Einkaufstour

China rüstet Staatsfonds für Einkäufe in Europa auf

23. Dezember 2011, 11:38

Volksrepublik plant Aufstockung um bis zu 50 Milliarden Dollar

Peking - China will seinen Staatsfonds CIC mit einer Kapitalspritze von bis zu 50 Mrd. Dollar aufrüsten (38,3 Mrd. Euro). Der bereits mit 410 Mrd. Dollar ausgestattete Fonds soll damit vor allem in Europa auf Einkaufstour gehen, sagten zwei mit der Angelegenheit Vertraute am Freitag zu Reuters. Auch Zukäufe in den USA sind demnach geplant. "Der Plan für die Kapitalaufstockung dürfte in Kürze bekanntgegeben werden", sagte ein mit dem Vorgängen Vertrauter, der anonym bleiben wollte. Der CIC lehnte auf Nachfrage eine Stellungnahme ab.

China besitzt mit 3,2 Bill. Dollar die weltweit größten Devisenreserven, die bisher vor allem in den Kauf von Staatsanleihen der USA und vieler Euro-Länder gesteckt wurden. Nicht zuletzt wegen der Schuldenkrise hält die Volksrepublik aber zunehmend nach anderen Anlagemöglichkeiten Ausschau und nimmt dabei zunehmend westliche Industriefirmen ins Visier.

Verkäufe

Das chinesische Staatsunternehmen Three Gorges (Drei Schluchten) hat erst in dieser Woche den Zuschlag für das Bieterrennen um eine 21-prozentige Beteiligung am portugiesischen Versorger EDP gewonnen und damit den deutschen Energieriesen E.ON aus dem Feld geschlagen. Rund 2,7 Mrd. Euro werden dafür nach Portugal überwiesen. Das klamme Land hatte sich wegen der Staatsschuldenkrise zum Verkauf des öffentlichen Anteils entschlossen.

Aber auch nach Deutschland strecken die Chinesen ihre Fühler aus. Einem Bericht des "Manager Magazin" zufolge rangiert der CIC bei der Suche des Autobauers Daimler nach einem Großaktionär ganz oben auf der Liste für eine Beteiligung. Im Gespräch ist demnach eine Beteiligung von fünf bis zehn Prozent.

Um seine gigantischen Währungsreserven profitabler zu nutzen, plant die Zentralbank die Gründung zweier Fonds im Gesamtvolumen von 300 Mrd. Dollar, wie Reuters von mehreren mit der Angelegenheit Vertrauten erfuhr. Sie sollen unter dem Dach eines neuen Investmentvehikels verwaltet werden, das bereits lange vor Beginn der Euro-Krise in Planung war.

Auch Chinas Banken wollen künftig einen Teil der gewaltigen Devisenreserven des Landes managen. "Wir brauchen eine neue Denkart im Umgang mit unseren Devisenreserven", sagte der einflussreiche Chef des größten Kreditinstituts Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) , Jiang Jianqing. "Wir sind erfahren im Projektmanagement", begründete er seinen Vorstoß. "Und wir sind nahe an den Kunden und am Markt." Jiang stimmt damit in den lauter werdenden Chor der Kritiker ein, die Chinas hohe Investitionen in europäische und US-Staatsanleihen anprangern. "Die europäische Schuldenkrise entfaltet sich noch immer", sagte der Spitzenbanker. "Es ist schwierig, die Reserven weiter so zu managen wie bisher. Das birgt Gefahren." (APA/Reuters)

Kommentar posten
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David Palestein
00
24.12.2011, 02:35
China, Chile, Brasilien...

...werden noch ein wenig warten und werden dann einsteigen, wenn die Preise ganz im Keller sind.

Brezenmann
03
23.12.2011, 21:29
Finde lustig,was hier ein paar dodln posten

China wäre der grösste Nutznießer der letzten 20 Jahre.zb ein I-Phone wird in China zsamgebastelt zahlt Apple ein paar Cents für den Arbeiter,ein paar Dollar für dessen Firmen und dann ein paar Dollar Steuer in China...Später geht es um 800 Euro über den Ladentisch. also wohin geht das meiste Geld...

und das mit fast allen Produkten aus China.

aber Hauptsache China nimmt uns das Geld weg ...

hahaha

Adam Markus
12
23.12.2011, 20:54

China ist wohl der einzige Staat, der vom Neoliberalismus profitiert.

