Insgesamt haben 258 Personen aus dem NPO-Sektor beim Stimmungsbarometer der NPO-Akademie teilgenommen
Das Gute zuerst: Die Bedeutung der Non-Profit-Organisationen (NPOs) für die Gesellschaft wird weiterhin stark positiv gesehen. Aber: Das politische Umfeld wird von NPOs als extrem negativ eingestuft. Fast drei Viertel der Teilnehmer des aktuellen Stimmungsbarometers gehen von einer Verschlechterung aufgrund budgetärer Sparmaßnahmen oder möglicher struktureller Veränderungen aus.
Insgesamt haben 258 Personen aus dem NPO-Sektor beim Stimmungsbarometer der NPO-Akademie teilgenommen, und verglichen mit den Ergebnissen von 2009, dem bisher wirtschaftlich schwierigsten Jahr seit der Finanzkrise, hat sich die Stimmung in vielen Bereichen weiter verschlechtert. Vor allem die Finanzierungssituation im Sektor wird für 2012 markant negativ eingestuft. Zwei Drittel der Befragten erwarten eine Verschlechterung.
Steigender Personalbedarf
Der Personalbedarf an hauptamtlichen Mitarbeitern wird im kommenden Jahr steigen. Neben Führungskräften und Mitarbeitern in den Bereichen Strategisches Management und Öffentlichkeitsarbeit wird auch dem Bereich Finanzierung und Fundraising eine steigende Bedeutung beigemessen. Der Bedarf an ehrenamtlichen Mitarbeitern wird gleichbleibend eingeschätzt.
Positive Erwartungen haben die Befragten hinsichtlich Wirtschaftskooperationen. Corporate Social Responsibility (CSR) werde von Unternehmen immer mehr als wichtige Aufgabe wahrgenommen und werde zu einer Steigerungen der Zusammenarbeit mit Unternehmen führen, so die Erwartung der Teilnehmer.
Das zunehmend kompetitive Umfeld, die schwierige Gesamtsituation, die Darstellung und die Kommunikation der eigenen Anliegen an die Stakeholder und die Bedeutung der Finanzierung und des Fundraising sind in Krisenzeiten die wichtigsten Hebel, an denen NPOs im nächsten Jahr ansetzen werden. (ost, DER STANDARD, Printausgabe, 24./25./26.12.2011)