Stille Zeit

Keine E-Mails nach Feierabend mehr bei Volkswagen

23. Dezember 2011, 13:43
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    foto: apa/marcus brandt

    E-Mail-Feierabend bei VW

Betriebsrat setzte sich durch: Weiterleitung auf Blackberry wird nach Arbeitsende ausgeschaltet

Europas größter Autobauer Volkswagen lässt seine Beschäftigten künftig nach Feierabend wirklich in Ruhe: Eine halbe Stunde nach Arbeitsende werden die Weiterleitungen vom E-Mail-Server auf die Blackberry-Handys der Beschäftigten abgeschaltet, wie ein Unternehmenssprecher am Freitag sagte. Eine halbe Stunde vor Arbeitsbeginn am nächsten Tag werden die Server dann wieder eingeschaltet.

Durchgesetzt

Diese Regelung hat der Betriebsrat durchgesetzt, die entsprechende Betriebsvereinbarung ist dem Sprecher zufolge bereits in Kraft.

"Wir sind natürlich ein technikgetriebenes Unternehmen und brauchen diese Kommunikationsmittel und nutzen sie auch"

Die Regelung gilt den Angaben zufolge für rund 1.000 Mitarbeiter mit Tarifvertrag - nicht aber für Manager. "Wir sind natürlich ein technikgetriebenes Unternehmen und brauchen diese Kommunikationsmittel und nutzen sie auch", sagte der Sprecher. Der E-Mail-Stopp nach Feierabend solle "einen fairen Ausgleich darstellen zwischen den Arbeitnehmerinteressen und denen des Unternehmens". (APA)

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Posting 1 bis 25 von 241
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lejanin
01
26.12.2011, 18:27
anrufe

sollten dann auch in diesen zeiten unterbunden werden :)

Mac1984
01
25.12.2011, 17:58

Hat der Betriebsrat auch durchgesetzt, dass man während der Arbeitszeit keine privaten Emails mehr versenden darf und Facebook am Arbeitsplatz auch unterbunden wird?

regenfeldbau
00
30.12.2011, 12:22
gute frage

eine stunde geht täglich durchschnittlich locker dabei drauf.

Lesekrawatte
30
25.12.2011, 17:33

man kann es auch übertreiben!!!

Mit meinem iPhone 4S gesendet.

Woodpecker
20
25.12.2011, 17:06
e-Mail ist KEIN Instant-Messaging (verflixt nochmal wann begreifen die Typen das)

Es gab mal eine Zeit, da gingen E-Mails innerhalb einiger Minuten durch, dann wollte das aber keiner mehr: soviel Vi*gra, C*lis, P*nisverlängerungen, Diplome zum Kaufen etc. und dazu die Viren, Phishingmails und Trojaner waren einfach zuviel.
Seither gibt es Greylisting, Spam- und Virenfilter, Quarantäneserver und anderes mehr. Alles nette Dinge, die helfen etwas die Flut zu vermindern, aber auch dafür sorgen, daß eine Mail eines dem System noch nicht bekannten Absenders - oder wenn eine dem System noch unbekannte IP-Adresse als Absendeserver diente - beinahe wieder solange braucht wie die mit ULP zugestellten Briefe.
Drum relax und keep cool, wenn eine Mail erst am nächsten Tag - und da im Spamordner - ankommt :)

unschuldsvermuter
12
25.12.2011, 16:16

also ich würde das nicht begrüßen. ich bekomme mails, welche meine arbeit bereffen 24/7 aufs handy und finde das gut so. schnelles drüber lesen und das aussortieren von nicht so wichtigen nachrichten bzw. von nachrichten, welche keiner antwort bedürfen, macht man nebenbei am klo, in der u-bahn oder in der werbepause.

ist mir viel lieber als wenn ich, vor allem nach einem wochenende (!), wieder in die arbeit komme und vorher mal 200 mails durch checken soll/muss bevor ich irgendwas anderes machen kann.

Just N. Opinion
 
50
25.12.2011, 12:26
Sehr gescheit.

Im Klartext werden also nun, auf Betreiben des Betriebsrats, die Mitarbeiter eines global agierenden Konzerns stundenlang vom Informationsfluss abgeschnitten. Manager natürlich nicht. Hauptsache, das Biertrinken zuhause vor dem Fernseher wird nicht vom Unternehmen gestört.

Wenn's die Mitarbeiter so wollen... Völlig außer Acht gelassen wird, dass schon bisher jeder, der sich außerhalb der Dienstzeit vom Arbeitgeber nicht stören lassen wollte, die Möglichkeit hatte, einfach nicht auf sein Handy zu schauen. Jetzt werden andere, die nicht so denken, zwangsbeglückt.

the bugger_off
04
25.12.2011, 12:54

also wenns etwas gibt was blöder als nationalismus ist, dann ist es loyalität zu einem grosskonzern und sich selbst diesem unter zu ordnen.

just my two cent
00
28.12.2011, 12:14

Das sollte jedoch jeder Mitarbeier letztendlich für sich selbst entscheiden können.

Just N. Opinion
 
40
25.12.2011, 17:24

Ich hab eh nicht erwartet, dass Menschen, die nur widerwillig arbeiten und um Punkt fünf den Computer abdrehen, das verstehen. Aber wer das Unternehmen, für das er arbeitet, nicht nur als Feind begreift, der einem Lebenszeit stiehlt, kapiert's schon eher.