Während der Westen alles privatiseirt und damit die Staaten sukzessive geschwächt werden, nutzt China seine Staatsbetriebe, um immer mehr westliche Unternehmen aufzukaufen um deren Gewinne wieder für die Auffettung der Staatskasse zu gebrauchen.

Ich kann's ihnen noch nicht einmal verübeln, schließlich sind wir selbst Schuld, dass wir diesen neoliberalen Blödsinn mitmachen.

Andreas Prucha
00
24.12.2011, 15:13

Wirklicher Nutzniesser - zumindest kurzfristig - sind die westlichen Unternhehmen, die in China billig produzieren lassen und dann teuer verkaufen. Allerdings wurde das in den letzten jahren so exzessiv betrieben, dass sich "der Westen" damit langsam selbst ins Knie schiesst.

Brezenmann
02
23.12.2011, 21:30
die grössten Nutznießer sind woanders zuhause

gomaxgo
 
00
23.12.2011, 19:52
Hä Hä

das was die Typen wirklich im Sinn haben ist Organisationen schaffen um die Parteibosse, deren Familien, Freunde usw. mit profitablen Pöstchen zu versorgen kennen wir doch von den Ö Gewerkschafte, Ö Rotsocken usw. man muss das natürlich irgendwie anders nennen, eine exzellente versorger initiative für Staatsbedienstete um auf Kosten des Volkes in Luxus zu leben, aler hut, alles schon dagewesen.

Der Kluge
04
23.12.2011, 19:30

Bemerkenswert: China bekommt noch immer Entwicklungshilfe

Und noch immer fordern manche, dass die europäischen Staaten, die kaum mehr Geld am Finanzmarkt bekommen, JEDES JAHR ganze 1% des BIP an Entwicklungshilfe zahlen sollten. (tlw. an die Länder, von denen wir uns Geld borgen^^)

Johannes Benn
00
23.12.2011, 19:59
.

der deutsche minister fuer entwicklungshilfe niebel hat die entwicklungshilfe fuer china mal als legale form der bestechnung bezeichnet, zur unterstuetzung der heimischen unternehmen.

Stephen Ferrando
210
23.12.2011, 18:48

Wir müssen China endlich als ernsten Konkurrenten und Bedrohung für unseren Wohlstand sehen und sie dementsprechend behandeln.
Wir sehen sie aber noch immer als Kinder und wir sind die Erwachsenen. Chinesen sind schlechte Ingenieure und Konstrukteure, haben kein Bewusstsein für Qualitätssicherung aber sind ausgezeichnete Strategen und Taktiker. Sie stehlen unser Wissen, sie rauben unsere Fachkräfte und Technologien. Die Japaner haben wir in den 80er gefürchtet und sind dementsprechend entgegen gesteuert und konnten die Nippons zurechtstutzen.
Das versäumen wir mit den Chinesen, da braut sich was zusammen.

slartibartfaß der Umwandler
10
24.12.2011, 15:41

an unserem bedrohten wohlstand sind ausschließlich wir selber schuld, ja wir selber und unsere eigenen politiker.

ihr china bashing ist zum kotzn, aber klar leute wie sie brauchen halt immer einen feind und sehen immer überall feinde.... armseliges würschtl.

Stephen Ferrando
10
24.12.2011, 18:14

Ich sehe China als ernsthaften Konkurrenten, dem man etwas entgegensetzten muss. Wenn sie Konkurrenten als Feinde sehen, bitte.

Sicher wir sind selber schuld das wir China so Gewehren lassen, sie als gleichberechtigten Partner behandeln, werden wir selbst von China nicht so behandelt werden, sie versperren uns ihren Markt, Investitionen in China sind an einer langen Liste an Vorgaben gekoppelt. Ausländische Unternehmen werden in China nicht gleich behandelt wie chinesische. Sie missachten unser Rechtseigentum, fälschen, kopieren und spionieren.

JackBodegar
10
24.12.2011, 15:56
ihr china bashing ist zum kotzn

uns sie machen mal die augen auf.....sie würstel wenns nicht wissen um was es hier geht...frohe weihnachten

Flaschenpost
00
25.12.2011, 08:55
Ihre "Argumente" sind zum kotzen.

