Google zahlt beinahe eine Milliarde US-Dollar an Mozilla

23. Dezember 2011, 17:23
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Über drei Jahre verteilt für Suchmaschinenauswahl - Dreimal so viel wie bisher - Microsoft soll ebenfalls geboten haben

Viel war in den vergangenen Wochen über die weitere Zukunft von Mozilla diskutiert worden. Angesichts dessen, dass im November das langjährige Abkommen mit Google über die Default-Suchmaschineneinstellung im Browser ausgelaufen ist, sahen manche schon eine ernsthafte Krise auf den Firefox-Hersteller zukommen - oder gar gleich das vollständige Aus.

Plus

Wie sich nun herausstellt, könnte kaum etwas weiter von der Wahrheit entfernt seien: Laut den Recherchen von AllThingsD soll Mozilla nämlich bei der jüngst bekannt gegebenen Verlängerung des Abkommens äußerst positiv ausgestiegen sein. Rund 300 Millionen US-Dollar sollen demnach künftig jährlich von Google an Mozilla wandern, die Laufzeit der Abmachung beträgt drei Jahre.

Vergleich

Damit erhält Mozilla künftig erheblich mehr Geld für die Suchmaschinenwahl als bislang, im Jahr 2010 sollen es etwa "nur" 103 Millionen US-Dollar gewesen sein. Zu dieser wundersame Geldvermehrung kommt es, da der Firefox-Hersteller offenbar in einer sehr guten Verhandlungsposition war: So soll Microsoft recht offensiv versucht haben, die eigene Suchmaschine Bing zur Default-Wahl beim Open-Source-Browser aufsteigen zu lassen.

Vorteile

Ein weiterer Bonus für Mozilla: Die 300 Millionen US-Dollar sind das absolute Minimum, das Google überweisen muss. Selbst wenn der Firefox signifikant an Marktanteilen verlieren sollte, ist dieser Betrag also gesichert. Bisher waren die Einnahmen direkt an die Nutzungszahlen des Browser gekoppelt. (red, derStandard.at, 23.12.11)

  • Viel hat sich im Jahr 2011 rund um den Firefox getan - und nun scheint auch die weitere finanzielle Zukunft gesichert.
    grafik: mozilla

    Viel hat sich im Jahr 2011 rund um den Firefox getan - und nun scheint auch die weitere finanzielle Zukunft gesichert.

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