Ich hab auch Mitarbeiter wie Sie einer sind, bei denen ist man schon froh, wenn sie ihren Job halbwegs erfüllen, mehr kann man von solchen eh nicht erwarten.

the bugger_off
10
26.12.2011, 10:00

"dass Menschen, die", "Mitarbeiter wie Sie einer sind"

wahnsinn, da hab ich mich bisher immer bemüht das hier zu verbergen, aber sie sind offensichtlich bestens über mich meinen job im grossraum bürö und meine arbeitsmoral informiert LOL!!!

sie armes opfer von neoliberaler gehirnwäsche.

°°__°°
20
26.12.2011, 08:46

Aber eigentlich bist du doch ein armes würsterl.
Und "deine" mitarbeiter die das leben schätzen werden sich im feierabnd köstlich über dich amüsieren ;)

Just N. Opinion
 
01
26.12.2011, 22:16
Ansichtssache.

Ich mach meinen Job gern und würde ein Abschneiden von Informationen durch das Unternehmen als Einschränkung empfinden. Aber dass ich mit dieser Einstellung in der Minderheit bin, ist mir klar.

Arme Würschteln sind für mich diejenigen, die sich Tag für Tag in eine ungeliebte Hack'n schleppen, nur auf den nächsten Fenstertag und auf den nächsten Urlaub warten und hoffen, bald durch Pensionierung von ihrem verhassten Leben erlöst zu werden.
Dafür dürfen sie gern schon täglich um 18 Uhr mit ihren Leidensgenossen beim Wirten sitzen und ihren Frust in Alkohol ertränken – ungestört von E-Mails ihres Arbeitgebers, die sie eh nicht interessieren.

Applaus, Applaus.
00
28.12.2011, 02:41
kirche im dorf lassen...

es gibt für jeden ein leben ausserhalb der arbeit und wer keine hobbys (mehr?) hat, sollte seinen ergeiz nicht den anderen aufoktroyieren, sondern sich lieber fragen, ob sich dieser, abgesehen von einer top-motivation im rahmen der gewünschten corporate identity, auch anderweitig lohnt...

Carnage
00

Wer freude an seinen job hat arbeitet keine Sekunde in seinem Leben :-)

Old_Programmer
 
03
25.12.2011, 09:45
Ein Schutz für die Arbeitnehmer vor sich selbst

Die Sache mit der Nicht-Weiterleitung ist ein sinnvoller Schutz für die Mitarbeiter, die sich nicht wirklich bewusst von der Firma abgrenzen. Der Freizeit-bewusste Mitarbeiter hatte ohnehin sein Handy beim Verlassen der Firma abgedreht. Die, die das nicht so eng gesehen haben, haben vermutlich über das neue Kommunikationsmittel "Blackberry" (wo Telefon und E-mails normalerweise nur gemeinsam an- und ausgeschaltet werden) auch schleichend ihr Verhalten geändert und mehr und mehr in der Freizeit ge-e-mailt. Denn neue Kommunikationsmöglichkeiten ändern nun mal unser Verhalten - wie man in jeder U-Bahn beobachten kann. Interessant ist der Nicht-Schutz für Manager, denn die können über ihre Allzeitbereitschaft noch miteinander konkurrieren. Übel

Peter W1
 
33
24.12.2011, 15:12

Unfassbar das der Betriebsrat selbstverständliches durchsetzen muss! Was für kranke Verhältnisse für Arbeitnehmer, dass sie ihre wertvolle Freizeit an Unternehmen ohne jede Gegenleistung verschenken sollen. Und was für Versager, die das auch noch begeistert machen und auch noch dankbar für ihre Ausbeutung sind. Was sind das für eine mündige Gesellschaft für selten nutzlose Belastungen?

regenfeldbau
00
30.12.2011, 12:25
und wieviele Zeitdiebe klauen ihrem Arbeitgeber

Zeit für private Mails und Facebooken während der Arbeitszeit?

Schon mal darüber nachgedacht?

ziegenhals
 
00
24.12.2011, 13:14

im gegensatz zum festnetztelefon hat jedes handy einen ausschaltknopf, den man jederzeit drücken kann. verstehe die einstellung nicht, nach der arbeit noch weiter berufliche mails und anrufe zu checken.

athos
00
25.12.2011, 10:27
Sie haben wohl einen Beruf, der Ihnen keine Freude macht?

h 90
00
24.12.2011, 14:53

festnetz kann man auch abstecken

Peter W1
 
01
24.12.2011, 16:26

Mobiltelefone haben sogar den Vorteil, dass ich sehe wer anruft. Und wenn nicht Freunde nach Arbeitsende anrufen, wird schlicht nicht abgehoben. Not that big of a deal ;) .

h 90
02
24.12.2011, 16:46

Ich wuerd sagen fair use.
Wenn der Chef nie anruft, und dann doch einmal dann wird man abheben. Wenn ers 1x pro Woche macht dann nicht.
Oder wenn der Chef immer am WE stoert, aber auch nichts dagegen hat, wenn man sich das halbe Firmenwerkzeug jedes WE ausborgt. Dann ist es auch OK.
(meinen Vater habens dauernd am WE angerufen, aber wenn er was gebraucht hats die Firma nie verrechnet. Von Dichtungen um 100 Euro bis Lieferwagen ausborgen, bis was reparieren lassen).
Muss halt fair sein.

Peter W1
 
00
26.12.2011, 17:08

Gegen Fair use spricht fast nichts. Wenn die Firma flexibel ist, sind es die Arbeitnehmer sowieso auch. Aber das ist halt ein sehr schmaler Grad, der nur bei wirklich gutem Firmenklima funktioniert.

h 90
00
27.12.2011, 01:30

Meist sind halt beide nicht flexibel und der Chef auch noch launisch....

Aber es gibt natuerlich auch positive Beispiele.

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