Johannes Benn
22
23.12.2011, 20:57
.

ich denke dem europaeischen menschen wird es guttun den ersten platz nach fuenfhundertjahren gen osten abzugeben, das kann von viel unnuetzem ballast befreien, zum beispiel von dem gefuehl fuer die gesamte welt verantwortlich zu sein.
zudem ist es historisch gesehen der normalfall dass china technologisch und wirtschaftlich fuehrt.
zudem muessen europa und amerika durch ein erstarktes china nicht verlieren, friedlicher handel bringt beiden seiten etwas.
und außerdem kann man von den chinesen viel lernen, nicht zuletzt etwas von ihrem großen respekt, ihrer bewunderung fuer die euroapaeische kultur. da kann sich so mancher europaeische kulturrelativist eine scheibe von abschneiden

081547112
00
23.12.2011, 20:53

der untergang japans war
erstens die freigabe des yen mitte der achziger
zweitens die bubble keiki, die immobilienblase ende der achziger.
und als draufgabe noch ein wenig korruption

Johannes Benn
00
24.12.2011, 14:14
.

japan hat zwei probleme: die patifistische politik und die zu wenigen geburten. anonsten ist da doch nicht szusammengrbochen, es istimmer noch eines der reichsten laender der welt und auch immer noch vergleichsweise groß

Shadow
15
23.12.2011, 19:21
Sie stehlen unser Wissen, sie rauben unsere Fachkräfte und Technologien.

auch eins der vorurteile das uns in zukunft massiv schaden werden. vielleicht hat es irgendwann mal gestimmt. aber mittlerweile haben die chinesen längst aufgeholt und überholen uns.

patentanträge 2010:

usa: ~ 490.000
china: ~391.000
japan: ~344.600
südkorea: ~170.000

eu-gesamt: ~151.000

mit dem wissen ists in europa leider nicht mehr so weit her. liegt auch daran das wir seit jahren in der bildung einsparen. die asiaten machen das genaue gegenteil.

He du, nicht einschlafen!
00
24.12.2011, 09:45

Dazu fällt mir ein:
In USA muss eine Idee nicht neu sein, um patentiert zu werden.
In Europa können Sie ihre eigene Idee nicht mehr patentieren lassen, sobald sie auf einer Messe jemand unter die Haube schauen ließen.

Stephen Ferrando
02
23.12.2011, 19:31

Ich spreche in diesem Kontext von einer Inflation der chinesischen Patente mit niedrigem wirtschaftlichem oder erfinderischem Wert. Es geht um die immer intensivere und oftmals auch strategische Nutzung des Patentwesens. Patente als Waffe. Auch muss man anmerken das Patentanmeldungen was ganz anderes sind als genehmigte Patente.
Eine steigende Anzahl der Patente macht noch kein innovatives Land. Ökonomen gehen im Gegenteil davon aus, dass nur wenige Patente wirklich wirtschaftlich bedeutend sind. Um ein Patent in ein erfolgreiches Produkt umzuwandeln, bedarf es vieler Zutaten. Eine innovationsfreudige Unternehmenskultur ist ebenso wichtig wie bekannte, etablierte Marken oder ein guter Vertrieb, aber auch andere Rahmenbedingungen, ...

Gegenflieger
11
23.12.2011, 19:20

Sie machen den Fehler,die Chinesen zu unterschätzen,sie lernen schnell und deren Ingenieure ebenfalls.

flatus incarceratus
35
23.12.2011, 19:07
gut, dass die chinesen kommen,

bei uns wird zu viel umverteilt, die steuern sind zu hoch, die bildungsfernen verdienen zu viel und werden immer präpotenter. bildung, ausbildung und leistung werden zu wenig honoriert. die chinesen werden uns zeigen, wo's lang geht.

der Rabe
10
23.12.2011, 18:57
ja, ja, die gelbe Gefahr

und die nicht behandelte Paranoia...

He du, nicht einschlafen!
00
23.12.2011, 18:44
Flucht in reale Werte

Stephen Ferrando
00
23.12.2011, 19:14

das wären? Aktien? Wir stehen vor einer rezession der industrieländer, der wertverlust ist sicher
betongold? der markt ist bereits überhitzt und wird in 2014 kollabieren
gold? historisch bei inflation eher schwach
rohstoffe? siehe aktien
nahrungsmittel futures? okay könnte was werden

He du, nicht einschlafen!
00
24.12.2011, 01:07
Reale werte

Zb einen Energieversorger kaufen, statt gehortete Dollars behalten.

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