Diakonie und Caritas für "Armutsbremse"

23. Dezember 2011, 13:53

Küberls Wunsch an Regierung: Armut in nächsten fünf Jahren halbieren - Schenk fordert gleiches Engagement für eine "Armutsbremse" wie für "Schuldenbremse"

Wien - Caritas und Diakonie fordern von der Regierung ein engagiertes Auftreten im Kampf gegen die Armut. Die Regierung müsse sich "mit demselben Engagement, wie man sich für die Schuldenbremse engagiert, auch für eine Armutsbremse einsetzen", sagte der Sozialexperte der Diakonie Österreich, Martin Schenk, in einem Interview mit der APA. Caritas-Präsident Franz Küberl fordert ebenfalls Maßnahmen im Kampf gegen die Armut: Der Staat dürfe nicht zulassen, "dass die Schere zwischen den Habenichtsen und den Vielhabenden weiter auseinandergeht." Beide plädieren für vermögensbezogene Steuern.

Man müsse mit derselben "Aufgeregtheit", mit der man die Finanzmärkte "zu beruhigen und zu stabilisieren" versuche, sich für die Stabilisierung des sozialen Ausgleichs engagieren, sagte Schenk. Auch Küberl sieht die Regierung gefordert: "Mir wäre es recht, wenn unser Land antreten würde und sagen würde, wir wollen die Armut in den nächsten fünf Jahren halbieren."

Ausschließlich auf die Schuldenbremse zu drücken ist für den Caritas-Präsidenten keine Lösung: "Ein Land kann man nur in Zukunft führen, wenn man sowohl in der Lage ist, rechtzeitig zu bremsen, wenn eine Gefahr droht - andererseits aber auch wieder beschleunigen kann. Nur auf der Bremse stehen, das wäre Stillstand."

"Die Leute müssen eine Arbeit haben, von der sie leben können"

Die entscheidende Frage sei die der Arbeit: "Die Leute müssen eine Arbeit haben, von der sie leben können", so Küberl. Auch Schenk sieht die Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse (schlechte Jobs im Niedriglohnsektor) als zentralen Grund für die zunehmende Zahl jener, die von manifester Armut betroffen sind. Beide verwiesen auf Daten der Statistik Austria, wonach im Jahr 2010 die Zahl der Betroffenen auf 511.000 gestiegen ist.

Bei der anstehenden Budget-Konsolidierung fordert Schenk einen "gescheiten Mix" aus Einsparungen und Einnahmen. "Es geht nicht darum, dass man Steuern erhöht, sondern die Frage ist, welche." Er würde vermögensbezogene Steuern deshalb vorziehen, "weil sie nicht konjunkturschädlich, nicht arbeitsmarktschädlich sind - außerdem dienen sie dem sozialen Ausgleich."

Auch Küberl plädiert für Steuern aus Vermögenserträgen - er sprach von einer "sozialen Wasserwaage zwischen Arbeitseinkommen und Vermögenseinkommen". Es sei die Aufgabe des Staates, "Gerechtigkeit immer wieder neu einzustellen".

Außerdem würden Mehreinnahmen einen Spielraum für Investitionen, etwa im Bildungssektor bringen, so Schenk. Einsparungen kann sich der Diakonie-Experte dort vorstellen, "wo man meint, dass die Ausgaben ineffizient sind". Als Beispiel nannte er eine Förderalismusreform oder die Schulverwaltung. (APA)

next special friend
00
20.1.2012, 10:56
3. kueberl, behave, and go home

bin echt scho neugierig, wann "seine gewissens-blase" endlich platzt

next special friend
00
19.1.2012, 14:35
1. behave, kueberl, and go home

1. Jänner 2000

KLEINE ZEITUNG: "Die Titanic als Metapher für den Zustand der Gesellschaft?"

KAPELLARI: "Ja, manchmal hat man das Gefühl, unten gibt's ein Leck, keiner
sieht es und oben spielt die Bordkapelle."

in memoriam leopold ungar
- datiert mit sonntag 7. november 1999 -
(. . . im jahr 2012 wäre er 100 jahre . . .)

und
das gewissensspieglein an der wand
spricht nun mit/zu unserem noch-caritas-präsidenten inzwischen süffisant
kü . . . . kü . . . . du caritas-praktikant
vertiefe christliches ethos - nicht scheinheiligen geist -
und
vor allem deinen menschlichen verstand
oder
bist du und ein paar andere nicht nur mit der moral schon so am sand
und
ward/seid ihr denn immer
so
....

next special friend
00
19.1.2012, 14:34
2. behave, kueberl, and go home

.....
so
aufrichtig wie anständig und ehrlich - außer selbstherrlich -
soll heißen
eure wahrhaftigkeit ist entbehrlich
wenn
es geht um zivilcourage
in
unserm land
das zu können/wissen wäre nämlich ja wirklich interessant
wenn
man haben will
bei
anderen Menschen eine gute hand
für
dieses unsre so schöne und wertvolle land

PS:

liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, nicht überall, wo CARITAS draufsteht, ist auch CARITAS drinnen

oder noch höflicher formuliert:

sehr geehrte Damen und Herren, Sie brauchen nicht "küberl'n" gehn, um CARITAS zu versteh'n

denn:

. . . . . d i e T i t a n i c d e s G l a u b e n s g e h t s i c h e r l i c h n i e u n t e r . . . . .

kernöl
03
23.12.2011, 14:14
eher geht ein kamel durchs nadelöhr, als daß diese

regierung eine armutsbremse beschließt.

Resilienzfaktor
02
23.12.2011, 14:00

100% für M.Schenk.

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