Meilenstein

Red Hat knackt beim Umsatz die 1-Milliarden-Dollar-Marke

23. Dezember 2011, 10:07
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    foto: red hat

Als erste Open Source-Firma - Warum das auch außerhalb des Konzerns eine Rolle spielt

Nur wenige Software-Konzerne erreichen eine Summe von einer Milliarde US-Dollar beim Jahresumsatz. Noch dazu wenn es sich um eine Firma handelt, deren Portfolio ausschließlich aus Open Source Software besteht. Falls Red Hat diese Ergebnisse Anfang 2012 liefert, steht dies als Beweis, dass das Unternehmen alles richtig gemacht hat bei der Open Source Community und seinen Investoren. Vor dem Hintergrund der am 19. Dezember veröffentlichten Ergebnisse für das dritte Quartal 2011 schaut es dafür ganz gut aus.

Aufwärts

Red Hats Geschäftsjahr läuft von März bis Februar. Im letzten Quartal erwirtschaftete die Software-Firma 290 Millionen US-Dollar mit operativen Einnahmen von 554 Millionen US-Dollar. Weder Zufall noch Glück seien dafür verantwortlich, schreibt Joe "Zonker" Brockmeier von der Linux Foundation auf der Unternehmensseite. In den vergangenen Jahren kletterte Red Hat stetig nach oben. Das Geschäftsjahr 2009 schloss der Konzern mit 653 Millionen US-Dollar ab, im Jahr 2010 waren es 748 Millionen und 2011 bereits 909 Millionen US-Dollar.

Linux-Abos

Den Großteil des Red-Hat-Umsatzes in Quartal 3 machten die Linux-Abonnements aus. Damit erzielte der Konzern allein 246,5 Millionen Dollar, gegenüber 198,8 Millionen Dollar im Vorjahres-Vergleichszeitraum, was einem Plus von 24 Prozent entspricht.

Bedeutung außerhalb

Sofern also keine Katastrophe eintritt, sollte Red Hat beim Geschäftsjahr 2011 die 1-Milliarden-Dollar-Marke schaffen. Für den Konzern selbst ein großer Meilenstein, welche Bedeutung hat dies aber außerhalb der Firma. Einerseits wirkt sich der Erfolg von Red Hat auf die stetig wachsende Linux Community. Zudem wird dadurch das nächste Level von Virtualisierung und Cloud Computing geöffnet.
Das Wichtigste ist aber, dass Red Hat beweist, dass es möglich ist, eine Milliarde US-Dollar zu erwirtschaften ohne proprietäre Lizenzen zu haben. Manche mögen der Meinung sein, dass Red Hat trotz des "Handicaps", dass sein Hauptprodukt für Open Source verfügbar ist, erfolgreich ist. Andere behaupten, es sei genau deswegen . 

Red Hat wird als erstes pure Open Source Unternehmen die 1-Milliarden-Dollar-Marke knacken, es wird aber kaum das letzte sein. (red, derStandard.at, 23.12.2011)

Kommentar posten
11 Postings
Alkolix
00
27.12.2011, 11:14
ist auch sehr merkwürdig

das sich große unternehmen closed source antun

mirrorwall
00
27.12.2011, 00:40

Gratulation an RH! Bin gerade dabei, von Win auf Ubuntu umzusteigen.

Prof. Huber
00

Fedora würde von RedHat betreut werden.

Prof. Vogel
01
24.12.2011, 04:35

So coool.

Dr. Seltsam
 
50
23.12.2011, 12:06

Trotzdem haben sehr viele Leute mit Red Hat sehr viel Geld verloren.

auweh mit e
00
23.12.2011, 22:40

die Novell-Mitarbeiter? :)

seit die Stimmungsschwankungen bei Ubuntu stärker in Erscheinung treten, sehe ich keine Gefahr mehr für Red Hat.

/dev/urandom
01
23.12.2011, 22:31
Sicherlich....

In der heutigen Wirtschaft kann man - wenn man dusselig genug ist - viel Geld verlieren. Mit IT, Öl oder beliebigen Aktien.

Sieht man aber die Geschichte von RH an, dann ist das relativ stabil zu sehen, Fokussierung auf das Kerngeschäft, keine Aufkauforgien und klare Ziele.

Durchaus interessant.

Georges_Danton
01
23.12.2011, 16:58
wer bitte?

bill gates uns steve jobs?

oder wer soll mit red hat geld verloren haben. Die red-hat Aktien haben sich in den letzten 10 jahren jedenfall nach oben entwickelt.
seit dem einbruch 2008 ging es überhaupt steil bergauf. ich wüsste nicht wer mit red hat geld verloren haben soll?

mit google oder apple aktien hätte man vielleicht mehr geld gemacht. mit microsoft aktien aber mehr geld verloren!

Grammelknoedel
01
23.12.2011, 21:41

vielleicht ist Mc Bride (die Geschichte rund um SCO) gemeint

solandre
 
00
25.12.2011, 18:00

hab mir die sache in der englsichen wikipedia durchgelesen - eineiges, nicht alles ;-) und die story ist echt erstaunlich. bei unternehmen wie sco als offensichtlicher copyright-troll, und eigentlich auch generell, frage ich mich, ob software-patente und -copyrights der menschhti mehr bringen oder schaden.

ich denke mir dazu immer, man stelle sich vor, jemand hätte das patent und vermarktungsrechte auf das rad. ...

Andreas Grois
05
23.12.2011, 10:46
Respekt!

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