Interleukin 17A fördert das Tumorwachstum in der Lunge
Erlangen - Forscher des Universitätsklinikums Erlangen sind einem Entstehungsmechanismus von Lungenkrebs auf die Spur gekommen - und haben damit möglicherweise die Grundlage für eine verbesserte Therapie gelegt. Sie entdeckten, dass ein Protein des Immunsystems - das sogenannte Interleukin 17A - das Tumorwachstum in der Lunge fördert, wie eine Klinikumssprecherin erläuterte.
Die Produktion dieses Botenstoffes werde über ein weiteres Protein und die weißen Blutzellen reguliert. Sei der Spiegel des Proteins jedoch zu niedrig, könne der Körper die weißen Blutzellen und damit auch die Produktion von Interleukin-17A nicht mehr steuern. In der Folge produziere das Immunsystem immer größere Mengen des Botenstoffs, der wiederum das Tumorwachstum antreibe.
Durch die tröpfchenweise Gabe von Antikörpern sei es den Wissenschaftern in Laborversuchen an Mäusen gelungen, diese Kettenreaktion zu durchbrechen. Nach Angaben des Universitätsklinikums ist Lungenkrebs die weltweit am häufigsten auftretende Krebsart. (APA/red)