilt wurden sie wegen Widerstand gegen die Polizei.

Febobo
01
27.12.2011, 21:56
Diese "Demokratie" kann mir auf jeden Fall gestohlen bleiben

ich ziehe mich in die innere Emigration zurück.

Auf Wiedersehen.

MARKUS HOCHSTAFFL1
 
01
27.12.2011, 21:07
Alle Österreichischen parteien sind Korupt!

Behörden decken Kriminellen EX-Diplomaten!
ARD: http://www.ardmediathek.de/ard/servl... Id=8936826

schmauchlümmel
23
26.12.2011, 19:42

sind die wehleidig! der polizist will wohl schön schmerzensgeld rausschlagen und die justiz ein abschreckendes beispiel setzen.
von wegen schwere körperverletzung!

Isegrim1
00
27.12.2011, 15:02

Wen sie sich gegen einen Polizisten wehren ist das immer schwere Körperverletzung (sofern sie wissen, dass er/sie Polizist ist).

Was mich verwundert, woraus schließt die Anwältin, nur weil die StA beruft, dass das Urteil zu hart war? Normalerweise beruft sie gerade dann wenn es zu mild war.

Naeich
 
00
28.12.2011, 15:21
Und das ist eigentlich ungeheuerlich ...

denn jede behauptete Verletzung, wenn noch so klein und nachträglich nicht nachweisbar kann da als schwere Körperverletzung geahndet werden (und wurde auch schon oft). Und praktischerweise sind Polizisten vor Gericht ja auch von vornherein glaubwürdig.
Das nennt man dann Gleichheit vor dem Gesetz.

Neza
01
26.12.2011, 18:57
Die Demonstranten wurden gefektert

Bernhard Marold
00
26.12.2011, 13:17
Ich lege

meiner Frau auch manchmal den Arm um Hals und Schulter. Sie hat sich noch nie darüber beschwert. Vielleicht hat der Polizist den Annäherungsversuch nur falsch interpretiert......

David Mungo
13
26.12.2011, 12:15
Ein Hauptmann hat heute morgens die Anzeige erstattet, dass dieser Mann, der ihm als Diener zugeteilt ist und vor seiner Türe schläft, den Dienst verschlafen hat.

Er hat nämlich die Pflicht, bei jedem Stundenschlag aufzustehen und vor der Tür des Hauptmanns zu salutieren. Gewiss keine schwere Pflicht und eine notwendige, denn er soll sowohl zur Bewachung als auch zur Bedienung frisch bleiben. Der Hauptmann wollte in der gestrigen Nacht nachsehen, ob der Diener seine Pflicht erfülle. Er öffnete Schlag zwei Uhr die Tür und fand ihn zusammengekrümmt schlafen. Er holte die Reitpeitsche und schlug ihm über das Gesicht. Statt nun aufzustehen und um Verzeihung zu bitten, fasste der Mann seinen Herrn bei den Beinen, schüttelte ihn und rief: ›Wirf die Peitsche weg, oder ich fresse dich.‹ – Das ist der Sachverhalt.

ichbinsofrei.net
23
26.12.2011, 11:28

hier übrigens die sicht der angeklagten / verurteilten inkl. mitdemonstranten:
http://widerstand-im-fekterland.at/

ichbinsofrei.net
01
26.12.2011, 11:26
info

die teilnahme an einer unangemeldeten demo ist nicht strafbar; nur die organisation.

ravenna
05
26.12.2011, 09:48

"Er habe dem Kracher-Werfer (Anm. bei dessen Kampf gegen die Polizei) zu Hilfe kommen wollen. Er habe sich aber niemanden widersetzt."

Ironie. Oder?

Aber, weiß schon. Hier kann das nur "rot" geben....

Hubert Ungeist
 
00
27.12.2011, 07:38
Wenn man den Satz für sich nimmt

hat er ja sogar recht.

Da die Polizei in dem Moment nicht gegen ihn vorgegangen ist, er wollte ja als unbeteiligter dem Werfer helfen, hat er sich der Polizei nicht widersetzt. Blöderweise gibt er damit zu das er die Polizei angegriffen hat und zwar absichtlich, da kann er sich nicht mal auf Notwehr mehr ausreden

Isegrim1
00
27.12.2011, 15:04

Selbst wenn man den Satz nicht für sich nimmt, hat er damit die Polizei in bei ihrer Amtshandlung angegriffen.

z1302a
12
25.12.2011, 21:59
ich war nicht dabei:

habe aber noch nie auf einem Demo-Video einen Demonstranten gesehen, der einen Polizisten von hinten den Arm um den Hals gelegt hätte ... das waren umgekehrt bestenfalls Polizisten. Auch wenn man das verhältnis 20:20 bedenkt ... haben sich die Polizisten unter die Demonstranten gemischt ?

Hubert Ungeist
 
00
30.12.2011, 11:51
Das gibt ja sogar der Verurteilte zu....

freigesprochen wurde er ja vom Vorwurf der schweren Körperverletzung

Kofi2k
1510
25.12.2011, 19:48
Und wir lernen daraus

1) die Schottermitzi ist böse
2) Polizisten sind viel böser
3) die Justiz gaaaanz böse

Mei waren das liebe Leute die auf einer nicht angemeldeten Demo mit Schweizern herumschießen. Und die böse böse böse Polizei macht auch noch was dagegen. Es sollte aber auch in die Grundrechte aufgenommen werden, dass man Polizisten von hinten die Arme um Hals und Schulter legen darf. Aber wirklich.

HAL 9000
32
26.12.2011, 14:30
Demos

muß man nicht anmelden.

Das hat die Polizei nur gerne so, damit sie ihr Videoteam rechtzeitig postieren kann.

Polizisten und geistig einfach Strukturierte verbreiten jedoch gerne die Mär, dass Demos anzumelden sind.

Abgesehen davon behaupten Polizisten routinemäßig, verletzt worden zu sein. Selbst wenn es Videoaufnahmen gibt die das genaue Gegenteil zeigen, werden die Beschuldigten halt freigesprochen, dem verlogenen uniformierten Pack passiert aber genau gar nichts (Demo in Linz z.B., nettes Video auf Youtube).

Standard deviation
00
27.12.2011, 08:09

Demos muß man nicht anmelden, Steuern und Ge-
bührenvorschreibungen braucht man nicht zu bezahlen.

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